[last update: 13.12.2001]

Strecke Kall - Hellenthal



Oleftalbahn

[2000] [2001] [2002] [2003]

12.12.2001 Letzter Panzertransport der DB AG (KRU)
07.12.2001 Land steht hinter Bahn-Reaktivierung (KSTA)
07.12.2001 Mitgliederversammlung der Bahn- und Businitiative (KRU)
30.11.2001 Höddelbusch: Aller guten Dinge sind drei... (PW)
29.11.2001 Hellenthal: Arbeiten am Busbahnhof (KRU)
24.11.2001 Dahlem: CDU plädiert gegen Reaktivierung der Bahn (KRU)
14.11.2001 Hellenthal: Neuer Busbahnhof mit Zugang zum Bahnsteig (KSTA)
16.06.2001 Interessenten stehen schon Schlange (KSTA)
28.04.2001 Zwei-Wege-Fahrzeug ("Duotrans") (KSTA)
23.03.2001 Höddelbusch: Militärzug mit 212 255 / MORAC(CM)
16.01.2001 Hellenthal: Bau des Busbahnhofes am Hellenthaler Bahnhof (KRU)
11.01.2001 Dürener Kreisbahn: Interesse an Kall - Hellenthal und Düren - Euskirchen (KRU)


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Militärverkehr der DB AG endete

"Der letzte Panzertransporter der Deutschen Bahn AG rollte am Freitag durch das Schleidener Tal (hier Olef). Die Transporte werden privatisiert und demnächst von Partnerunternehmen der Bahn durchgeführt oder, ähnlich wie in Holland, von Privatfirmen über die Landstraße vorgenommen. Ab 2005 ist auch damit Schluß, wenn der letzte Soldat Camp Vogelsang verlassen hat."

Dabei ist noch ein (eher schlechtes) Bild mit Panzern in Olef. 

Kölner Rundschau / CM


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Land steht hinter der Bahn-Reaktivierung

"Bubi" wählte einen neuen Vorstand und wird wieder Sonderfahrten zum 
Weihnachtsmarkt anbieten. 

Gemünd - Die "Bahn- und Businitiative Schleidener Tal" ("Bubi") hat auf 
ihrer Mitgliederversammlung in Gemünd einen neuen Vorstand gewählt. Als neue 
Vorsitzende fungiert fortan die bisherige zweite Vorsitzende Gisela 
Neveling. Sie ist Nachfolgerin von Werner Reitz, der aus beruflichen Gründen 
etwas kürzer treten will. Reitz bleibt der "Bubi" aber als Beisitzer im 
Vorstand erhalten. Neuer zweiter Vorsitzender und zugleich Schriftführer 
wurde Wolfgang Kirfel. Als Kassiererin wurde Bettina Weiß im Amt bestätigt. 
Neuer Beisitzer wurde Hubert Weckmann. 

Sachstandsbericht 

Neben der Neuwahl stand auch ein Sachstandsbericht bezüglich der Strecke 
Kall-Hellenthal auf dem Programm. Wolfgang Müller vom "Arbeitskreis 
Eifelbahnen" informierte darüber, dass die Landesregierung in Düsseldorf 
weiter voll hinter der Reaktivierung stehe. Zur¦zeit seien allerdings die 
Kaufverhandlungen für die Strecke zwischen dem Kreis Euskirchen und der 
Deutschen Bahn ins Stocken geraten. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) 
lasse derzeit prüfen, wie der Fahrbetrieb auf den Strecken Euskirchen-Düren 
und Kall-Hellenthal organisiert werden könne. 

Im kommenden Jahr will "Bubi" mit verschiedenen Aktionen wieder Werbung für 
die Reaktivierung der Bahnstrecke machen. So wird derzeit beispielsweise 
über die Einrichtung eines verkehrspolitischen Stammtisches nachgedacht. 
Weiterhin wurde beschlossen, dass "Bubi" auch in diesem Jahr wieder in 
Kooperation mit der Rhein-Sieg-Eisenbahn Sonderfahrten zum Gemünder 
Weihnachtsmarkt am Samstag und Sonntag, 15. und 16. Dezember, anbieten wird. 

