[last update: 25.09.2001]

Strecke Köln - Trier



Eifelstrecke

2001 (3) [zurück zur Übersicht]

23.09.2001 Schienenersatzverkehr Kall - Nettersheim (CMi)
21.09.2001 218 217 / Umlaufplan BR 218 (CM)
16.09.2001 Nur Müll? Sonderzüge zur Deponie Mechernich (PW)
05.09.2001 Bahnhof Liblar ist Zankapfelt (KRU)
28.08.2001 Heisse Nostalgiefahrt (KSTA)
28.08.2001 Grosseinsatz für Feuerwehr (KRU)
26.08.2001 Böschungsbrände zwischen Euskirchen und Weilerswist (CM/PW)
22.06.2001 Lissendorf/Birgel: Dampfzug fährt zum Mühlenfest (KSTA)
21.06.2001 Nettersheim krempelt den Eilzughaltepunkt um (KRU)
18.06.2001 Nettersheim: Bahnhofsfest (jetzt Eilzughaltepunkt) (KRU)
15.06.2001 Kyllburg: Debatte um Brandschutz im Wilsecker Tunnel (TV)
26.05.2001 Bahn braust mit "Eifel" durch die Eifel - Zugtaufe in Gerolstein (TV)
23.05.2001 Jünkerath: Fahrkartenausgabe wiedereröffnet (TV)
22.05.2001 Gerolstein: Zugtaufe an Vatertag (KSTA)
22.05.2001 Jünkerath: Fahrkartenausgabe wiedereröffnet (KSTA)
10.05.2001 Mechernich: Bahnhofsberg (KSTA)
03.05.2001 Jünkerath: Fahrkartenschalter wieder geöffnet (KSTA)
27.04.2001 Euskirchen: Planungsausschuss des Kreistages (KRU)
27.04.2001 Euskirchen: Planungsausschuss des Kreistages (KSTA)
19.04.2001 Baureihe 218 auf der Eifelstrecke: Personalschulungsfahrten (PW)
17.04.2001 Baureihe 218 auf der Eifelstrecke (CM)
17.04.2001 Änderungen zum Fahrplanwechsel (CMI)
13.04.2001 Satzvey 28.03.2001 (LP)
03.04.2001 Neues aus der Eifel (CM)
03.04.2001 Kall: Fassade beschmiert - Täter im Zug festgenommen (KRU)
 


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Schienenersatzverkehr Kall - Nettersheim

Am Sonntag, den 30.09.2001 findet aufgrund von Gleisbauarbeiten zwischen Kall 
und Nettersheim ganztägig Schienenersatzverkehr mit Bussen statt. Folgende 
zusätzliche Züge verkehren bzw. Fahrplanabweichungen wird es geben:

Zusätzlich:

RB 88583  KKD 06.38 --> Kall 07.53
RB 88587  KKD 07.38 --> Kall 08.53
RB 88615  KEU 20.29 --> Kall 20.53
RB 88584  Kall 08.06 --> KKD 09.17
RB 88612  Kall 20.06 --> KEU 20.26
RB 88616  Kall 21.06 --> KKD 22.17
RB 88720  Kall 22.06 --> KKD 23.15
Lr 88586    Kall 08.28 --> KEU 08.44
Lr 88588    Kall 09.03 --> KEU 09.18
Lr 88611    KEU 19.32 --> Kall 19.53
Lr 88619    KEU 21.32 --> Kall 21.53
Lr 88622    Kall 22.26 --> KEU 22.41 --> KKD 23.23
Lr 88570    SGR 07.40 --> KJU 07.55 --> Nettersheim 08.16
Lr 88571    SGR 08.15 --> KJU 08.30 --> Nettersheim 08.51

Außerdem verkehren mit neuer Fahrzeit auf dem Streckenabschnitt Nettersheim --
> Gerolstein:

RB 11431: N´heim: 07.50/B´heim:´57/S´heim:08.02/Dahlem:´06/J´rath:´11/L´dorf:´15/Oberb:´19/G´stein:´28

RE 22677: N´heim:20.46/B´heim:´53/J´rath:21.05/G´stein:´19

RE 22679: N´heim:22.46/B´heim:´53/J´rath:23.05/G´stein:´19

CMi


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218 217 (21.09.)

... wird die rot/beige 218 217 zum kleinen Planwechsel (29.9.) von Regensburg nach Trier umbeheimatet. Da die Maschine jedoch am 10.10. Fristablauf hat wird sie nur kurz in ihrer klassischen Lackierung unterwegs sein, ein AW-Aufenthalt in Bremen würde wohl unweigerlich eine Neulackierung in verkehrsrot mit sich bringen.
Bereits heute abend wird sie ihre Reise gen Nordwesten antreten, so daß sie morgen früh gemeinsam mit einer weiteren 218 sowie einer 140 Saarbrücken erreichen wird. Nach Trier ist es ja dann nur noch ein Katzensprung... Aufgrund des Lokmangels in Trier ist mit einem unverzüglichen Einsatz zu rechnen sobald sie die Mosel erreicht hat. 
Zwar passt die Lok in ihrem historischen wie kulturellen Kontext keinesfalls in die Eifel, aber ein paar Bildchen kann man ja trotzdem mal machen ;-)

Nachtrag 22.09.2001:

218 217 ist letzte Nacht ganz kurzfristig aus dem Plan geflogen und anstatt
einen Güterzug nach Saarbrücken zu übernehmen begab sie sich auf die Reise
nach München. Dort geistert se jetzt auf der BOB zwischen München und
Bayrischzell herum. Hintergrund ist kurzfristiger Lokmangel in Kempten, an
dem ein Autofahrer an einem BÜ Schuld war... Ob sie jetzt nochmal in ihrer
einzigartigen Lackierung durch die Eifel brummt ist fraglich... ;-(

Nachtrag 24.09.2001:

Heute nacht wird 218 217 einen weiteren Versuch unternehmen, in westliche Gefielde zu gelangen. In Nürnberg soll sie in diesen Minuten auf einen Güterzug nach Saarbrücken gehen, wo sie um 7:05 Uhr morgen früh eintreffen soll. Mal abwarten, ob sie diesmal "durchkommt"...
 

Umlaufplan BR 218

... wo es den 218-Plan gibt. Geh am besten mal auf www.v160-familie.de, klicke dort zunächst auf Baureihe 218, dann auf Umlaufpläne und schließlich auf Bw Trier.

CM


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Nur Müll? Sonderzüge zur Deponie Mechernich

Am heutigen Sonntag fand in der Mülldeponie Mechernich ein Tag der offenen Tür & Rad-Aktionstag statt. Das hervorragende Angebot von DB Rheinland und VRS (erstmalig Sonderzug von/nach Köln sowie Pendelfahrten zwischen Euskirchen, Deponie und Kall) wurde leider kaum wahrgenommen. Vielleicht liegt es auch an der Informationspolitik von DB und VRS - bereits am Samstag hatte ich in Euskirchen vergeblich nach Aushängen mit den Fahrzeiten gesucht.

Aber auch das Volk derjenigen, die sonst scharenweise - mit Film- und Fotokamera bewaffnet -  die Strecke bevölkern, war nicht zu sehen. Sind die Abgaswolken von Dieseltriebwagen zu banal?

Dabei wird die Kombination von "Eifel" und "Euregiobahn" wohl einmalig bleiben, und nach der Fahrgastzahlen von heute sind zukünftige Sonderzüge zur Deponie ohnehin äusserst fraglich...
 
 
Um 12.05 Uhr trifft dieser Zug in der Mülldeponie ein (daneben abgestellt die Diesellok der Deponie). Bis zur Abfahrt um 13.18 Uhr hatte das Zugpersonal dann Zeit, sich auf dem Gelände umzusehen. Für jede Tür der 2er-Talent-Einheit war eine hölzerne Rampe zum Aus- und Einsteigen gebaut worden. 
Etwa 50 m vor dem Ende des Gleises war eine Sh2-Scheibe aufgestellt worden. "Sonderfahrt" zeigten die Zielanzeiger an. Im Einsatz waren 644 047 ("Eifel", in Fahrtrichtung Trier vorne) und 644 024 (Euregiobahn / AVV).

