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update: 27.12.2001]
Strecke Andernach - Gerolstein
Eifelquerbahn 2001 [zurück zur Übersicht] 27.12.2001
"Eifelquerbahn": Belege zu dieser Bezeichnung vor 1980 gesucht! (PW)
Seit wann wird der Begriff "Eifelquerbahn" verwendet? Wer hat Belege für die Bezeichnung VOR dem Jahr 1980? Meldungen (Quellenangaben) bitte per eMail. Peter Weber
Ausrangierter Waggon aus der Alpenrepublik dient künftig als Raststätte am Dauner Bahnhof – Per Kran von Schienen gehievt Von unserem Mitarbeiter Helmut Gassen Da bedurfte es schon zweier bärenstarker Kranwagen, um den Waggon von den Schienen zu hieven. Foto: Helmut Gassen DAUN. Der Weihnachtsmann macht Wünsche wahr: Pünktlich zum Fest bekamen die Eisenbahnfreunde Vulkaneifel ihren lang ersehnten Eisenbahnwagen aus Gerolstein. Um 12.03 Uhr am Freitag war es endlich soweit. Lauthals rufend "er kommt", kam der zehnjährige Alexander Pitzen in die ehemalige Gaststätte des Dauner Bahnhofs gelaufen, wo der Vorsitzende der Eisenbahnfreunde Vulkaneifel Klaus Manderscheid und einige andere Mitstreiter warteten. Udo Stritzke hatte die lange Wartezeit der Dauner Eisenbahnfreunde auf einem kleinen Spickzettel sogar genau ausgerechnet: 294 Tage und 16 Stunden oder genau 7072 Stunden hat es seit der Vereinbarung, die am 1. März dieses Jahres mit dem Gerolsteiner Verein Eifelbahn geschlossen wurde, gedauert, bis der Reisezugwagen der österreichischen Bundesbahn endlich in Daun angekommen ist. Zwei Riesenkräne mit 40 und 60 Tonnen Traglast standen schon bereit, um den 26,40 Meter langen und 46 Tonnen schweren Waggon auf die bereitliegenden Gleisstücke zu heben. Und das ging ziemlich reibungslos ab: Um 12.55 Uhr stand der Wagen auf seinem letzten Abstellgleis, den beiden Gleisstücken, wo er dann noch angeschweißt wurde. Die Vorgeschichte dieses Transfers "mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 2,8 Zentimeter am Tag", wie es Udo Stritzke ausgerechnet hatte, ist lang. Zwei Fakten spielten für die Eisenbahnfreunde eine wichtige Rolle: Erstens erschwerte die in den vergangenen Jahren immer stärker forcierte Stilllegung der Strecken in und um Daun den Bahnbetrieb, zweitens hatten die Eisenbahnfreunde Vulkaneifel keine Unterstellmöglichkeit für ihre Kleinlokomotiven. Die Folge war, das die Fahrzeuge rosteten und auch mutwillig demoliert wurden. Da die Gerolsteiner Eisenbahnfreunde Unterstellmöglichkeiten hatten, wurde beschlossen, die Rangier- und zwei Kleinloks sowie zwei Draisinen in Gerolstein zu parken. Das war am 1. März dieses Jahres. Gleichzeitig hatte die Stadt Daun den Verein
gefragt, ob er die Bewirtung der Radfahrer, die den Maare–Mosel-Radweg
benutzen, übernehmen könne. Und weil das ehemalige Stellwerk
abgerissen wurde – weil eine Sanierung zu teuer gewesen wäre –, wurde
die Idee geboren, einen Waggon zu diesem Zweck zu nutzen.