Dabei wird der Sonderzug zwischen Kall und Schleiden an den Bahnhöfen wie 
folgt verkehren: Abfahrt Kall: 11 Uhr, 13 Uhr, 15 Uhr, 17 Uhr; Gemünd: 11.15 
Uhr, 13.15 Uhr, 15.15 Uhr, 17.15 Uhr; Olef: 11.25 Uhr, 13.25 Uhr, 15.25 Uhr, 
17.25 Uhr. Ankunft Schleiden: 11.40 Uhr, 13.40 Uhr, 15.40 Uhr 17.40 Uhr. 
Abfahrt: Schleiden: 12.10 Uhr, 14 Uhr, 16 Uhr, 18 Uhr; Olef: 12.25 Uhr, 
14.25 Uhr, 16.25 Uhr, 18.25 Uhr; Gemünd: 12.35 Uhr, 14.35 Uhr, 16.35 Uhr, 
18.35 Uhr. Ankunft Kall: 12.50 Uhr, 14.50 Uhr, 16.50 Uhr, 18.50 Uhr. 

Kölner Stadtanzeiger 7.12.01


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Mitgliederversammlung der Bahn- und Businitiative 
Gisela Neveling wurde zur neuen BUBI-Vorsitzenden gewählt

EB Gemünd. Die Neuwahl des Vorstands, ein Sachstandsbericht zu der 
Reaktivierung der Bahnlinie Kall-Hellenthal und die gemeinsam mit der 
Rhein-Sieg Eisenbahn am 15. und 16. Dezember angebotenen Zugfahrten zum 
Gemünder Weihnachtsmarkt waren die Hauptpunkte der Mitgliederversammlung der 
Bahn- und Businitiative Schleidener Tal (BUBI) am vergangenen Freitag im 
Kleinen Kursaal. 

Interessierter Gast der Veranstaltung war Wolfgang Müller vom Arbeitskreis 
Eifelbahnen. Er informierte die Mitglieder über den Stand der Dinge bei der 
Reaktivierung der Bahnlinie zwischen Kall und Hellenthal. 

Zur neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder die bisherige zweite 
Vorsitzende Gisela Neveling. Sie ist Nachfolgerin von Werner Reitz, der aus 
beruflichen Gründen etwas kürzer treten will. Reitz bleibt der BUBI aber als 
Beisitzer im Vorstand erhalten. Gisela Neveling dankte ihrem Vorgänger für 
sein bisheriges Engagement. 

Neuer zweiter Vorsitzender und zugleich Schriftführer ist Wolfgang Kirfel. 
Als Kassiererin wurde Bettina Weiß in ihrem Amt bestätigt, die zuvor über 
die gute Kassenlage berichtete und wie der gesamte Vorstand einstimmig 
entlastet worden war. Neu im Vorstand als Beisitzer ist auch Hubert 
Weckmann. 

Die BUBI wird in diesem Jahr in Kooperation mit der Rhein-Sieg Eisenbahn 
wieder Sonderfahrten zum Gemünder Weihnachtsmarkt am Wochenende 15. und 16. 
Dezember anbieten. Die Initiative hofft, dass die Sonderfahrten auch in 
diesem Jahr wieder ein voller Erfolg werden. 

In der Mitgliederversammlung war natürlich auch der Sachstand bezüglich der 
Bahnstrecke Kall-Hellenthal Thema. Wolfgang Müller informierte, dass die 
Landesregierung in Düsseldorf weiter voll zu der Reaktivierung stehe. Dies 
habe man ihm in verschiedenen Gesprächen zugesichert. 

Kauf-Verhandlungen ins Stocken geraten 

Zurzeit seien allerdings die Verhandlungen über den Kauf der Strecke 
zwischen dem Kreis Euskirchen und der Deutschen Bahn AG ins Stocken geraten. 
Der VRS, so Müller, lasse zudem derzeit prüfen, wie der Fahrbetrieb und die 
Unterhaltung der Infrastruktur auf den Strecken Euskirchen-Zülpich-Düren 
sowie Kall-Hellenthal organisiert werden könne. 

Müller ging in diesem Zusammenhang auch auf die erfolgreiche Reaktivierung 
der so genannten Eifelquerbahn von Andernach nach Kaisersesch ein. Erste 
Zahlen belegen, dass die Reaktivierung der Strecke im Tourismussektor ein 
Wachstum von gut 20% hervorgerufen hat. Die Entwicklungsmöglichkeit werde im 
Schleidener Tal noch nicht genug berücksichtigt, so Müller. 

