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update: 25.09.2001]
Strecke Köln - Trier
Eifelstrecke 2001 (3) [zurück zur Übersicht] 23.09.2001
Schienenersatzverkehr Kall - Nettersheim (CMi)
Am Sonntag, den 30.09.2001 findet aufgrund
von Gleisbauarbeiten zwischen Kall
Zusätzlich: RB 88583 KKD 06.38 --> Kall 07.53
Außerdem verkehren mit neuer Fahrzeit
auf dem Streckenabschnitt Nettersheim --
RB 11431: N´heim: 07.50/B´heim:´57/S´heim:08.02/Dahlem:´06/J´rath:´11/L´dorf:´15/Oberb:´19/G´stein:´28 RE 22677: N´heim:20.46/B´heim:´53/J´rath:21.05/G´stein:´19 RE 22679: N´heim:22.46/B´heim:´53/J´rath:23.05/G´stein:´19 CMi ... wird die rot/beige 218 217 zum kleinen
Planwechsel (29.9.) von Regensburg nach Trier umbeheimatet. Da die Maschine
jedoch am 10.10. Fristablauf hat wird sie nur kurz in ihrer klassischen
Lackierung unterwegs sein, ein AW-Aufenthalt in Bremen würde wohl
unweigerlich eine Neulackierung in verkehrsrot mit sich bringen.
Nachtrag 22.09.2001: 218 217 ist letzte Nacht ganz kurzfristig
aus dem Plan geflogen und anstatt
Nachtrag 24.09.2001: Heute nacht wird 218 217 einen weiteren
Versuch unternehmen, in westliche Gefielde zu gelangen. In Nürnberg
soll sie in diesen Minuten auf einen Güterzug nach Saarbrücken
gehen, wo sie um 7:05 Uhr morgen früh eintreffen soll. Mal abwarten,
ob sie diesmal "durchkommt"...
Umlaufplan BR 218 ... wo es den 218-Plan gibt. Geh am besten mal auf www.v160-familie.de, klicke dort zunächst auf Baureihe 218, dann auf Umlaufpläne und schließlich auf Bw Trier. CM
Am heutigen Sonntag fand in der Mülldeponie Mechernich ein Tag der offenen Tür & Rad-Aktionstag statt. Das hervorragende Angebot von DB Rheinland und VRS (erstmalig Sonderzug von/nach Köln sowie Pendelfahrten zwischen Euskirchen, Deponie und Kall) wurde leider kaum wahrgenommen. Vielleicht liegt es auch an der Informationspolitik von DB und VRS - bereits am Samstag hatte ich in Euskirchen vergeblich nach Aushängen mit den Fahrzeiten gesucht. Aber auch das Volk derjenigen, die sonst scharenweise - mit Film- und Fotokamera bewaffnet - die Strecke bevölkern, war nicht zu sehen. Sind die Abgaswolken von Dieseltriebwagen zu banal? Dabei wird die Kombination von "Eifel"
und "Euregiobahn" wohl einmalig bleiben, und nach der Fahrgastzahlen von
heute sind zukünftige Sonderzüge zur Deponie ohnehin äusserst
fraglich...
Fahrplan Köln - Mechernich-Deponie
- Köln sowie Pendelfahrten
Peter Weber
Erftstadt. Ohne Empfehlung hatte der Kreisverkehrsausschuss
in der letzten Woche den Neubau der Kreisstraße 45 in Liblar an den
Kreisausschuss weitergeleitet, der am Donnerstag, 6. September im Bergheimer
Kreishaus tagt.
Heute wohl kein Disput im Planungsausschuss Dem steht eine andere Variante gegenüber,
die seinerzeit neben weiteren von der Kreisverwaltung vorgestellt worden
war.
Das indes befürchtet die SPD-Fraktion.
Wegen der noch zu erstellenden Aufträge und durchzuführenden
Genehmigungsverfahren zweifelt ihr Vorsitzender Bernd Bohlen daran, dass
eine endgültige Entscheidung in den nächsten Jahren fallen wird.
Dass die teure Variante vom Land in allen
Bereichen finanziell gefördert wird, kann sich Bohlen hingegen nicht
vorstellen. Und auch die Deutsche Bahn AG werde sich wohl vornehm zurückhalten.
Unsicher ist derzeit, ob die Verschiebung
des Bahnhofs von der Modernisierungsoffensive der Bahn, die bis 2004 läuft
und vom Land mitfinanziert wird, erfasst wird. Thomas Feldmann vom Bahnhofsmanagement
der "DB Station und Service" in Bonn wollte sich nicht festlegen.
Archiv der Rubrik Lokales - Erftkreis Quelle: Kölnische Rundschau vom 05.09.2001.