Fahrplan Köln - Mechernich-Deponie - Köln sowie Pendelfahrten
 
Bahnhof
ab
P
P
P
P
P
P
P
ab
Köln Hbf 08.51 19.00
Köln West 08.55 18.51
Köln Süd 09.01 18.48
Hürth-Kalscheuren 09.10 18.43
Kierberg 09.16 18.33
Erftstadt 09.23 18.27
Weilerswist 09.30 18.20
Derkum 09.36 18.15
Grossbüllesheim 09.39 18.12
Euskirchen 09.45 10.43 10.48 13.43 13.48 15.43 15.48 18.08
Satzvey 09.53 10.37 10.55 13.37 13.55 15.37 15.55 18.01
Mechernich 09.59 10.31 11.01 13.31 14.01 15.31 16.01 17.56
Mechernich-Deponie 10.03 10.18 11.05
11.18
12.07
13.18
14.05
14.15
15.07
15.18
16.05
16.15
17.07 17.51
Mechernich 11.27 12.03 14.25 15.03 16.25 17.03
Scheven 11.32 11.52 14.31 14.52 16.31 16.52
Kall 11.37 11.48 14.40 14.48 16.40 16.48

Peter Weber


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Kreisausschuss entscheidet morgen
Bahnhof Liblar ist Zankapfel

Erftstadt. Ohne Empfehlung hatte der Kreisverkehrsausschuss in der letzten Woche den Neubau der Kreisstraße 45 in Liblar an den Kreisausschuss weitergeleitet, der am Donnerstag, 6. September im Bergheimer Kreishaus tagt.
Die CDU-Kreistagsfraktion hatte beantragt, im Rahmen der Verlegung der K 45 aus der Ortsmitte an den Ortsrand den Bahnhof in Liblar um rund 20 Meter zu verschieben und über die Fläche, auf der heute die Gleiskörper liegen, die neue Fahrbahn zu führen.
Vom Park & Ride-Parkplatz aus würde dann ein Tunnel direkt zu den Bahnsteigen führen. Kosten: rund 17 Millionen Mark. 

Heute wohl kein Disput im Planungsausschuss 

Dem steht eine andere Variante gegenüber, die seinerzeit neben weiteren von der Kreisverwaltung vorgestellt worden war.
Danach würde die Kreisstraße mit Kreiseln an der Bahnhofstraße und am Grubenweg am Bahnhof, der weitestgehend unverändert bliebe, vorbeigeführt. Kosten: zwischen sieben und acht Millionen Mark. 
Die CDU-Fraktion im Erftstädter Rat steht voll und ganz hinter ihren Freunden im Kreistag, bestätigte Planungsausschussvorsitzender Alfred Granrath in Erftstadt. 
Er vermutet, dass der Planungausschuss, der heute im Liblarer Rathaus tagt, den Tagesordnungspunkt "Osttangente K 45 neu" auf Antrag der CDU-Fraktion vertagen wird, um ihn später je nach Kreistagsbeschluss wieder aufzunehmen. 
Auch die FDP-Fraktion würde, so ihr Vorsitzender Hans-Eduard Hille, den Vorstellungen der CDU beitreten, vorausgesetzt, die Osttangente werde nicht auf den St.-Nimmerleinstag verschoben. 

Das indes befürchtet die SPD-Fraktion. Wegen der noch zu erstellenden Aufträge und durchzuführenden Genehmigungsverfahren zweifelt ihr Vorsitzender Bernd Bohlen daran, dass eine endgültige Entscheidung in den nächsten Jahren fallen wird. 
Er hat deshalb die SPD-Kreistagsfraktion gebeten, der Vorlage nicht zuzustimmen. Für den preiswerteren Plan seien inzwischen alle nötigen Zuschusszusagen schon eingetroffen.

Dass die teure Variante vom Land in allen Bereichen finanziell gefördert wird, kann sich Bohlen hingegen nicht vorstellen. Und auch die Deutsche Bahn AG werde sich wohl vornehm zurückhalten. 
Das bestätigte Jürgen Kugelmann, Pressesprecher von "DB Netz" in Duisburg. Man sei in erste Beratungen eingebunden worden und habe bestimmte Randbedingungen gestellt. 
Würden sie erfüllt, könnten die Schienen verlegt werden, allerdings nach dem altbekannten Motto: "Wer die Musik bestellt, muss sie auch bezahlen". 

Unsicher ist derzeit, ob die Verschiebung des Bahnhofs von der Modernisierungsoffensive der Bahn, die bis 2004 läuft und vom Land mitfinanziert wird, erfasst wird. Thomas Feldmann vom Bahnhofsmanagement der "DB Station und Service" in Bonn wollte sich nicht festlegen.
Die Pläne, den jetzigen Bahnhof mit Wartehalle und Servicestationen zu versehen Kosten 2,026 Millionen Mark müssten bei einem Verschiebebeschluss erst einmal zurückgenommen werden. 
Das Land hätte dann zu entscheiden, ob dieses Geld in den neuen Bahnhof gesteckt oder einem anderen Projekt zugedacht wird. Wäre letzteres der Fall, "dann hat Erftstadt Pech gehabt". 

Archiv der Rubrik Lokales - Erftkreis

Quelle: Kölnische Rundschau vom 05.09.2001.


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Heisse Nostalgiefahrt
Dampflok entzündete den Bahndamm

Von Joachim Sprothen 

Euskirchen/Weilerswist - Eine Nostalgie-Tour von Eisenbahnfreunden hat am Sonntag fast 100 Feuerwehrleute aus Weilerswist und Euskirchen mit Arbeit versorgt.

Die schnaufende Dampflokomotive eines Zuges des Arbeitskreises Eisenbahntouristik (AKE) Gerolstein hatte auf dem Rückweg vom Dampfloktreffen in Gerolstein nach Köln-Kalk für kräftigen Funkenflug gesorgt. 

Der Bahndamm entlang der Schienentrasse stand auf der Strecke zwischen Euskirchen und Weilerswist nahezu lückenlos in Flammen. 

Der Euskirchener Stadtbrandmeister Peter Pesch zeigte wenig Verständnis für diese Vergnügungstour: "Das ist grob fahrlässig. Bei diesem Wetter muss man nicht unbedingt mit einer Dampflock fahren." Nach den brütend-heißen Temperaturen der vergangenen Tage war das Unkraut entlang der Trasse trocken wie Zunder.

Kurz hinter dem Bahnübergang Appelsgarten in Euskirchen wurde die "Lunte" gelegt. Die Lokomotive verursachte mehrere Brandherde entlang der Strecke. Das Feuer fraß sich durch bis Weilerswist. 

Wegen der starken Rauchentwicklung, die die Sicht der Lok-Führer behinderte, wurde die Strecke in beide Fahrtrichtungen für den Bahnverkehr um 18.50 Uhr komplett gesperrt. 

Die Bahnreisenden hatten erhebliche Verspätungen hinzunehmen. Zwei Züge zwischen Köln und Gerolstein fielen ganz aus.

Sieben weitere Züge hatten erhebliche Verspätungen. Auf eine Gesamtzeit von 344 Minuten bezifferte Gregor Zieger von der Überwachung der Betriebsführung der DB-Netz in Bonn die Verzögerungen im Reiseverkehr. 

"Das entspricht im Durchschnitt rund 50 Minuten", bewies der Pressesprecher der Deutschen Bahn in Nordrhein-Westfalen, Manfred Pietschmann, seine Rechenkünste.

Auch nachdem Stadtbrandmeister Pesch die Piste um 20.07 Uhr wieder frei gab, seien die Züge wegen des Rauchs vorsichtshalber noch langsamer als üblich gefahren. 

Die DB-Netz richtete in der Zwischenzeit eine Art Notverkehr mit Taxen und Bussen ein. Pro Minute Verspätung könnten da je nach Falllage ganz unterschiedliche Summen anfallen.

Pietschmann: "Das können zwei, aber auch hundert Mark pro Minute sein." Die Kosten will die Bahn laut Pietschmann dem "Verursacher" in Rechnung stellen. Und das ist nach Auskunft des Euskirchener Stadtbrandmeister Pesch eindeutig die Dampflok des Nostalgiezuges gewesen. 

Ob die Feuerwehr ihre Arbeit in Rechnung stellen kann, soll nun rechtlich geprüft werden.

Jedenfalls waren 40 Mann aus Weilerswist, 50 aus dem Euskirchener Stadtgebiet und etwa 15 Fahrzeuge im Einsatz. 

Kölner Stadtanzeiger vom 28.08.2001
 


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Großeinsatz für Feuerwehr
Dampflok setzte funkensprühend trockene Bahndämme in Flammen

Von Bernd Zimmermann

Euskirchen/Weilerswist - Für die Teilnehmer der historischen Dampflokfahrt von Köln nach Gerolstein war es das große Abenteuer: Einmal so wie früher mit einer alten Dampflok durch die Eifel fauchen, wie einst mit dem Feurigen Elias, der auf der Bahnstrecke Bonn Köln Berühmtheit erlangte, weil auf seiner Strecke Kaiser Wilhelm selbst die Schönheiten des Vorgebirges genoss. 