"Ein ordentliches Angebot schafft auch ordentliche Nachfrage", brachte es 
Werner Reitz auf den Punkt. Mit Unverständnis reagierten die Mitglieder, 
dass die Gegner der Reaktivierung in der jüngsten Vergangenheit immer wieder 
alte Argumente vorbrachten, die bereits längst entkräftet sind. 

"Da kommen keine neuen Aspekte, sondern die alten werden immer wieder 
ausgepackt", meinte Reitz. Dies zeige, dass den Gegnern langsam die 
Argumente ausgehen. 

Im kommenden Jahr will die BUBI mit verschiedenen Aktionen wieder Werbung 
für die Reaktivierung machen. So wird beispielsweise über die Einrichtung 
eines verkehrspolitischen Stammtisches nachgedacht. 

Kölnische Rundschau 7.12.01


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Höddelbusch: Aller guten Dinge sind drei...

Am 30.11. wurden in Höddelbusch Panzer verladen. Im Einsatz waren gleich 3 (!) Lokomotiven der Baureihe 212 (212 057-4, 212 275-2 und 212 306-5).
Möglicherweise war dies der letzte DB Cargo-Einsatz auf dieser Strecke.
 
Panzerzug mit 212 057-4 und 212 275-2. Auf dem Streckengleis Kall - Hellenthal steht 212 306-5, ... ... die bis Kall den Zug schob, von Kall in Richtung  Köln aber führte. Fotos: Peter Weber.


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Arbeiten am Busbahnhof in Hellenthal gehen zügig voran 
Das Soll ist für dieses Jahr erfüllt

Von Bernd Kehren 

Hellenthal. Ein gutes Tempo hat die bauausführende Firma am Hellenthaler Busbahnhof vorgelegt. "Was wir bis zum Einbruch des Winters erledigen wollten, ist erledigt", ist Hellenthals Bauamtschefin Marion Duisberg mit dem Fortschritt der Bauarbeiten sehr zufrieden. Ab der kommenden Woche wird die Beschilderung vorgenommen, dann können auf der Park & Ride-Anlage Pkw abgestellt werden. Um vor Jahresende zusätzlich ein wenig für die Optik zu tun, werden noch einige Erdarbeiten durchgeführt. Dann ist das Soll für dieses Jahr erfüllt. 

Immer wieder wurden in der Bevölkerung kritische Stimmen laut, wie eine Gemeinde, um deren Finanzen es nicht zum Besten bestellt ist, ein solch großes Projekt überhaupt in Angriff nehmen kann. Die Maßnahme verschlingt immerhin eine Million Mark. Der Bund fördert das Vorhaben aber mit 75 Prozent und das Land schustert noch einmal 15 Prozent hinzu. Hierbei handelt es sich um Fördergelder für Verkehrslenkungsmaßnahmen. Die Gemeinde Hellenthal muss demnach nur 100000 Mark für die Schaffung des Busbahnhofes samt Park & Ride-Anlage bezahlen. Für dieses Geld hätte normalerweise nicht einmal die Parkfläche mit gesichertem Untergrund versehen und geteert werden können. 

Der Plan des Ingenieurbüros von Hubert und Monika Linscheidt aus Broich sieht für das Frühjahr noch den Bau der Wartehalle und die Gestaltung der Grünanlagen vor. Dann wird auch die Kreuzung an der Kölner Straße etwas anders aussehen. 

63 Stellflächen sind auf der Park & Ride-Anlage, die in einen Wendehammer mündet, entstanden. Am Bahnsteig sind für den Fall, dass die Bahnstrecke Kall-Hellenthal reaktiviert wird, schon L-Steine gesetzt worden, so dass hier dann nur noch der Bahnsteig geteert werden muss. Vom Bus aus könnte man dann direkt in die Bahn umsteigen. 

Busse und Pkw werden im Einbahnstraßenverkehr um die Wartehalle geführt. Vier Busse können hier gleichzeitig halten. Für einen zusätzlichen Touristenbus wurde eine eigene Haltebucht angelegt. Hier sollen aber auch Linienbusse abgestellt werden können, die eine Wartezeit überbrücken müssen. Bisher mussten sie zum Teil auf den Parkplatz an der Grenzlandhalle ausweichen. 