Von Joachim Sprothen Euskirchen/Weilerswist - Eine Nostalgie-Tour von Eisenbahnfreunden hat am Sonntag fast 100 Feuerwehrleute aus Weilerswist und Euskirchen mit Arbeit versorgt. Die schnaufende Dampflokomotive eines Zuges des Arbeitskreises Eisenbahntouristik (AKE) Gerolstein hatte auf dem Rückweg vom Dampfloktreffen in Gerolstein nach Köln-Kalk für kräftigen Funkenflug gesorgt. Der Bahndamm entlang der Schienentrasse stand auf der Strecke zwischen Euskirchen und Weilerswist nahezu lückenlos in Flammen. Der Euskirchener Stadtbrandmeister Peter Pesch zeigte wenig Verständnis für diese Vergnügungstour: "Das ist grob fahrlässig. Bei diesem Wetter muss man nicht unbedingt mit einer Dampflock fahren." Nach den brütend-heißen Temperaturen der vergangenen Tage war das Unkraut entlang der Trasse trocken wie Zunder. Kurz hinter dem Bahnübergang Appelsgarten in Euskirchen wurde die "Lunte" gelegt. Die Lokomotive verursachte mehrere Brandherde entlang der Strecke. Das Feuer fraß sich durch bis Weilerswist. Wegen der starken Rauchentwicklung, die die Sicht der Lok-Führer behinderte, wurde die Strecke in beide Fahrtrichtungen für den Bahnverkehr um 18.50 Uhr komplett gesperrt. Die Bahnreisenden hatten erhebliche Verspätungen hinzunehmen. Zwei Züge zwischen Köln und Gerolstein fielen ganz aus. Sieben weitere Züge hatten erhebliche Verspätungen. Auf eine Gesamtzeit von 344 Minuten bezifferte Gregor Zieger von der Überwachung der Betriebsführung der DB-Netz in Bonn die Verzögerungen im Reiseverkehr. "Das entspricht im Durchschnitt rund 50 Minuten", bewies der Pressesprecher der Deutschen Bahn in Nordrhein-Westfalen, Manfred Pietschmann, seine Rechenkünste. Auch nachdem Stadtbrandmeister Pesch die Piste um 20.07 Uhr wieder frei gab, seien die Züge wegen des Rauchs vorsichtshalber noch langsamer als üblich gefahren. Die DB-Netz richtete in der Zwischenzeit eine Art Notverkehr mit Taxen und Bussen ein. Pro Minute Verspätung könnten da je nach Falllage ganz unterschiedliche Summen anfallen. Pietschmann: "Das können zwei, aber auch hundert Mark pro Minute sein." Die Kosten will die Bahn laut Pietschmann dem "Verursacher" in Rechnung stellen. Und das ist nach Auskunft des Euskirchener Stadtbrandmeister Pesch eindeutig die Dampflok des Nostalgiezuges gewesen. Ob die Feuerwehr ihre Arbeit in Rechnung stellen kann, soll nun rechtlich geprüft werden. Jedenfalls waren 40 Mann aus Weilerswist, 50 aus dem Euskirchener Stadtgebiet und etwa 15 Fahrzeuge im Einsatz. Kölner Stadtanzeiger vom 28.08.2001
Von Bernd Zimmermann Euskirchen/Weilerswist - Für die Teilnehmer der historischen Dampflokfahrt von Köln nach Gerolstein war es das große Abenteuer: Einmal so wie früher mit einer alten Dampflok durch die Eifel fauchen, wie einst mit dem Feurigen Elias, der auf der Bahnstrecke Bonn Köln Berühmtheit erlangte, weil auf seiner Strecke Kaiser Wilhelm selbst die Schönheiten des Vorgebirges genoss. Am Sonntag hat die historische Dampflok nicht nur bei den Fahrgästen für das pürockelnde Gefühl von Nostalgie und antikem Reiseabenteuer gesorgt: Auch Dutzende Feuerwehrleute längs der Strecke bekamen eine Menge Arbeit. Denn als der Dampfzug gegen 10 Uhr von Euskirchen in Richtung Eifel rollte, setzten Funken des Zuges Böschungen an der Georgstraße und wenig später an der L178 bei Wißkirchen in Brand. Euskirchener Feuerwehrleute hatten die Sache aber ganz rasch wieder unter Kontrolle, wie Stadbrandmeister Peter Pesch nicht ohne Stolz gegenüber der "Rundschau" bemerkte. Wesentlich haariger wurde die Sache am Sonntagabend, als der Sonderzug fauchend und Funken sprühend wieder von Gerolstein gen Köln rollte. Nach der Sonnenhitze