Bremsen und Puffer mussten überprüft werden Doch mit der Realisierung dauerte es noch eine Weile: Das Eisenbahnbetriebsamt hatte immer wieder Einwände, vor allem musste vor einem Transport von Gerolstein nach Daun eine so genannte "Lauffähigkeitsbescheinigung" ausgestellt werden. Die gab's aber erst, nachdem die Bremsen und die Puffer noch Einmal überprüft in für in Ordnung befunden waren. "Wenn der Wagen so oft gekommen wäre, wie er sollte, hätten wir einen ganzen Zug hier", erinnert sich Klaus Manderscheid. Jetzt ist er da, und damit fängt die Arbeit für die Eisenbahnfreunde Vulkaneifel erst an. Sitzreihen müssen entfernt werden, damit ein Aufenthaltsraum geschaffen werden kann. Und auch das äußere Bild lässt noch zu wünschen übrig. Wilde Graffiti "zieren" zur Zeit noch den Wagen. Doch Farbe steht schon bereit. Jens Jenssen und Sven Krolczik, die auch schon anderen Objekten ein buntes Aussehen verpasst haben, werden den Wagen demnächst mit einem Bild der Vulkaneifel verzieren. Auch Toiletten und einen Umkleideraum wird der Wagen im Frühjahr zum Start der Radsaison bieten. Bewirten werden die Eisenbahnfreunde die Gäste von April bis Ende Oktober. Trierischer Volksfreund
vom 27.12.2001
Kommentar: Kommentar siehe unten. Wer kann genaue Angaben zu den Kosten der Aufstellung des Wagens machen? Wer kennt die Kosten für den Abriss des Stellwerks? (Angaben werden auf Wunsch auch vertraulich behandelt!) Peter Weber
Genehmigung im zweiten Anlauf: Altes Gebäude am Bahnhof abgerissen – Mehr Fahrgäste als erwartet Von unserem Redakteur STEPHAN SARTORIS Platz schaffen für den Reisewagen: Das alte Stellwerk ist mittlerweile komplett abgerissen. Foto: Helmut Gassen DAUN. Das Ende des "Bewirtungs-Notstands" am Bahnhof ist absehbar: Wenn der Reisezugwagen am Bahnhof seinen endgültigen Stellplatz gefunden hat, können dort Radfahrer und Zugreisende einkehren. Lange wurde diskutiert und verhandelt: Die Kreisverwaltung hatte zunächst aus Denkmalschutzgründen keine Genehmigung für den Abriss des Stellwerks erteilt, im zweiten Anlauf dann aber doch zugestimmt. Der Kompromiss: Statt wie ursprünglich
geplant das Stellwerk und den gleich daneben gelegenen Anbau am Bahnhof
abzureißen, bleibt der Anbau nun stehen und soll, wenn das Geld dafür
vorhanden ist, saniert werden.
Umkleidemöglichkeit für Radfahrer Das letzte Stündchen des Stellwerks schlug am Mittwoch: Der Bagger rückte an, um das aus den 30er Jahren stammende Gebäude abzureißen. Das Stellwerk muss dem Reisezugwagen weichen, den die Dauner Eisenbahnfreunde von ihren Kollegen vom Verein Eifelbahn aus Gerolstein bekommen. Der Wagen soll nicht nur als Bewirtungsstätte dienen, es wird auch zwei Toiletten geben und eine Umkleidemöglichkeit, wichtig vor allem für die Radfahrer, die von Daun aus zu einer Fahrt auf dem Maare-Mosel-Radweg starten. Der Wagen verfügt über neun Abteile mit je sechs Sitzplätzen und ist damit viel geräumiger als das Stellwerk, das ohnehin sanierungsbedürftig war. Bewirtschaftet wird der Wagen von den Eisenbahnfreunden, die einen entsprechenden Vertrag mit der Stadt geschlossen haben. Die für die Aufstellung des Wagens erforderliche Baugenehmigung ist mittlerweile von der Kreisverwaltung erteilt worden. Verzögern wird sich aber noch der Abriss der maroden Überführung über dem Fußgängertunnel zwischen mittlerem Bahnsteig und Bahnhofsgebäude. Mit dem Maare-Mosel-Radweg und der Wiederaufnahme der regelmäßigen Zugfahrten zwischen Gerolstein und Kaisersesch hat sich der Bahnhof als wichtiger Anlaufpunkt für Touristen, aber auch für viele Einheimische entwickelt. Die bisherigen Fahrgastzahlen der Züge hätten alle Erwartungen übertroffen, berichtet Jörg Petry vom Verein Eifelbahn. Quelle: Trierischer
Volksfreund vom 24.08.2001 (Internet).
Kommentar: Es ist nicht mehr viel übrig geblieben vom Dauner Bahnhof. Wenn man ihn aus früheren Jahren kennt oder ältere Fotos sieht (z.B. von Hermann Grüter), dann kommen einem die Tränen! Fragt sich nur noch, wann das Empfangsgebäude mit dem angebauten (und fürchterlich beschmierten) Güterschuppen der Abrissbirne zum Opfer fällt... Wie in vielen anderen
Fällen liest man nach dem Verschwinden (Abriss) in der Presse immer
von einem "Muss", dass es aber fast immer nicht gegeben hat. Hätte
das Empfangsgebäude nicht Platz für eine "Bahnhofsgaststätte"
geboten?