Wartehalle wird mit viel Glas versehen 

Die Wartehalle wird in einer Größe von 13 mal 4 m errichtet. 21 Räder können drinnen und draußen abgestellt werden. Sitzgelegenheiten stehen den Fahrgästen im eigentlichen Warteraum, in dem die Fahrpläne zu finden sind, zur Verfügung. Dem Warteraum schließen sich zwei Toiletten an, eine behindertengerecht ausgebaut. Die Wartehalle wird mit viel Glas versehen. Damit wird sie einsehbar, was auch möglichem Vandalismus vorbeugen soll. 

Im kommenden Jahr wird in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßenbau auch der Kreuzungsbereich umgestaltet. Hier wird eine Abbiegespur aus Richtung Schleiden zum Busbahnhof angelegt und eine vom Ort aus in die Rathausstraße. Diese Kosten sind in der Gesamtsumme enthalten. 

Der Busbahnhof wird mit pflegeleichtem Grün versehen: Kriechgewächse und meist Kugelakazien sollen hier wachsen. Um die Wartehalle werden blühende Pflanzen eingesetzt. 

Kölnische Rundschau vom 29.11.2001


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Dahlemer fürchten Wegfall ihrer Buslinien 
CDU plädiert gegen Reaktivierung der Bahn

Dahlem. Die CDU in Dahlem befürchtet, vom Netz der KVE in Richtung Schleidener Tal abgeschnitten zu werden. Dies haben Vertreter der KVE in der Bauausschussitzung im August in Dahlem erklärt. 
Das wäre nämlich dann der Fall, wenn von Kall in Richtung Hellenthal die Bahnstrecke aktiviert würde. 
Nach Auskunft der KVE-Vertreter wird dann der Ort Schmidtheim vom geplanten System ausgeschlossen und nicht mehr angefahren. 
"Das darf nicht sein", forderte CDU-Fraktionssprecher Hans Josef Schmitt die Verwaltung auf, im Rahmen ihrer Vertretung in der KVE gegen das Vorhaben der Bahnstreckenaktivierung zu votieren. 
Einige Ratsmitglieder erinnern sich noch an ihre Schulzeit in Schleiden. Damals musste die Bahn genommen werden. Von Dahlem und Schmidtheim ging es zunächst mit dem Zug nach Kall und dort in die überfüllte Flitsch. 
Damit waren die Dahlemer Schüler eine Stunde länger unterwegs als andere, die direkt mit dem Bus zur Schule gefahren wurden. 
"Wir wollen nicht mehr in die Zeit der 50er und 60er Jahre zurückfallen", sagte Schmitt.
Nach Meinung der CDU würde der zurzeit funktionierende Busverkehr von Dahlem in die weiterführende Schulen nach Schleiden Gefahr laufen, zur Stärkung der Bahnlinie eingestellt zu werden. 

Kölnische Rundschau vom 24.11.2001. 


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Neuer Busbahnhof mit Zugang zum Bahnsteig

Mit Abbiegespuren sind künftig auch die neuen Pendlerparkplätze in der Ortsmitte erreichbar. 

Hellenthal - Die Gemeinde Hellen¦thal baut zurzeit neben dem früheren Bahnhof einen großen neuen Busbahnhof mit Park & Ride-Anlage. Als die Bauarbeiten vor einigen Wochen begannen, wurde das "Matschloch", das bisher als zentrale Anlaufstelle für die Linienbusse im Kernort diente, zunächst noch einmal beträchtlich größer. Doch inzwischen stehen die Bordsteinreihen, die Fahrbahnen und Bürgersteige trennen. Man kann schon recht gut erkennen, wie das Ganze einmal werden soll. 

Laut Bauamtschefin Marion Duisberg werden momentan die Fahrbahnen geteert. Diese Arbeiten müssten bis heute abgeschlossen sein. Danach habe man noch zehn Werktage mit Pflasterarbeiten zu tun, und dann könne der Winter kommen. Das vom Rat in Auftrag gegebene neue Buswartehäuschen werde man erst im Frühjahr bauen und den endgültigen Anschluss an die Kölner Straße auch. Während des Anschlusses an die stark befahrene Bundesstraße sieht Marion Duisberg noch einige logistische Probleme. Es werde nicht einfach, erklärte sie, in dieser Zeit im fließenden Verkehr die Linienbusse aufzustellen. 