Am Sonntag hat die historische Dampflok nicht nur bei den Fahrgästen für das pürockelnde Gefühl von Nostalgie und antikem Reiseabenteuer gesorgt: Auch Dutzende Feuerwehrleute längs der Strecke bekamen eine Menge Arbeit. 

Denn als der Dampfzug gegen 10 Uhr von Euskirchen in Richtung Eifel rollte, setzten Funken des Zuges Böschungen an der Georgstraße und wenig später an der L178 bei Wißkirchen in Brand.

Euskirchener Feuerwehrleute hatten die Sache aber ganz rasch wieder unter Kontrolle, wie Stadbrandmeister Peter Pesch nicht ohne Stolz gegenüber der "Rundschau" bemerkte.

Wesentlich haariger wurde die Sache am Sonntagabend, als der Sonderzug fauchend und Funken sprühend wieder von Gerolstein gen Köln rollte. Nach der Sonnenhitze des Tages genügten selbst kleinste Funken, um die strohtrockenen Gräser längs der Gleisböschungen in Brand zu setzen. 

Und zwischen Euskirchen/Appelsgarten, sowie dem Bahnhof Weilerswist passierte dies gleich mehrere Male.

Einige Flächenbrände mit Ausdehnungen von 50 bis 100 Quadratmetern wurden gemeldet, wobei durch den leichten Wind am Sonntagabend die Flammen rasch auch Meter hoch züngelten.

Im Bereich der Stadt Euskirchen mussten deshalb neben dem Löschzug Zentrum auch die vier Löschgruppen des Löschzuges V (Klein- und Großbüllesheim, Weidesheim/ Wüschheim) sowie die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges Kuchenheim ausrücken, um der Flammen Herr zu werden. 

Im benachbarten Weilerswist waren die Freiwilligen aus Lommersum, Derkum-Hausweiler-Ottenheim sowie aus Vernich aktiv, um hier ebenfalls zahllose Brandstellen zu löschen. Ein Schwerpunkt war dabei im Bereich Ottenheim, wo Hauptbrandmeister Ewald Seif den Einsatz der Freiwilligen leitete. 

Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr 

Das war nicht ganz einfach, denn längs der Bahnlinie Köln-Euskirchen gibt es nicht gerade viele Hydranten, so dass die Feuerwehren mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr Löschwasser heranschaffen mussten. 

Weil man fürchtete, durch das Funken schlagende "Feuerross" könnte auch der Wald am Swister Berg in Mitleidenschaft gezogen worden sein, ließ Gemeindebrandmeister Peter Ditz vorsorglich ein Beobachtungsflugzeug von der Dahlemer Binz anfordern, das den Bereich zwischen Weilerswist und Brühl inspizierte.

"Früher, vor 30 Jahren, als noch viel mehr von den Dampfloks unsere Strecke befuhren, hatten wir jedes Jahr sechs bis sieben solcher Einsätze, aber keine Tanklöschfahrzeuge. Da mussten wir alles mit den Feuerpatschen löschen", erinnerte sich Ditz gestern. 

40 Feuerwehrleute aus drei Löschgruppen waren gut drei Stunden im Einsatz, bis alle Schläuche wieder eingerollt und alle Fahrzeuge wieder in den Gerätehäusern waren. 

Wegen der Brände und der Löscharbeiten musste die Bahnstrecke geraume Zeit gesperrt werden. Sieben Züge hatten insgesamt knapp 350 Minuten Verspätung. Die Bahn werde die Mehrkosten für Taxifahrten von eiligen Fahrgästen den Betreibern des historischen Sonderzuges in Rechnung stellen, kündigte ein Bahnsprecher an. 

Kölnische Rundschau vom 28.08.2001
 


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Böschungsbrände zwischen Euskirchen und Weilerswist

Der Dampfzug mit 52.80 und 38.10-40 von Gerolstein nach Köln verursachte zwischen Euskirchen und Weilerswist Böschungsbrände in km 27,3-28,4, 24,6-25,2, 21,9 und 20,9. Der planmässige Zugverkehr war in den Abendstunden für über eine Stunde beeinträchtigt. Nach Vollendung der Löscharbeiten durfte der Abschnitt Euskirchen - Weilerswist nur noch mit Vmax=40 km/h befahren werden was zur Verspätung aller Züge in der (Nord-) Eifel führte.

Christian
 

Da die 52er bereits am Samstag nach Gerolstein und zurück fuhr und auch vorher schon öfters in der Eifel eingesetzt war, ohne Brände zu verursachen, vermute ich die 38er als Verursacher der Feuer.
Abgebrannt ist eigentlich nur dürres Gras, das Buschwerk ist kaum im Mitleidenschaft gezogen worden. Allerdings sieht der Jägerzaun am ehem. Block Kleinbüllesheim ziemlich verkokelt aus. Hier ist auch die längste Brandstelle (praktisch vom Bü Appelsgarten am Ortsausgang von Euskirchen bis zum ehem. Blk). An einer Stelle in der Nähe schwelte es auch am Montag Mittag noch. Diverse Leitpfosten der parallel zur Bahn verlaufenden Strasse sind durch die Hitze weich geworden und umgefallen.
Eine grösseres Feuer scheint es auch zwischen Grossbüllesheim und Derkum in Höhe des Esig's (Procter-Anschluss) gegeben zu haben.
Die Feuer machten aber ebenfalls die Zweitverwendung der Böschungen als Mülldeponie deutlich: Flaschen, Dosen, Steine uvm. sind jetzt ohne das schützende Grün klar erkennbar...

Peter Weber


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Mühlenspektakel
Dampfzug fährt zum Mühlenfest

Birgel/Obere Kyll - Unter dem Motto "Mühlen-Spektakel in der Eifel" bietet
die historische Wasser- und Schneidemühle in Birgel in der Verbandsgemeinde
Obere Kyll für Jung und Alt erlebnisreiche Tage an. 

Das Spektakel findet jeweils am Samstag und Sonntag, 23. und 24. Juni,
statt. Vor allem Eisenbahn-Nostalgiker werden auf ihre Kosten kommen, denn
der "Arbeitskreis Eisenbahntouristik" (AKE) setzt zu diesen Erlebnistagen
historische Dampf-Sonderzüge, gezogen von einer Dampflokomotive 94 1538,
ein.

In der Mühle selbst bieten die beiden Müller Erwin und Klaus Spohr
zahlreiche Attraktionen. Von der historischen Getreide- über die Senf- und die Ölmühle in voller Aktion, über Schmieden, Sägen, Brotbacken und kulinarische Genüsse bis hin
zum alten Sägegatter: In Birgel wird für jeden etwas geboten.

Nähere Informationen über die Dampf-Sonderzüge gibt es beim AKE, Jörg Petry
([TEL] 0 65 91/ 98 28 80), und über das Programm in der Mühle unter [TEL] 0
65 97/ 9 28 20.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger vom 22.06.2001 (Internet).


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Nettersheim krempelt den Eilzug-Haltepunkt um
Ein gästefreundlicher Bahnhof entsteht

bk Nettersheim. Für die großen Umgestaltungsarbeiten am Nettersheimer
Bahnhof ist im Vorfeld alles getan. Wenn alles so läuft, wie es sich Rat und
Verwaltung vorstellen, kann mit den Arbeiten im kommenden Jahr begonnen
werden.

Bürgermeister Hermann-Josef Mießler hatte vor der Ratssitzung am Dienstag
alles mit den beteiligten Stellen der Bahn, dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg,
dem Städtebauministerium und der Bezirksregierung abgesprochen. Das Projekt
war im Rat abgesegnet worden. Jetzt kann die Verwaltung die entsprechenden
Förderanträge auf den Weg bringen.

Rat und Verwaltung wollen die jetzt getrennten Bahnsteige zusammenlegen und
zwar an der Stelle, wo sich heute der Bahnsteig in Richtung Köln befindet.
Dort wird eine entsprechende Überdachung geschaffen. Auch für die Busse soll
in diesem Bereich eine Wartehalle errichtet werden. Zusätzlich wird hier ein
Park & Ride-Platz angelegt.

Im gleichen Zuge soll auch die Zufahrt von der Landstraße zum Platz
verbessert werden.

Der Parkplatz am Bahnhof wird umgestaltet. Ein Teil dient künftig als Park &
Ride-Anlage, der andere wird den Charakter eines Dorfplatzes erhalten. 

Die Gemeinde wird das gesamte Bahnhofsgebäude übernehmen.