des Tages genügten selbst kleinste Funken, um die strohtrockenen Gräser längs der Gleisböschungen in Brand zu setzen. Und zwischen Euskirchen/Appelsgarten, sowie dem Bahnhof Weilerswist passierte dies gleich mehrere Male. Einige Flächenbrände mit Ausdehnungen von 50 bis 100 Quadratmetern wurden gemeldet, wobei durch den leichten Wind am Sonntagabend die Flammen rasch auch Meter hoch züngelten. Im Bereich der Stadt Euskirchen mussten deshalb neben dem Löschzug Zentrum auch die vier Löschgruppen des Löschzuges V (Klein- und Großbüllesheim, Weidesheim/ Wüschheim) sowie die Besatzung des Tanklöschfahrzeuges Kuchenheim ausrücken, um der Flammen Herr zu werden. Im benachbarten Weilerswist waren die Freiwilligen aus Lommersum, Derkum-Hausweiler-Ottenheim sowie aus Vernich aktiv, um hier ebenfalls zahllose Brandstellen zu löschen. Ein Schwerpunkt war dabei im Bereich Ottenheim, wo Hauptbrandmeister Ewald Seif den Einsatz der Freiwilligen leitete. Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr Das war nicht ganz einfach, denn längs der Bahnlinie Köln-Euskirchen gibt es nicht gerade viele Hydranten, so dass die Feuerwehren mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr Löschwasser heranschaffen mussten. Weil man fürchtete, durch das Funken schlagende "Feuerross" könnte auch der Wald am Swister Berg in Mitleidenschaft gezogen worden sein, ließ Gemeindebrandmeister Peter Ditz vorsorglich ein Beobachtungsflugzeug von der Dahlemer Binz anfordern, das den Bereich zwischen Weilerswist und Brühl inspizierte. "Früher, vor 30 Jahren, als noch viel mehr von den Dampfloks unsere Strecke befuhren, hatten wir jedes Jahr sechs bis sieben solcher Einsätze, aber keine Tanklöschfahrzeuge. Da mussten wir alles mit den Feuerpatschen löschen", erinnerte sich Ditz gestern. 40 Feuerwehrleute aus drei Löschgruppen waren gut drei Stunden im Einsatz, bis alle Schläuche wieder eingerollt und alle Fahrzeuge wieder in den Gerätehäusern waren. Wegen der Brände und der Löscharbeiten musste die Bahnstrecke geraume Zeit gesperrt werden. Sieben Züge hatten insgesamt knapp 350 Minuten Verspätung. Die Bahn werde die Mehrkosten für Taxifahrten von eiligen Fahrgästen den Betreibern des historischen Sonderzuges in Rechnung stellen, kündigte ein Bahnsprecher an. Kölnische Rundschau vom 28.08.2001
Der Dampfzug mit 52.80 und 38.10-40 von Gerolstein nach Köln verursachte zwischen Euskirchen und Weilerswist Böschungsbrände in km 27,3-28,4, 24,6-25,2, 21,9 und 20,9. Der planmässige Zugverkehr war in den Abendstunden für über eine Stunde beeinträchtigt. Nach Vollendung der Löscharbeiten durfte der Abschnitt Euskirchen - Weilerswist nur noch mit Vmax=40 km/h befahren werden was zur Verspätung aller Züge in der (Nord-) Eifel führte. Christian
Da die 52er bereits am Samstag nach Gerolstein
und zurück fuhr und auch vorher schon öfters in der Eifel eingesetzt
war, ohne Brände zu verursachen, vermute ich die 38er als Verursacher
der Feuer.
Peter Weber
Birgel/Obere Kyll - Unter dem Motto "Mühlen-Spektakel
in der Eifel" bietet
Das Spektakel findet jeweils am Samstag
und Sonntag, 23. und 24. Juni,
In der Mühle selbst bieten die beiden
Müller Erwin und Klaus Spohr
Nähere Informationen über die
Dampf-Sonderzüge gibt es beim AKE, Jörg Petry
Quelle: Kölner Stadtanzeiger vom 22.06.2001 (Internet).
bk Nettersheim. Für die großen
Umgestaltungsarbeiten am Nettersheimer
Bürgermeister Hermann-Josef Mießler
hatte vor der Ratssitzung am Dienstag
Rat und Verwaltung wollen die jetzt getrennten
Bahnsteige zusammenlegen und
Im gleichen Zuge soll auch die Zufahrt
von der Landstraße zum Platz
Der Parkplatz am Bahnhof wird umgestaltet.