Angeschlossen wird der neue Busbahnhof nicht, wie zwischenzeitlich einmal geplant, mit einem Kreisel, sondern mit Abbiegespuren auf der Kölner Straße. Der "Kreisel" entsteht dann auf dem Busbahnhof selbst. Die Linienbusse können nach Fertigstellung der Anlage in einem Kreisbogen um eine zentrale Fläche herumfahren, auf der das große neue Buswartehäuschen mit überdachtem Fahrradabstellplatz errichtet wird. Das Häuschen sei nach vorne und nach hinten offen, erklärte Marion Duisberg, so dass man es auch bei einer Reaktivierung der Bahnlinie weiter nutzen und durch den hinteren Ausgang bequem den Bahnsteig erreichen könne. 

Im hinteren Bereich der Fläche, in Richtung Grenzlandhalle, wird eine Park & Ride-Anlage mit 63 Stellplätzen errichtet, die es Leuten aus dem schlecht erschlossenen Hel¦len¦thaler Hinterland ermöglicht, mit dem Auto in den Kernort zu fahren und dort am neuen Busbahnhof auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Alles in allem wird die Umgestaltung des Busbahnhofes eine Million Mark kosten. Wie man das finanziert, wenn man nur einen hoch defizitären Gemeindehaushalt und ein von der Bezirksregierung abgelehntes Haushaltssicherungskonzept hat, wusste Marion Duisberg ganz genau: "Die Maßnahme wird von Bund und Land mit 90 Prozent gefördert." Der vorherige Zustand sei nicht mehr haltbar gewesen, denn die Leute hätten tatsächlich in Matsch und Pfützen ein- und aussteigen müssen. Für eine provisorische Reparatur des Platzes hätte die Gemeinde keine Förderung bekommen. Das wäre teurer geworden als die 100 000 Mark Eigenanteil, den die Gemeinde jetzt für den schönen neuen Busbahnhof aufbringen müsse. 

Quelle: Kölner Stadtanzeiger vom 14.11.2001. 


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Oleftalbahn
Interessenten stehen schon Schlange

Schleiden - An der Reaktivierung der Oleftalbahn sind neben der Dürener Kreisbahn (DKB) die Rhein-Sieg-Eisenbahn, die Pregnitzer Eisenbahn, die Bauträgerfirma Schotter und Schmitz sowie die Regio Rheinbach sehr interessiert. 
Das erfuhren Stadtrats- und Kreistagsmitglieder bei einer Informationsveranstaltung, zu der die CDU-Fraktion ins Schleidener Rathaus eingeladen hatte.

Nach wie vor sind die Verhandlungen mit der "DB-Immobilien" über den Erwerb der Strecke nicht abgeschlossen. Immerhin ist der Kaufpreis pro Quadratmeter von ursprünglich 20 Mark auf 3,50 Mark gesunken.
Die Kreisverwaltung versucht, den Kaufpreis weiter zu drücken. Für die eigentliche Reaktivierung sind nach dem Planungsstand von 1999 etwa 38 bis 39 Millionen Mark veranschlagt.

Darin enthalten sind neben der Totalsanierung auch der Kaufpreis der Strecke und die Anschaffung von zwei Triebwagenzügen vom Typ "Regiosprinter", den die Dürener Kreisbahn auch auf der Rurtalbahn einsetzt. 
Jeder Zug hat 150 Sitzplätze und 170 Stehplätze, so dass er insgesamt 320 Personen befördern kann. 

Keine Kosten 

Zur Finanzierung stehen zwei Varianten zur Auswahl: Nach der einen übernimmt das Land 90 Prozent der Sanierungskosten, zahlt aber keinen Betriebskostenzuschuss.
Die Alternative ist ein Betriebskostenzuschuss des Landes von 15,60 Mark pro gefahrenem Zug-Kilometer, garantiert für 15 Jahre. 

Bei der zweiten Alternative geht die Dürener Kreisbahn davon aus, dass sich die Bahnlinie für den Kreis kostenneutral betreiben lässt. Vorausgesetzt, der Zug "verdient" 3,50 bis 4 Mark pro Kilometer aus dem Fahrkartenverkauf. 
Sollte der Fahrkartenverkauf hinter den Plänen zurückbleiben, übernehme die DKB dieses Risiko, erklärte deren Geschäftsführer Alfter.
Er ist aber zuversichtlich, dass nach einer gewissen Anlaufzeit ein tägliches Passagieraufkommen von 2000 Fahrgästen pro Tag zwischen Kall und Hellenthal realisierbar ist.