Der Preis sei akzeptabel, erklärte gestern der Bürgermeister. Die Kosten
sollen aber noch ermittelt werden. Eine Verwaltungskraft wird im kommenden
Jahr hier arbeiten. Sie kümmert sich um den Bürgerservice, verkauft
Fahrkarten und wird gleichzeitig Touristen beraten. Ansonsten werden von ihr
Verwaltungsarbeiten übernommen.

Am Bahnhof wird für die Gäste ein Info-Zentrum mit Multimedia-Säule
entstehen, wo sich die Gäste ein Bild von der Gemeinde und ihren
Sehenswürdigkeiten machen können.

Die Arbeiten an den Bahnsteigen gehen auf die Kappe der Bahn. Alle anderen
Maßnahmen werden zu 80 bis 90 Prozent gefördert, teils vom Land, teils aus
dem Projekt 100 Bahnhöfe.

Darüber hinaus ist die Gemeinde dabei, die Haltestellen für die Taxibusse
mit Wartehäuschen auszustatten. Zusätzlich werden die Haltepunkt mit neuen
Info-Säulen versehen. Rund 40 Haltepunkt werden so auf den neuesten Stand
gebracht.

Auch hierfür steht die Finanzierung.

Der Bürgermeister hofft, dass schon im Spätherbst die Arbeiten vergeben
werden können.

Glücklich sind die Nettersheimer, dass an ihrem Bahnhof seit dem 10. Juni
der Eilzug hält. Dies wurde am Sonntag mit einem großen Bahnhofsfest
entsprechend gefeiert. Der Zug hält im Stundentakt, morgens und abends, wenn
Hauptbetrieb herrscht, sogar jede halbe Stunde.

Quelle: Kölnische Rundschau vom 21.06.2001 (Internet).


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Ganz Nettersheim feierte Bahnhofsfest
Mießeler: So verhelfen wir der Bahn zu neuer Blüte

Elvira Hilgers

Nettersheim. Die ganze Bevölkerung von Nettersheim war am Sonntag beim 1. Bahnhofsfest unterwegs, wurde doch der Eilzughaltepunkt festlich eingeweiht. Alle Züge der Linie RE 20 halten seit dem 10. Juni zusätzlich am Bahnhof Nettersheim.

Bürgermeister Hermann-Josef Mießeler betonte in seiner Begrüßung, dass ein Bahnhofsfest in Nettersheim zwar keine Tradition habe, aber die Eisenbahn, die Bahnlinie Köln-Trier und der Bahnhof Nettersheim eine große Tradition hätten, denn sie seien schon über 100 Jahre alt und hätten erstmalig in Nettersheim einen großen Aufschwung mit der Kneippschen Kuranstalt um die Jahrhundertwende gebracht.

Diese Einrichtung hätte zwar keinen Bestand gehabt, aber die Bundesbahn, ging Mießeler in die frühere Geschichte zurück. Damals waren die Arbeitnehmer noch auf die Eisenbahn angewiesen. In der Nachkriegszeit wurde die Bahn leider durch den Individualverkehr, durch das geliebte Auto, immer mehr verdrängt.

Heute gewinnt die Bahn und damit verbunden auch die Bahnhöfe wieder an Bedeutung, nicht zuletzt wegen der steigenden Benzinpreise. So verhelfen wir der Deutschen Bundesbahn zu neuem Umschwung und zu neuer Blüte, sagte Mießeler. In Nettersheim hält nun stündlich von morgens früh, und abends sogar halbstündlich die Bahn an. Das ist der erste Grund für unsere Freude und für dieses Fest, so der Bürgermeister.

Mießeler sagte allen, die mitgeholfen haben, ein herzliches Dankeschön, nicht zuletzt Landrat Günther Rosenke, dem Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg, Walter Reinartz, sowie den Mitarbeitern der Bahn AG, vertreten durch den Geschäftsführer der Regionalbahn Rheinland Rainer Graichen.

Vorfreude auf die Zukunft

Anlass für dieses Fest war zwar die Einrichtung des Stundentaktes am Bahnhof Nettersheim, aber an zweiter Stelle auch die Vorfreude auf das, was in naher Zukunft an diesem Bahnhof geschehen soll. In der vergangenen Woche haben sich alle an der Neukonzeption zur Gestaltung des Bahnhofes beteiligten Institutionen grundsätzlich darauf geeinigt, dass auf Dauer die beiden Bahnsteige in Höhe des Kölner Bahnsteiges zusammengelegt werden. 

Dabei werden die Zufahrt und die Zuwegung zu den Bahnsteigen, eine entsprechend große Überdachung im Bereich der Bahnsteige und Park- und Rideparkplätze angelegt sowie der Zutendaalplatz in einen funktionierenden Dorfplatz umgebaut.

Das Bahnhofsgebäude wird von der Gemeinde übernommen, die dort einen Bürgerservice einrichtet sowie ein kleines Reisebüro mit Info und Kartenverkauf.

Außerdem werden alle 40 Haltestellen in allen Dörfern der Gemeinde verbessert und neue Wartehallen aufgestellt. Bei einem Gesamtaufwand von 800000 DM ist ein Zuschuss von 720000 DM hierfür bewilligt

Das Rahmenprogramm gestaltete die Musikkapelle Nettersheim, der Kindergarten, die Grund- und die Hauptschule sowie das Naturschutzzentrum. Ein Parcours mit Go-Karts und Rollern stand bereit und das Ökomobil lud zu Aktivitäten wie Fossilienschleifen, Färben, Nistkastenbau und dem Kuhmelken ein. Frisches Steinofenbrot wurde von der Hauptschule angeboten und auf der Steinfelderstraße und Bahnhofsstraße veranstaltete der Gewerbe-, Verkehrs- und Verschönerungsverein einen Flohmarkt . 

Quelle: Kölnische Rundschau vom 18.06.2001.


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Heiße Debatte um Brandschutz im Tunnel
Feuerwehr Badem erhebt Vorwürfe gegen Bürgermeister Spindler – Wehrführer zurückgetreten – Spezialfahrzeug kommt nicht

Von unserem Redakteur HEIKO FRITZE

KYLLBURG/BADEM. Die Feuerwehr Badem bekommt ein neues Löschfahrzeug. Nur – so richtig glücklich sind die Wehrleute nicht. Denn es hätte auch ein weitaus größeres Auto sein können. 

Die Emotionen kochten hoch. 16 Feuerwehrleute auf den Zuhörerplätzen – da ging es heiß her im VG-Rat Kyllburg. Das Thema: Ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr Badem.
Beschlossene Sache ist nun, dass für die Bademer ein TSF-W mit Beleuchtungssatz und Rettungsschere angeschafft wird. Etwa 171 000 Mark kostet dieses Fahrzeug mitsamt der Zusatzausstattung. Dafür musste der Rat zunächst einen Beschluss von 1997 aufheben, in dem er seinerzeit Zusatzausstattung wie zum Beispiel Rettungsscheren ausschloss. "Die Schere ist ein Muss", meinte Bernhard Klein (CDU) und stieß auf allgemeine Zustimmung. Auch die Neidenbacher Wehr, für die als nächstes ein neues Auto gekauft werden muss, sollte solch eine Schere bekommen, ergänzte Peter Schwickerath.

Einigkeit und Freude also? Nicht ganz: Die Bademer Wehrleute waren mit Wut im Bauch gekommen. Denn bis vor drei Monaten hieß es, dass ein Spezialfahrzeug, Typenbezeichnung HLF-W 24/16, bei ihnen stationiert werde, um im Notfall auf Schienen in den Wilsecker Tunnel einzufahren. Doch die Bahn schickte das letzte der 14 verfügbaren Autos nicht nach Kyllburg, sondern an den Calberlahr-Tunnel an der Strecke Hannover-Berlin.

Warum, das teilte das Unternehmen der VG am 10. Mai noch einmal mit: Zum einen sei das Unfall-Risiko im Wilsecker Tunnel nicht so hoch, zum anderen könne es auch nicht sein, dass zusätzliche Forderungen gestellt werden. Denn die VG hatte angefragt, ob die Bahn die Kosten für den Umbau des Bademer Gerätehauses übernimmt – geschätzte 40 000 Mark. "Wir haben darauf nie eine Antwort bekommen", sagte Bürgermeister Bernd Spindler.

Hauptgrund sei aber, dass das Risiko neu beurteilt wurde, sagte gestern Bahn-Sprecher Gelfo Kröger: Durch den Wilsecker Tunnel fahre bei einem Gleis einmal pro Stunde ein Regionalexpress mit Tempo 80, am neuen Standort des Spezialfahrzeugs gebe es eine zweigleisige, fast ebenso lange Röhre, durch die Güterverkehr und ICEs mit bis zu Tempo 160 rollen.