Peter Weber
Einen Bericht über die Gleisbauarbeiten
in Dockweiler finden Sie unter http://www.dockes.de/gb1.htm
DAUN/KAISERSESCH. (HG) Nach zwei Verschiebungen und viel Vorbereitung rollt sie wieder: die Eifelquerbahn von Gerolstein nach Kaisersesch. Am Bahnhof Kaisersesch wurde nun offiziell die Eröffnung gefeiert. Im April dieses Jahres wurden bei der Zweckverbandsversammlung in Daun die Weichen für die Reaktivierung der Eifelquerbahn gestellt. Nachdem der Starttermin zwei Mal verschoben wurde, ist die "schönste Nebenstrecke im gesamten nördlichen Rheinland-Pfalz", wie sie Stephan Pauly vom Zweckverband Schienennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord nannte, nun seit vier Wochen in Betrieb. Als dreijähriger Versuch startet das neue touristische Angebot der zwei Verbandsgemeinden Cochem-Zell und Daun in die raue Wirklichkeit und soll sich nun bewähren. Nostalgische Emotionen zu vermarkten, das ist das Ziel des Arbeitskreises Eifelquerbahn und den Verbandsgemeinden. Nur an den Wochenenden und an Feiertagen kann das neue touristische Highlight in der dreijährigen Testphase im Zwei-Stunden-Takt genutzt werden und bietet damit Gästen und Einheimischen die Möglichkeit, an der Strecke liegende Regionen und Ausflugsziele ohne Auto zu erreichen. Mit Dampflok- und Führerstandsfahrten und sowie musikalischer Umrahmung wurde der Bevölkerung am Bahnhof Kaisersesch das neue Konzept vorgestellt. Mit dem Schienenbus aus Gerolstein kamen neben VG-Bürgermeister Ewald Mattes (Kaisersesch) auch Landrat Heinz Onnertz und der Ulmener Verkehrsamtsleiter Achim Nehrenberg angereist. Angenehm überrascht war Jörg Petry, 1. Vorsitzender des Vereins Eifelquerbahn und Betreiber der Eifelbahn über die bereits nach vier Wochen große Resonanz auf das Angebot: "Wir haben mit 150 bis 200 Gästen pro Fahrtag gerechnet. Zur Zeit liegen wir aber bei 300 bis 400 Fahrgästen, was uns natürlich freut." Um die Strecke überhaupt wieder zu realisieren war es auch nötig, dass die beiden Landkreise Cochem-Zell und Daun "an einem Strang gezogen haben", wie Bürgermeister Ewald Mattes meinte. In der Reaktivierung der Eifelquerbahn sieht Mattes auch "einen wichtigen Schritt der touristischen Entwicklung unserer Region und aus unserer Sicht eine Anbindung an die Vulkaneifel." Mit einem jährlichen Betrag von 200 000 Mark wird der Zweckverband Schienennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord die Eifelbahn drei Jahre finanziell unterstützen und dabei das Verkehrsaufkommen auf der Strecke beobachten. Dass eine schlechte Auslastung der Eifelbahn für die Zukunft negative Folgen hat, verdeutlichte der gute Ratschlag von Stephan Pauly an die Bürger. "Nutzen Sie die Eifelbahn, denn von ihrer Inanspruchnahme wird auch unser Engagement in Zukunft für eine mögliche Reaktivierung dieser Bahn abhängen." Für die Fremdenverkehrsämter der Region und die Eifelagentur (ET) heißt dieser Ratschlag auch, Hinweise auf und Aktivitäten für die Freizeiteinrichtung Eifelbahn zu verstärken und die Feriengäste auf die neue Attraktion aufmerksam zu machen. Quelle: Trierischer Volksfreund vom 24.07.2001 (Internet).
Zu unserem Bericht über die erneute
Verschiebung der Eröffnung der
Ihr Bericht bezüglich der erneuten
Verschiebung des Termins der Eröffnung
Jürgen Helten Quelle: Trierischer Volksfreund vom 25.06.2001 (Internet).