Auf der - durchaus vergleichbaren - Bahnstrecke zwischen Heimbach und Düren ist die Zahl der Fahrgäste seit der Übernahme durch die DKB von 300 auf 2500 täglich gestiegen. 
Zur Zeit ist geplant, die Züge morgens und abends im Halbstundentakt und sonst einmal pro Stunde verkehren zu lassen. 
Die neuen Bahnübergänge sollen durch eine Fernsteuerung geregelt werden. So lassen sich beträchtliche Personalkosten sparen, und es sind auch Zugfahrten in den späten Abendstunden möglich. Auf dem Olefer Dorfplatz soll der Zug im Schritttempo fahren. 

Quelle: Kölnischer Stadtanzeiger vom 15.06.2001.


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"Zwei-Wege-Fahrzeug"
Vom Bahngleis direkt auf die Straße

Von Manfred Lang

Kall/Hellenthal - Im Falle einer Wiederinbetriebnahme der  Eisenbahnstrecke Kall-Hellenthal soll ein so genanntes  "Zwei-Wege-Fahrzeug" zum Einsatz kommen, wie es auch für die zu  reaktivierende Lokalbahn Euskirchen-Düren vorgesehen ist. 

Das teilte Landrat Günter Rosenke am Mittwoch dem Planungsausschuss des Kreistages mit. Ein solches "Zwei-Wege-Fahrzeug", so erläuterte Rosenke dem "Kölner Stadt-Anzeiger" gestern, könne sowohl auf Bahngleisen fahren als auch normale Straßen benutzen. 

Betonplatten 

An verschiedenen Stellen der Bahnstrecken Euskirchen-Düren und  Kall-Hellenthal sollen Betonplatten gegossen werden, auf denen der  zwölf Meter lange und 2,55 Meter breite Schienenbus seine  Eisenbahn-Räder hydraulisch hochfahren und "normale" Busreifen  herunterlassen kann. Alsdann kann das bis zu 45 Passagiere fassende "Zwei-Wege-Fahrzeug"  vom Typ "Duotrans" den Schienenstrang verlassen und über normale  Autostraßen weiterfahren.

Das hat laut Rosenke überall dort Sinn, wo es sich nicht lohnt, einen eigenen Zubringer-Verkehr mit Bussen oder Anruf-Sammeltaxen (AST) zu den Bahnstationen hin zu organisieren. In solchen Bereichen soll das "Zwei-Wege-Fahrzeug" die Eisenbahngleise verlassen, über die Dörfer fahren und seine Fahrgäste einsammeln. 

Die Kapazität von rund 45 Passagieren sei auf der Strecke Kall-Hellenthal aber nicht ausreichend, sagte Rosenke: "Es ist aber  möglich, das Zwei-Wege-Fahrzeug wie einen Gelenkbus auszustatten, so dass wir 80 Fahrgäste pro Verbindung befördern können." 
Das sei besonders morgens und mittags wegen des "Schülerspezialverkehrs" erforderlich.

Der Landrat stufte die Wahrscheinlichkeit der Wiederinbetriebnahme der Urft-Olef-Bahn gestern als "keineswegs gering" ein. Allerdings gestalteten sich die Verhandlungen zur Übernahme der Strecke mit der DB-Immobilien-Gesellschaft äußerst zäh. 

600 000 Mark 

Rosenke: "Gleichwohl verbuche ich es als Teilerfolg, dass wir den Verkaufspreis schon von 1,2 Millionen auf 600 000 Mark gedrückt haben." Aber auch die jetzt zur Rede stehenden 4,50 Mark pro Quadratmeter seien "alleine wegen der zu erwartenden Altlasten auf der Strecke indiskutabel". 

Rosenke will sich nicht nur bemühen, den Verkaufspreis weiter herunterzuhandeln, sondern in Verhandlungen mit mehreren interessierten Privatbahn-Betreibergesellschaften auch ein Betriebsmodell zu entwickeln, "das den Kreis Euskirchen finanziell schadlos stellt". Das heißt: Der Kreis will für die Wiederinbetriebnahme der Strecken  Euskirchen-Düren und Kall-Hellenthal möglichst wenig oder im günstigsten Fall auch gar kein Geld ausgeben. 

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 27.04.2001 (Internet).
 