Die Enttäuschung in der Bademer Wehr sitzt dennoch tief. Hans Lichter verlas ihren offenen Brief. Und der hatte es in sich: Die Verwaltung habe die Bremsen angezogen, obwohl sie genau wusste, dass das Gebäude ohnehin umgebaut werden musste, auch für ein TSF-W. Informationen und Unterlagen seien nicht zur Verfügung gestellt worden, und als sich die Wehr in Cochem solch ein Fahrzeug anschaute, habe es statt dessen einen Rüffel vom Bürgermeister gegeben. "Wir haben auf die VG vertraut und sind enttäuscht worden", sagte Lichter.

Neben einem neuen Fahrzeug braucht die Bademer Wehr aber auch noch einen neuen Wehrführer. Der bisherige, Günther Franzen, hat sein Amt Mitte April zur Verfügung gestellt. "Bei dem Misstrauen, dass die Verwaltung mir und der Wehr entgegenbrachte, wollte ich nicht im Amt bleiben", sagte er gestern auf Anfrage des TV . Dabei ging es vor allem um die interne Vereinbarung zwischen Wehr und VG, dass 20 000 der 40 000 Mark Umbaukosten von den Bademern übernommen werden sollten. Das war in der vorhergehenden Ratssitzung Ende März zur Sprache gekommen – mit der Folge, dass Spindler der Wehr Vertrauensbruch vorwarf.

Ein Nachfolger für Franzen steht noch nicht fest. "Es ist schwierig, überhaupt noch jemanden zu finden, der das Amt übernehmen möchte", sagte Lichter. Dennoch wolle die Wehr wieder mit der VG zusammenarbeiten. Auch die CDU übte Kritik am Bürgermeister. Es sei zu hoch gepokert worden, der Informationsfluss sei eher spärlich gewesen, hieß es.

"Ich habe ein reines Gewissen", wehrte sich Spindler. "Es stimmt nicht, dass wir das Fahrzeug nicht wollten; es gab eben eine neue Risikobewertung." Das habe die Bahn erstmals im Oktober mitgeteilt. Die VG habe noch gehofft, das Unternehmen umstimmen zu können.

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 15.06.2001 (Internet).


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Bahn braust mit "Eifel" durch die Eifel 
Zugtaufe am Gerolsteiner Bahnhof – Schienenbus wird nach der Region benannt 

GEROLSTEIN. (ib) "Eifel" heißt ein Zug der Baureihe VT 644, besser bekannt als Talent, nun auch offiziell. Stadtbürgermeister Georg Linnerth taufte den Zug im Gerolsteiner Bahnhof. Auch SWR 4 und ein Kamerateam von Rheinland-Pfalz-Aktuell waren mit dabei.

Bei einer Zugtaufe dabei zu sein, war wohl für die meisten im Gerolsteiner Bahnhof etwas Neues. Auch für Stadtbürgermeister Georg Linnerth, der als Taufpate fungierte. Helmut Jäger von SWR 4 moderierte die Veranstaltung, und so konnten auch diejenigen, die nicht in der ersten Reihe standen miterleben, was am und um den Zug herum abging.

Zunächst hieß es noch warten, denn der Schienenbus war unterwegs auf seiner Jungfernfahrt von Trier nach Gerolstein, voll besetzt mit Touristen, die sich den Spaß nicht entgehen lassen wollten.

Während ein Teil des Zuges seine Fahrt Richtung Köln gleich fortsetzte, blieb der Rest in Gerolstein. Dort prangt zukünftig das Eifel-Logo an beiden Seiten, denn künftig soll die Bahn auch als Werbeträger für die Region unterwegs sein.

"Mit dem Namen Eifel dokumentiert die Region, dass sie sich mit unserem Produkt, dem Talent, identifiziert", freute sich Betriebsleiter Gerd Koßmann von der DB Regio, über die Akzeptanz des Nachfolgers vom mit wenig Glück behafteten Pendolino.

Entwickelt und gebaut hat den Zug die Firma Talbot-Bombardier aus Aachen. Mit seinen 52 Metern Länge bietet er 161 Sitzplätze, davon 145 in der zweiten und 16 in der ersten Klasse. Das Gesamtgewicht des Zuges bei voller Auslastung beträgt 100 Tonnen. Zwei Dieselmotoren mit je 680 PS schaffen eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde.

"Neu ist, dass alle Funktionen, wie Bremssteuerung oder Motorfunktion elektronisch überwacht und an den Triebzugführer gemeldete werden", erläutere Koßmann. Zudem sei der Zug klimatisiert, habe sechs Einstiege pro Seite und große Panoramafenster zum Betrachten der schönen Eifel-Landschaft.

Die Kosten für den Zug liegen bei 4,5 Millionen Mark, erklärte der DB-Betriebsleiter. "Wir hoffen auf steigende Fahrgastzahlen."

An Stadtbürgermeister Georg Linnerth überreichte Koßmann eine Gedenktafel mit einer Abbildung des Zuges. Er taufte den Zug mit einer Magnum-Flasche Sekt und meinte nach getaner Arbeit: "Das hätte ich auch mit einer Flasche Gerolsteiner Wasser machen können".

Nicht wenige ringsum hatten Sektspritzer abbekommen. So auch der kleine Michele Krämer aus Pelm: "Ich wäre am liebsten gleich mit gefahren", meinte er.

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 26.05.2001 (Internet).


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Wichtiger Schritt für die ganze Region 
In Jünkerath werden wieder Fahrscheine verkauft

JÜNKERATH. Auch der Protest der Bürger hat dazu beigetragen, dass Bahnkunden
wieder Fahrkarten im Jünkerather Bahnhof kaufen können. Die Service-Einrichtung wurde kürzlich im Bahnhof Jünkerath offiziell in Betrieb genommen und der Bevölkerung vorgestellt. Betrieben wird die Fahrkartenverkaufsstelle durch eine Koblenzer Firma, die außer in Jünkerath zurzeit noch zehn weitere, vorher geschlossene Fahrscheinverkaufsstellen in Rheinland-Pfalz wiedereröffnet hat. 

Förderung durch Land und Bahn 

Die Firma will die ehemaligen Fahrkartenausgaben der Bahn zu modernen Dienstleistungszentren weiterentwickeln. Gefördert wird die Einrichtung in Jünkerath durch das Land, die DB Reise und Touristik AG und die Bundesanstalt für Arbeit. 

Der Vertreter der Bahn betonte, dass die Unterschriftenaktion gegen die Schließung des Fahrkartenschalters, die die Ortsgemeinde zusammen mit der Interessengemeinschaft Jünkerath und den Eisenbahnfreunden Jünkerath initiiert hatte, für die Bahn AG mit ausschlaggebend dafür gewesen sei, bei der Wiedereröffnung der Fahrscheinausgabe mitzuarbeiten. Bei der Aktion kamen mehr als 4000 Unterschriften aus Jünkerath und aus den Gemeinden der Region zusammen. 

VG-Bürgermeister Werner Arenz würdigte die Wiedereröffnung der Fahrscheinverkaufstelle als wichtiger Schritt für die Infrastruktur, vor allem für den Tourismus in der Region. Nun liege es auch an den Bürgern, diese Einrichtung durch möglichst intensive Nutzung zu stützen und zu erhalten. Arenz sagte, er hoffe, dass sich das Engagement der Bahn nicht nur auf die Einrichtung des Fahrscheinverkaufs beschränke, sondern künftig auch modernere Wagen auf der Eifelstrecke eingesetzt würden.

Weiterer Wunsch des Bürgermeisters 

Ein weiterer Wunsch des Bürgermeisters: Das Erscheinungsbild des Jünkerather Bahnhofs solle vor allem durch eine Sanierung der Unterführung aufgewertet werden. 

Der Jünkerather Ortsbürgermeister Rainer Helfen wünschte der neuen Einrichtung und den dort Beschäftigten für die Zukunft ein erfolgreiches Arbeiten zum Nutzen der Bürger der Gemeinde und der Region und überreichte den Mitarbeitern zur Erinnerung an die Einweihungsfeier ein Geschenk. Dechant Mallmann segnete die neue Einrichtung ein. Für die musikalischeUmrahmung der Neueröffnung war der Musikverein Jünkerath zuständig. Für die Eisenbahnfreunde Jünkerath war es Ehrensache, die Bewirtung bei der Einweihungsfeier zu übernehmen, da die Wiedereröffnung der Fahrscheinausgabe auch für sie ein besonderer Tag der Freude war

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 23.05.2001 (Internet).