Von unserem Redakteur STEPHAN SARTORIS DAUN. Bald ist es soweit: Am Bahnhof Daun werden nach mehreren Jahren "Zwangspause" wieder Personenzüge ein- und ausfahren. Im Zwei-Stunden-Takt werden in knapp einer Woche wieder Schienenbusse der Baureihe VT 96, die von der Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft im Bergisch-Märkischen Raum (EBM) eingesetzt werden, an den Wochenenden und an Feiertagen auf der Eifelquerbahn zwischen Gerolstein und Kaisersesch fahren und in Daun halten. Alles neu: Schienen, Schotter, Schwellen Zur Zeit werden auf einer Länge von 365 Metern das Schotterbett, die alten Schienen und Schwellen gegen neues Material ausgetauscht. Die Bauarbeiten sollen bis Mitte nächster Woche beendet sein, so dass am 16. und 17. Juni die Eröffnung des Schienenverkehrs gefeiert werden kann. Ursprünglich sollten die Züge schon ab Pfingsten verkehren, der Start wurde aber kurzfristig um zwei Wochen verschoben. Auch die Mitarbeiter des Bauhofs der Stadt Daun werden bis zum Auftakt der Zugfahrten am Bahnhof aktiv. Das Gelände soll gesäubert, aufgeräumt und soweit hergerichtet werden, dass der Bahnhof als einigermaßen passable Visitenkarte der Stadt präsentiert werden kann. Eine "Altlast" ist mittlerweile verschwunden: ein Stapel alter Reifen, der lange am Bahnhof deponiert war. Über die weiteren Maßnahmen der Stadt zur Verbesserung der Situation muss noch der Bauauschuss beraten. Geplant ist unter anderem, die baufällige Überdachung über den Fußgängertunnel zwischen den Gleisen abzureissen. Die Unterführung soll zugemauert und zugegossen werden. Geplant ist auch der Abriss des alten Stellwerks, was aber bislang von der Kreisverwaltung abgelehnt wurde, da das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Was tatsächlich noch am Bahnhof gemacht werden kann, ist auch eine Frage des Geldes, denn die Maßnahmen gelten als freiwillige Leistung der Stadt und müssen entsprechend von ihr bezahlt werden. Quelle: Trierischer Volksfreund vom 07.06.2001 (Internet).
Ab Pfingsten verkehren wieder Züge
auf der Eifelquerbahn - Pläne für
Von unserem Redakteur STEPHAN SARTORIS DAUN. Der Bahnhof ist demnächst nicht
mehr nur Ausgangspunkt des
Quelle: Trierischer Volksfreund vom 11.05.2001 (Internt).
Auf seiner Sitzung am 03. April 2001 hat die Versammlung des Zweckverbands RLP-Nord die Bestellung von Freizeitverkehren beschlossen. Daher erlebt die Eifelquerbahn im Abschnitt Gerolstein – Daun – Kaisersesch von Pfingstsamstag, 02. Juni bis Sonntag, 28. Oktober eine Renaissance des Wochenendverkehrs. Befahren wird die Strecke im 2-Stunden-Takt mit renovierten Schienenbusgarnituren der Baureihe Vt 96 (zwei- und dreiteilig) an Samstagen, Sonntagen und ges. Feiertagen – insgesamt 47 Einsatztage von Juni bis Oktober. Der Beschluss sieht eine Bestellung für drei Jahre vor. Kreuzungsbahnhof wird Daun sein – dort wird seitens der Stadt Daun bis zur Betriebsaufnahme eine Renovierung der Bahnsteiganlagen durchgeführt werden, um den Touristen und Fahrgästen ein freundliches Erscheinungsbild zu bieten. Neben günstigen Tarifen, kostenlosen Fahrradbeförderungen, Bewirtung im Zug, bieten wir auch besonders familienfreundliche Fahrpreise an. Erstmals seit der Stillegung im Januar 1991 und der Aufgabe des Wochenendverkehrs im Jahre 1975, können nun wieder Rundreisen über die kürzeste Verbindung vom Rhein zur Eifel unternommen werden. Zum Start am Pfingstsamstag, 02. Juni findet in Kaisersesch ein Bahnhofsfest mit musikalischer Umrahmung sowie Fahrzeugausstellung statt. Den vorläufigen Fahrplan
erhalten Sie in der Anlage als Datei zwecks Veröffentlichung.
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Quelle: Eifelbahn e.V.
Auf seiner heutigen Versammlung in Daun
hat der Zweckverband RLP-Nord die Bestellung touristischer Verkehre beschlossen.
GEROLSTEIN. (red) Über die künftige Nutzung der Eifelquerbahn und besonders über aktuelle Entscheidungen geht es beim heutigen Treffen der Arbeitsgruppe zur Reaktivierung der Eifelquerbahn um 17.30 Uhr im "Goldenen Fässchen" in Daun. Die Zusammenkünfte sind auch für Nichtmitglieder offen. Quelle: Trierischer
Volksfreund vom 03.04.2001 (Internet).
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