Kommentar

Kennt jemand diesen "Duotrans". Oder ist das ein Hirngespinst des Landrats zum Zwecke der Verschiebung der Reaktivierung auf den St.Nimmerleinstag?

Das Letzte was so funktionierte war wohl der Straßen-Schienenomnibus. Holt man den aus dem Museum? Oder ist eher so etwas wie die "Busbahn"- System gemeint, die es wohl irgendwo in Frankreich gibt und die in Ulm kontrovers diskutiert werden?

Das liest sich alles so ungeheuer konkret, aber mir ist zu einem existierenden Fahrzeug dieser Art nichts bekannt. Das Lokaljournalisten einfach nichts hinterfragen ist wirklich ein Aergernis. Wo ist da der Berufsethos?

Schönen Gruß,

Edmund

mailto:e.lauterbach@gmx.de

-- Reiseberichte und andere Geschichten -- Bahnen in Bonn --
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Militärverkehr ab Höddelbusch

Der Militärzug war heute morgen mit 212 255 bespannt und hatte ca. 2 Stunden Verspätung. Da die Güterwagen bereits seit Montag in Höddelbusch standen erfolgte die Hinfahrt mit nur einem Reisezugwagen. Auf der Rückfahrt hing dieser bis Kall dann am Zugende. Hab trotz strömenden Regens *versucht*, ein paar Bildchen zu machen.
Gemäß Pressemitteilungen ist das vorerst der letzte Panzerzug da wegen MKS zunächst keine weiteren Manöver in Vogelsang mehr stattfinden werden...

MORAC

Auch die Nordeifel wird am Sanierungskonzept der Bahn im Güterverkehr zu
leiden haben: In einer aktuellen Übersicht der Güterverkehrsstellen, die
auch in Zukunft weiterbetrieben werden sollen, und die sich auf der
Internetseite der DREHSCHEIBE findet entdeckte ich in der Nordeifel
lediglich noch Derkum, Euskirchen, Mechernich und Zülpich. Auch wenn diese
Liste nicht unbedingt endgültig sein muß bedeutet das den Verlust des
Güterverkehrs auf der Strecke Euskirchen - Bonn, sowie der Verladestellen
Weilerswist und Höddelbusch. Zumindest in letzterem Fall ist allerdings eine
Zustimmung der Bundeswehr erforderlich.

Christian


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Hellenthal: Bau des Busbahnhofes am Hellenthaler Bahnhof
Bürgermeister Ernst konnte Verhandlungen mit Bahn AG über den Busbahnhof abschließen - Ein Bahnsteig wird auch angelegt

Von Bernd Kehren

Hellenthal. Für Bürgermeister Manfred Ernst war es wie eine Weihnachtsüberraschung. Zwei Tage vor Heiligabend flatterte bei ihm ein Zuwendungsbescheid des Landschaftsverbandes ins Haus. Mit diesem Brief wurden die 90 Prozent Zuschuss bewilligt, die der Landschaftsverband für den Bau des Busbahnhofes am Hellenthaler Bahnhof beisteuert. Insgesamt kostet dieses Projekt etwas über eine Million Mark.

Damit nicht genug. Kurz vorher konnte Bürgermeister Ernst nach langen Verhandlungen auch die Grundstücksfragen mit der Deutschen Bahn AG klären. Von der Bahn benötigte die Gemeinde nämlich noch zwei Grundstücke in diesem Bereich, um den Plan für den Busbahnhof umsetzen zu können. Das eine Grundstück befindet sich direkt am Gelände des Busbahnhofes selbst, das zweite an der hinten anschließenden Fläche, wo ein Park & Ride-Platz entstehen wird.

Kaum sind die Voraussetzungen zur Umsetzung der Maßnahme unter Dach und Fach, hat die Gemeinde bereits mit den Vermessungsarbeiten begonnen.

Der Busbahnhof soll direkt neben dem alten Bahnhofsgebäude entstehen, wo ein Getränkemarkt und drei Wohnungen untergebracht sind. Daran schließt sich ein Park & Ride-Platz an, auf dem 65 Fahrzeuge abgestellt werden können. Zwei Plätze werden für Behinderte reserviert. Dieser Parkplatz dient zunächst den Pendlern, die mit dem Bus weiterfahren. Sobald die Bahnstrecke Kall - Hellenthal realisiert wird, kann von hier aus auch die Bahn genutzt werden. Durch den Grundstückskauf kann direkt am Gleis ein Bahnsteig geschaffen werden.