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SWR4-"Radio mit Zug": Zugtaufe in Gerolstein am Donnerstag, 24. Mai 2001, Christi Himmelfahrt

Wussten Sie eigentlich, dass Züge in einer offiziellen Zeremonie ihren Namen erhalten? SWR4-"Radio mit Zug" lädt Sie zu einer solchen Tauffeier ein.

Am 24. Mai wird der VT 6,44 feierlich getauft und fortan unter dem Namen "Eifel" Reisende auf der Strecke Trier-Köln durch eben jenes Gebirge transportieren. Der Bahnhof in Gerolstein ist an Christi Himmelfahrt Ort des Ereignisses, zu dem SWR4 alle Eisenbahnfreunde einlädt. Wer möchte, kann übrigens die Jungfernfahrt unmittelbar vor der Taufe mitmachen (Abfahrt in Trier um 10.24 Uhr) und sich dabei gleich ein Bild vom VT 6,44 machen, einem der modern-sten Züge der Deutschen Bahn. Zudem hat die Reise von Trier nach Gerolstein einiges zu bieten: Neben landschaftlichen Hochgenüssen wie die gelb-orange schillernden Felsen der Trierer Bucht oder der 509 Meter hohe Vulkan Kalem bei Birresborn sind es vor allem historische Sehenswürdigkeiten wie die Bertrada-Burg, mutmaßlicher Geburtsort Karls des Großen, die an den Passagieren vorbeifliegen.

Im Schatten der Löwenburg rollt der "Eifel" im Bahnhof von Gerolstein ein, wo um 11.45 Uhr die Taufe stattfindet. Das eigentliche Fest feiern SWR4 und die Gerolsteiner auf dem Kirmesplatz. Ab 11 Uhr gibt es einen Frühschoppen, bis 18 Uhr sorgen die Gerolsteiner Jugend-Big-Band, das Jugendorchester Schönecken, der Musikverein Berndorf und als Stargäste die Saragossa-Band für musikalische Untermalung. SWR4-Moderator Helmut Jaeger hat aber nicht nur Musik zu bieten: Stadtspaziergänge, Bauernmarkt und verschiedene kulinarische Leckereien runden die SWR4-Zugtaufe ab.

Quelle: 22.05.2001 (Internet).


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Bahnhof Jünkerath: Fahrkartenausgabe wiedereröffnet

Jünkerath - Es war zwar kein "großer Bahnhof" am Bahnhof in Jünkerath. Aber einige Bürger waren doch erschienen, um die offizielle Eröffnung der Fahrkartenausgabe im Bahnhof mitzuerleben. 

Scharfe Proteste hatte es aus allen Teilen der Bevölkerung gegeben, als die Deutsche Bahn AG sämtliche Dienstleistungen im Bahnhof rigoros strich und die Fahrkartenausgabe im November 1999 schloss. Rund 4000 Protest-Unterschriften waren danach von der Gemeinde, den "Eisenbahnfreunden" und der Interessengemeinschaft (IG) Jünkerath gesammelt worden. 
In seinem Grußwort freute sich Verbandsbürgermeister Werner Arenz über die Wiedereröffnung der neu gestalteten Fahrkartenausgabe. Man habe wieder persönliche Ansprechpartner und brauche sich nicht mit einem komplizierten Blechkasten herumschlagen, meinte Arenz. 

Gleicher Meinung war auch Ortsbürgermeister Rainer Helfen, der anlässlich der offiziellen Eröffnung ein Erinnerungsgeschenk und ein Zuglaufschild vom Jubiläum "125 Jahre Bahnhof Jünkerath" an den Manager der neuen Fahrkartenausgabe, Claus Schlemmer, überreichte. 

Die "Entrada", die den Bahnhof wieder zum Leben erweckte, hatte zu der Eröffnung eingeladen. Hinter der "Entrada" verbirgt sich die "Richtung Arbeit GmbH" aus Koblenz, die ein neues Konzept entwickelt hat. 

Das Projekt der Firma heißt "Re-Station - Dienstleistungen in Bahnhöfen" und wird als arbeitsmarkt- und verkehrspolitisches Novum sowohl vom Verkehrs- als auch vom Sozialministerium und vom Arbeitsamt gefördert, wie Schlemmer erläuterte. 

Der für viele Kunden sehr wichtige persönliche Ansprechpartner bietet Beratung, Verkauf und mehr Service vor Ort. Dadurch schafft die "Entrada" auch eine ganze Reihe neuer Arbeitsplätze für Menschen, die wegen einer Behinderung im erlernten Beruf nicht mehr vermittelt werden können. Insgesamt elf Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz werden so betrieben. Die Mitarbeiter werden vom Arbeitsamt ausgesucht und gefördert.

Für die musikalische Umrahmung des kleinen Festaktes sorgte der Musikverein Jünkerath-Glaadt. 

Die Fahrkartenagentur ist montags bis freitags von 6 bis 15 Uhr geöffnet und unter [TEL] 0 65 97/ 90 02 46 zu erreichen.

Quelle: Kölner Stadt Anzeiger vom 22.05.2001 (Internet).


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Bahnhofsberg - Durchstich schlummert

ml Mechernich - "Gefährden Sie mit solchem Firlefanz nicht den Durchstich
Bahnhofsberg", bat CDU-Ratsherr Dr. Dieter Pesch händeringend.
UWV-Fraktionschef Wulf-Dietrich Simon hatte nämlich beantragt, in den
Verhandlungen mit der Bahn auch die Verlegung des Bahnhofs mitten in die
Stadt - und zwar vor das Kreiskrankenhaus - zu erörtern. 

Außerdem hatte der UWV-Chef gefordert, sein Heimatort Strempt solle
Bahn-Haltepunkt werden. "Das ist doch alles Unsinn", erklärte Pesch am
Dienstag im städtischen Planungsausschuss, worauf der UWV-Ratsherr Winfried
Simons den Antrag seines Fraktionschefs Simon zunächst zu modifizieren
suchte, dann aber ganz zurückzog. Er, so Simons, wolle den Durchstich nicht
gefährden. 

Stilles Übereinkommen 

Die Pläne für dieses Projekt liegen nämlich momentan zur Genehmigung im
Bonner Verkehrsministerium. Allerdings vermuten einige Stadtväter, dass die
Pläne in Wahrheit auf Eis liegen: Der Durchstich Bahnhofsberg solle einem
stillen Übereinkommen der Verfahrensbeteiligten gemäß nicht verwirklicht
werden. Und zwar so lange nicht, bis feststeht, ob der Kreis die Ostumgehung
Mechernich zwischen Vierwege und Kommerner Kreisel baut. In diesem Falle
könnte die durch Mechernich führende Bundesstraße 477 nämlich zur normalen
Stadtstraße abgestuft werden. Und für eine solche bauen Bahn und Bund keine
"kreuzungsfreie Bahnunterführung" für zwölf Millionen Mark. 

Winfried Simons (UWV) zeigte sich über die "Verzögerungstaktik" von Bahn und
Behörden besonders erbost. Schließlich war er es, der seinerzeit
Alternativ-Pläne für den Durch¦stich vorgelegt hatte, deren Baukosten um
acht Millionen Mark niedriger lagen. 

"Bahn-AG bremst" 

Diese Pläne wurden schließlich vom Stadtrat beschlossen und vom
Landesstraßen-Bauamt Euskirchen in baureife Planungen umgesetzt. "Wo liegen
diese Pläne in der Schublade?", fragte Winfried Simons: "Der Baubeginn war
für das Jahr 2001 vorgesehen. Jetzt spricht man von 2006. Das versteht in
Mechernich kein Mensch!" 

Während Simons die Schuld für die Verzögerung bei der Stadtverwaltung und
der CDU-Mehrheit suchte, machte BfB-Fraktionschef Eckart Böhlke die Bahn-AG
verantwortlich: "Die stehen auf der Bremse." SPD-Fraktionsvorsitzender Hans
Schmitz vermutete, dass die "Anlieger am Bahnhofsberg kein Interesse daran
haben, dass es zum Durchstich kommt." 

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 10.05.2001 (Internet).


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Fahrkartenverkauf 
Schalter im Bahnhof wieder geöffnet

hs Jünkerath - Große Freude herrscht in der Verbandsgemeinde Obere Kyll und besonders in Jünkerath, denn der Fahrkartenschalter im Jünkerather Bahnhof ist wieder geöffnet. Nachdem die Deutsche Bahn diese Service-Leistung im vergangenen Jahr rigoros gestrichen hatte - trotz zahlreicher Eingaben von Verwaltungen, Politikern und Kunden -, können die Bürger den Fahrkarten- und Auskunfts-Service ab dem 2. April im Bahnhof wieder nutzen. 

Die "Entrada - Richtung Arbeit GmbH" aus Koblenz hat mit dem Projekt "Re-Station - Dienstleistungen in Bahnhöfen" die Betreuung der Bahn- und Buskunden im Jünkerather Bahnhof übernommen. Hinter diesem Projekt stecken, neben der "Entrada", die Bundesanstalt für Arbeit, die rheinland-pfälzischen Ministerien für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau sowie für Arbeit, Soziales und Gesundheit und die "Reise und Touristik AG" der Deutsche-Bahn-Gruppe. 

Sinn und Zweck von "Re-Station" ist der Betrieb von stillgelegten oder von der Stilllegung bedrohten Fahrkartenverkaufsstellen der Deutschen Bahn sowie die Weiterentwicklung dieser Verkaufsstellen zu modernen Dienstleistungszentren in kleinen und mittleren Bahnhöfen. Ein weiterer Grundsatz dieses Projektes ist die Aus- und Weiterbildung von arbeitslosen Behinderten und beruflichen Rehabilitanden in den Bereichen Reiseverkehr und Einzelhandel. 

Die "Verkaufsstelle" im Bahnhof Jünkerath wurde nach einer längeren Umbauphase zum 2. April von der "Entrada" übernommen. Seitdem stehen die neuen Mitarbeiter den Bürgern im weiten Umkreis der oberen Kyll und darüber hinaus mit ihren Dienstleistungen zur Verfügung. Der Bahnhofsschalter ([TEL] 0 65 97/90 02 46) in Jünkerath ist montags bis freitags von 6 bis 15 Uhr geöffnet, allerdings an Wochenenden und an Feiertagen geschlossen. Die offizielle Eröffnung des Schalters erfolgt am Samstag, 12. Mai, gegen 10 Uhr. 

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 03.05.2001 (Internet).


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100 Prozent Pünktlichkeit
Fernsteuerung: Spätzüge rentabler

Von Jürgen Gräper

Kreis Euskirchen. "Sie haben doch schon alle noch verfügbaren alten Karren auf die Schiene zurückgeholt, wo soll da noch eine Aufstockung herkommen?" machte Dr. Elisabeth Danninger (Grüne) als regelmäßige Bahnnutzerin zwischen Euskirchen und Köln ihrem Ärger Luft. 

Bernd Kolvenbach von der CDU schloss sich an mit seinen täglichen Erfahrungen, wonach acht von zehn Haltepunkten auf der Eifelstrecke im Kreis Euskirchen mit Verspätungen angefahren würden.

Hans Schmitz (SPD) berichtete sogar, dass er für seine jüngste Reise nach Duisburg in Mechernich extra einen Zug 30 Minuten früher genommen habe, um den Anschluss in Köln nicht zu verpassen. 

Pünktliche Züge brauchen mehr Zeit 

Einen schweren Stand hatte am Mittwoch im Ausschuss für Planung, Umwelt und ÖPNV im Kreishaus Euskirchen der Leiter der Angebotsplanung und Marktforschung der DB Regionalbahn Rheinland GmbH, Thorsten Siggelkow. Der Bahner räumte "katastrophale Zustände während der Pannenserie der Neigetechnikzüge" ein, doch das sei alles besser geworden mit dem neuen Fahrplan seit dem 18. Februar. 

Zwar brauchten die lokbespannten Züge zwischen Köln und Trier jetzt 20 bis 30 Minuten länger, dafür werde aber eine Punktlichkeitsquote nach dem neuen Fahrplan von 100 Prozent erreicht. Nach dem alten Fahrplan war die Pünktlichkeit auf bis zu 60 Prozent abgesackt, weil die 20 bis 30 Jahre alten Züge mit dem Tempo der Neigezüge nicht mithalten konnten. 

Bei angeblich 100 Prozent Pünktlichkeit wähnten sich die Kreistagsabgeordneten auf dem falschen Bahnsteig. Vielleicht seien da zehn Minuten Toleranz eingebaut, vermutete Rainer Liebmann (SPD). Nein, nur im Rahmen von fünf Minuten zähle noch die Pünktlichkeit.

Siggelkow machte schließlich deutlich, wie so die Bahnstatistik und die Wirklichkeit zwischen Köln und den Eifelbahnhöfen so weit auseinanderklaffen können. Per Signal gemessen und gezählt werden ausschließlich die Zugankünfte und die Abfahrten in Köln. 

Ersatz für Neigetechnik vorläufig nicht in Sicht 

Mit dem Ersatz für die Neigetechnik sehe es vorläufig gar nicht gut aus. Auch eine neue Baureihe der Neigetechnikzüge zeige Macken, da wolle die DB kein neues Risiko eingehen. Moderne Dieselloks und eine Komfortaufrüstung der alten Waggons sollen zusammen mit einem vermehrten Zugangebot zum Fahrplanwechsel am 10. Juni 2001 einen Ausgleich bringen.

Die Eröffnung der ICE-Strecke, die die Fahrzeiten von Köln nach Frankfurt von 2,5 auf eine Stunde verkürzen wird, zieht einen neuen Taktfahrplan in ganz NRW nach sich. Um einige Minuten werden sich auch die Abfahrtzeiten im Kreis Euskirchen ändern. 

Zukunftsmusik stimmte Edgar Klein mit dem Antrag der CDU auf ein elektronisches (unbemanntes) Stellwerk in Euskirchen oder eine Fernsteuerung aller Signale und Weichen auf der Eifelstrecke an. Sobald die Fernsteuerung den Stellwerkern zwischen Kalscheuren und Jünkerath die Arbeit abnimmt, können sich Spätzüge bis Kall und Jünkerath rechnen. Der Zugkilometer wird schätzungsweise zehn Mark preiswerter, sobald die Fernsteuerung die Personalkosten reduziert. 

Damit Land und Bund sich an der Modernisierung der Bahnlinie beteiligen, sollen Gutachter die Einrichtungskosten und die Minderung der Betriebskosten ermitteln. Ein Handlungskonzept kann im günstigsten Fall bis Ende 2001 vorliegen. 

Wie gut die Fernsteuerung funktioniert, kann im weiteren Verlauf der Eifelstrecke zwischen Jünkerath und Trier abgelesen werden. In Rheinland-Pfalz hat die neue Stellwerktechnik schrittweise seit 1990 schon Einzug gehalten. 

Quelle: Kölnische Rundschau vom 27.04.2001 (Internet).


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Kreis-Planungsausschuss
DB-Vertreter nahm herbe Kritik gelassen zur Kenntnis

Von Manfred Lang

Kreis Euskirchen - "Sie haben auf der Eifelstrecke moderne Neigezüge aus dem Verkehr gezogen und durch sämtlichen verfügbaren Schrott ersetzt. Und jetzt sprechen Sie trotz gigantischer Verspätungen dieser Bummelzüge auch noch von einer Angebotsverbesserung", wetterte der SPD-Politiker Hans Schmitz am Mittwoch im Planungsausschuss des Kreistages. 

Adressat dieser und anderer Schimpfkanonaden war Thorsten Siggelkow von der "DB Regionalbahn Rheinland GmbH", der eigentlich ins Kreishaus gekommen war, um über "Kompensationsmaßnahmen" angesichts des Neigezug-Wegfalls zu referieren. 
Er räumte ein, zu Zeiten der anfälligen Neigezüge habe man nur 60 Prozent der Zugverbindungen zwischen Köln und Trier pünktlich abwickeln können, das heißt für Bahn-Verhältnisse: mit Verspätungen bis zu fünf Minuten. Seit zur Jahreswende wieder von Dieselloks gezogene Züge verkehren, so Siggelkow, könne man "100-prozentige Pünktlichkeit" garantieren. Allerdings mit einer um "20 bis 30 Minuten" längeren Fahrzeit zwischen Köln und Trier. 

"Wann haben Sie denn zuletzt auf dieser Strecke einen  Zug benutzt?", fragte Bernd Kolvenbach (CDU) daraufhin. Zu den zusätzlichen 30 Minuten, so Bahnkunde Kolvenbach, müsse man nochmals fünf bis zehn Minuten "regelmäßige Verspätung" addieren.

Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Dr. Elisabeth Danninger, die ebenfalls fast täglich mit der Bahn fährt, berichtete, dass ihr Zug zwischen Weilerswist und Köln-Deutz erst am Morgen vor der Sitzung 20 Minuten Verspätung "eingefahren" habe: "Sie haben doch schon jeden alten Karren für die Eifelstrecke reaktiviert. Wo soll das rollende Material für Ihre versprochenen Mehrangebote denn herkommen?" 