Bauamtsleiterin Marion Duisberg und Konrad Stoll, neuer Hauptamtsleiter für den in Pension gegangenen Walter Hanf, und Rudolf Westerburg, Sachgebietsleiter Liegenschaften, erläuterten gestern die Planung. Marion Duisburg aus Wollenberg arbeitet seit dem 1. Dezember bei der Verwaltung. Vorher war sie freiberuflich als Bauingenieurin tätig.

Am künftigen Busbahnhof werden die Busse von der Kölner Straße im Einbahnverkehr rund geführt. Nur direkt an der Zufahrt zur Kölner Straße findet Begegnungsverkehr statt. Fünf Haltestellen für Busse werden in diesem Breich ausgewiesen. Eine Haltestelle wird für Touristenbusse als Parkplatz reserviert. An einer Wartehalle wird auch eine Rufsäule für Sammeltaxen errichtet, die ebenfalls am Busbahnhof halten. Die jetzige Bushaltestelle an der Kölner Straße verschwindet.

Zusätzlich wird eine überdachte Abstellfläche für Fahrräder mit 30 Stellplätzen entstehen.

Die Gemeinde will auch den Kreuzungsbereich vor dem Bahnhof an der Kölner Straße neu gestalten. Die Pläne hierfür liegen dem Rheinischen Straßenbauamt vor, werden aber noch geprüft. Die Fahrbahn soll hier verengt werden. Vorgesehen sind zwei Querungshilfen, eine in Höhe des alten Bahnhofs und eine in Höhe des "Weißen Hauses", wie die Nebenstelle des Rathauses genannt wird. Die Zustimmung des Rheinischen Straßenbauamtes steht aber noch aus.

Quelle: Kölnische Rundschau vom 16.01.2001 (Internet).


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Kreis verhandelt noch mit Bahn
Erst wird nach Altlasten gesucht

Schleiden. Über die erheblichen Verspätungen auf der Eifelstrecke, die die "Rundschau" in ihrer Dienstagausgabe kritisierte, will sich Landrat Günter Rosenke "massiv" bei der Bahn beschweren. Dies teilte er am Dienstag in einem Pressegespräch im Kreishaus mit.

Derweil steckt der Kreis noch tief in den Verhandlungen über den Kauf der Bahntrasse Kall-Hellenthal. Von ursprünglich 1,2 Millionen Mark, so Rosenke, habe man die beiden Verhandlungspartner (DB Netz für den noch genutzten Teil von Kall bis Höddelbusch und DB Immobilien für die Trasse bis Hellenthal) auf 700.000 Mark gedrückt. Aber das sei immer noch zu teuer. Wobei: Für die eine Mark, die vor Jahren verlangt wurde, wird die Trasse nicht mehr zu haben sein.

Gebremst werden die Verhandlungen derzeit durch eine Altlastenuntersuchung. Der Kreis will die Katze nicht im Sack kaufen. Derzeit, so Rosenke, nehme die DB Immobilien die Trasse unter die Lupe. Untersucht wird unter anderem, ob hier verunreinigter Schotter oder schadstoffbelastete Bahnschwellen vorhanden sind.

Allerdings, so Rosenke, sei der Kreis nicht unbedingt erpicht darauf, die Trasse selbst zu kaufen. Hier gebe es mit der Dürener Kreisbahn auch einen privaten Interessenten. Die DKB hatte bereits gegenüber dem Kreis Interesse bekundet, die zu reaktivierende Bahnlinie Kall-Hellenthal betreiben zu wollen.

Für Rosenke ist das nicht verwunderlich: "Vor allem, wenn Schülerverkehr darüber fließt, ist das ein lukratives Geschäft." Denn die Fördertöpfe des Landes seien voll. Mittlerweile würden nicht nur Defizite bei den Betriebskosten, sondern auch Investitionen mit 50 Prozent vom Land gefördert.

Interesse habe die Dürener Kreisbahn außerdem an der Bahnlinie Düren-Euskirchen. Die seinerzeit von einem Gutachter veranschlagte Investition von 150 Millionen Mark zur Ertüchtigung dieser Trasse hält Rosenke für entschieden zu hoch angesetzt: "Aber auch die Hälfte wäre noch viel."

Quelle: Kölnische Rundschau vom 11.01.2001 (Internet).