Auch CDU-Fraktionsgeschäftsführer Edgar Klein zog Siggelkows Zusicherung in Zweifel, wonach die Fahrgäste auf der Eifelstrecke durch die "neue Pünktlichkeit" wieder zufrieden gestellt seien: "Wie erklären Sie sich denn, dass der Fahrkartenverkauf im Bahnhof Gerolstein bereits um 50 Prozent zurückgegangen ist?" 

"Katastrophale Zustände" 

Siggelkow, bei der Regionalbahn Rheinland für Angebotsplanung und Marktforschung zuständig, ließ sich von dem geharnischten Donnerwetter der Politiker nicht aus der Ruhe bringen. 

Die Zustände auf der Eifelstrecke zu Zeiten der Neigezüge seien "katastrophal" gewesen. Daraufhin habe man sich im Dezember entschlossen, die modernen Einheiten aus dem Verkehr zu ziehen. Im Februar habe man dann den Fahrgästen einen, wenn auch mit langsameren Verbindungen, so doch zuverlässigen Fahrplan an die Hand gegeben. 
Zum Fahrplanwechsel am 10. Juni werde man Service, Angebot und Qualität auf der Eifelstrecke verbessern: Zwischen Rhein und Mosel sollen dann modernisierte Diesellokomotiven so genannte "Re-Design-Wagen" mit neuer Polsterung ziehen. 

Eine weitere Stufe der "Kompensationsmaßnahmen" sagte Siggelkow für September 2002 voraus, wenn die Neubaustrecke Köln-Frankfurt mit einer Reduzierung der Fahrzeit von zweieinhalb auf eine Stunde in Betrieb gehe: "Das erfordert eine Neuanpassung des Gesamtfahrplans NRW, also auch auf der Eifelstrecke." Die Zugverbindungen sollen neu überplant werden, damit die Fahrgäste überregionale Anschlusszüge in Köln und Trier zuverlässig und pünktlich erreichen.

Die Wiederinbetriebnahme der Neigezüge sei hingegen für die Eifelstrecke nicht vorgesehen. Weiter sagte Siggelkow, dass eine ferngesteuerte Weichenstellung auf der Eifelstrecke vom Bahnhof Euskirchen aus untersucht werden soll. Damit würde der Zugverkehr auch spätabends oder nachts möglich, was zurzeit an den Personalkosten scheitert, die durch manuell betriebenen Stellwerke entstehen. Der Planungsausschuss will darauf hinwirken, dass die elektronische Weichenstellung nicht nur im Computer durchgespielt, sondern versuchsweise auf der Strecke Euskirchen-Bonn in der Praxis ausprobiert wird. 

Auf dieser Strecke, so Siggelkow, sollen vom 10. Juni an moderne Fahrkartenautomaten in den Zügen in Betrieb gehen. Sogar Kunden, die im Tarifdschungel völlig ungeübt sind, sollen mit diesen "intelligenten" Apparaten klarkommen: "Man muss nur noch den Zielbahnhof eintippen." 

Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 27.04.2001 (Internet).


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Baureihe 218 auf der Eifelstrecke: Personalschulungsfahrten

Der RE 22666 von Trier nach Köln-Deutz war heute wegen Personalschulungsfahrten mit 218 372-1 und 218 216-0 (blau-beige) bespannt. Siehe auch FOTOS/03-04/2001.

Peter Weber


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Baureihe 218 auf der Eifelstrecke

Ab Planwechsel kommen Loks der Baureihe 218 vor denn RE's in der Eifel zum Einsatz. Details dazu kenne ich noch nicht; ich weiß nicht ob Köln eigene 218er zugeteilt bekommt oder ob auf Hagener Maschinen zurückgegriffen werden soll. Auch kann ich nicht sagen, inwieweit Trierer 215-Leistungen der Relation Gerolstein - Trier davon betroffen sind. Vielleicht kann ja ein Leser dieser Seite dazu etwas sagen...

Christian Meyer


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Änderungen zum Fahrplanwechsel

Die Deutsche Bahn hat am 13.04.2001 den Sommerfahrplan im Internet veröffentlicht. Die Änderungen für die Eifel:

-      alle RE 20 Köln-Trier werden neu mit der BR 218 bespannt. Außerdem halten diese Züge alle neu in Nettersheim (Richtung Trier Min. 27 / Richtung Köln Min 33). Dadurch gegen sich auf dem weiteren Streckenverlauf kleinere Fahrzeitveränderungen. So kommen die RE aus Trier neu erst Min 58 in Euskirchen an, weiter geht´s wie bisher Min 01. In Gerolstein kommen die RE aus Köln neu Min 00 an, weiter geht´s Min 02. Desweiteren halten die Züge zwischen Gerolstein und Trier auch wieder in Kyllburg, Speicher und Kordel, jedoch ist dort keine Einigkeit zu erkennen, denn der eine hält in Kordel, der nächste in Speicher, ein dritter in Kyllburg und ein anderer auf allen drei Stationen. Abfahrt in Trier ist neu grundsätzlich Min 53 (Ausnahme Mo-Fr RE 22674 Trier (13.34 ...bis Kyllburg alle Bhf....Köln 16.39))

-      ein neuer Halt für alle RE/RB Gerolstein - Trier ist Trier Mäusheckerweg zwischen Ehrang und Pfalzel. Auch hierdurch geringfügige Fahrzeitveränderungen. Neue Ankunft Gerolstein aus Richtung Trier Min. 45, neue Abfahrt Min 17 (RB).

-      RB 11400 Euskirchen 04.59 (Mo-Fr) verkehrt neu über Köln hinaus bis Overath 06.21. Samstags wie bisher bis Köln-Deutz. Die RB 11600 Euskirchen 05.29 (Mo-Fr) - Köln Hbf (06.11) verkehrt aber nicht mehr bis Rösrath, sondern nur bis Deutz.

-      RE 11404 Gerolstein 05.33 (Mo-Fr) - Köln Hbf 07.18 verkehrt neu weiter bis Köln-Dellbrück 07.46.

-      RE 11437 Köln 18.03 (Mo-Do)  - Kall 19.00 - Gerolstein 19.49 verkehrt laut DB-Auskunft nur noch bis Kall. Wobei hier aber auch ein Fehler vorliegen könnte, da ich nicht glaube, dass der VRS diesen immer sehr gut (auch bis Gerolstein) besetzten Zug abbestellt hat, zumal Freitags wie bisher in annähernd gleicher Zeitlage die RB 11621 Köln 17.47 - Gerolstein 19.41 weiterhin aufgeführt ist. Vielleicht weiß da jemand näheres.

Christoph Michels


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Satzvey

28.03.2001

Unsere schlaflosen Nächte wegen des Stopfexpress zwischen Satzvey und Mechernich sind wohl bald vorbei, jedenfalls schien man heute Nacht mit Schweissarbeiten beschäftigt. Wenn ich recht gesehen habe, fuhr heute gegen 08:30 ein einteiliger 612 Richtung Trier. Naht der Abschied von den Silberlingen doch schon früher als vorgesehen, oder will uns die DB AG nur mal zeigen, was sein könnte?

LP


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Neues aus der Eifel

- Seit Montag letzter Woche kurvt ein VT 612 (901) zwecks Testfahrten zwischen Euskirchen und Saarbrücken. Hab den Zug heute morgen mit -4 kurz vor Gerolstein gesehen. Weiß aber nicht, ob der Zug auch in den nächsten Tagen noch fahren soll.

- Rund um Gerolstein kommt zur Zeit ein Zug mit Stopfwagen und zwei Privatbahndieselloks zum Einsatz. Er stand heute 13.11 in Lissendorf und wartete die Kreuzung mit dem RE aus Trier ab.

- Ab Fahrplanwechsel werden alle RE 20 Köln - Trier mit der BR 218 bespannt. Die Loks werden voraussichtlich ab nächster Woche nach und nach zu Personalschulungen eintreffen. 

C. Michels


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Fassade beschmiert
Täter im Zug festgenommen

r Kall. Über eine Sachbeschädigung am Bahnhofsgebäude in Kall wurde die Polizei am Samstag gegen 14 Uhr informiert. Beim Eintreffen des Streifenwagens waren die von Zeugen beschriebenen zwei 27 und 16 Jahre alten Tatverdächtigen aus Oberhausen (Ruhrgebiet) bereits in den eingefahrenen Zug in Richtung Gerolstein eingestiegen.

Die Beamten holten die zwei aus dem Abteil und erhielten noch am Bahnsteig ein umfassendes Geständnis. Die beiden hatten die Gebäudefassade mit Schriftzügen beschmiert. Ermittlungen nach zwei weiteren Beteiligten Personen laufen. Die Rechnung wird wohl von der Deutschen Bahn AG nachgereicht. 

Quelle: Kölnische Rundschau vom 03.04.2001 (Internet).