Ein Teil dient künftig als Park &
Die Gemeinde wird das gesamte Bahnhofsgebäude übernehmen. Der Preis sei akzeptabel, erklärte
gestern der Bürgermeister. Die Kosten
Am Bahnhof wird für die Gäste
ein Info-Zentrum mit Multimedia-Säule
Die Arbeiten an den Bahnsteigen gehen auf
die Kappe der Bahn. Alle anderen
Darüber hinaus ist die Gemeinde dabei,
die Haltestellen für die Taxibusse
Auch hierfür steht die Finanzierung. Der Bürgermeister hofft, dass schon
im Spätherbst die Arbeiten vergeben
Glücklich sind die Nettersheimer,
dass an ihrem Bahnhof seit dem 10. Juni
Quelle: Kölnische Rundschau vom 21.06.2001 (Internet).
Elvira Hilgers Nettersheim. Die ganze Bevölkerung von Nettersheim war am Sonntag beim 1. Bahnhofsfest unterwegs, wurde doch der Eilzughaltepunkt festlich eingeweiht. Alle Züge der Linie RE 20 halten seit dem 10. Juni zusätzlich am Bahnhof Nettersheim. Bürgermeister Hermann-Josef Mießeler betonte in seiner Begrüßung, dass ein Bahnhofsfest in Nettersheim zwar keine Tradition habe, aber die Eisenbahn, die Bahnlinie Köln-Trier und der Bahnhof Nettersheim eine große Tradition hätten, denn sie seien schon über 100 Jahre alt und hätten erstmalig in Nettersheim einen großen Aufschwung mit der Kneippschen Kuranstalt um die Jahrhundertwende gebracht. Diese Einrichtung hätte zwar keinen Bestand gehabt, aber die Bundesbahn, ging Mießeler in die frühere Geschichte zurück. Damals waren die Arbeitnehmer noch auf die Eisenbahn angewiesen. In der Nachkriegszeit wurde die Bahn leider durch den Individualverkehr, durch das geliebte Auto, immer mehr verdrängt. Heute gewinnt die Bahn und damit verbunden auch die Bahnhöfe wieder an Bedeutung, nicht zuletzt wegen der steigenden Benzinpreise. So verhelfen wir der Deutschen Bundesbahn zu neuem Umschwung und zu neuer Blüte, sagte Mießeler. In Nettersheim hält nun stündlich von morgens früh, und abends sogar halbstündlich die Bahn an. Das ist der erste Grund für unsere Freude und für dieses Fest, so der Bürgermeister. Mießeler sagte allen, die mitgeholfen haben, ein herzliches Dankeschön, nicht zuletzt Landrat Günther Rosenke, dem Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg, Walter Reinartz, sowie den Mitarbeitern der Bahn AG, vertreten durch den Geschäftsführer der Regionalbahn Rheinland Rainer Graichen. Vorfreude auf die Zukunft Anlass für dieses Fest war zwar die Einrichtung des Stundentaktes am Bahnhof Nettersheim, aber an zweiter Stelle auch die Vorfreude auf das, was in naher Zukunft an diesem Bahnhof geschehen soll. In der vergangenen Woche haben sich alle an der Neukonzeption zur Gestaltung des Bahnhofes beteiligten Institutionen grundsätzlich darauf geeinigt, dass auf Dauer die beiden Bahnsteige in Höhe des Kölner Bahnsteiges zusammengelegt werden. Dabei werden die Zufahrt und die Zuwegung zu den Bahnsteigen, eine entsprechend große Überdachung im Bereich der Bahnsteige und Park- und Rideparkplätze angelegt sowie der Zutendaalplatz in einen funktionierenden Dorfplatz umgebaut. Das Bahnhofsgebäude wird von der Gemeinde übernommen, die dort einen Bürgerservice einrichtet sowie ein kleines Reisebüro mit Info und Kartenverkauf. Außerdem werden alle 40 Haltestellen in allen Dörfern der Gemeinde verbessert und neue Wartehallen aufgestellt. Bei einem Gesamtaufwand von 800000 DM ist ein Zuschuss von 720000 DM hierfür bewilligt Das Rahmenprogramm gestaltete die Musikkapelle Nettersheim, der Kindergarten, die Grund- und die Hauptschule sowie das Naturschutzzentrum. Ein Parcours mit Go-Karts und Rollern stand bereit und das Ökomobil lud zu Aktivitäten wie Fossilienschleifen, Färben, Nistkastenbau und dem Kuhmelken ein. Frisches Steinofenbrot wurde von der Hauptschule angeboten und auf der Steinfelderstraße und Bahnhofsstraße veranstaltete der Gewerbe-, Verkehrs- und Verschönerungsverein einen Flohmarkt . Quelle: Kölnische Rundschau vom 18.06.2001.
Von unserem Redakteur HEIKO FRITZE KYLLBURG/BADEM. Die Feuerwehr Badem bekommt ein neues Löschfahrzeug. Nur – so richtig glücklich sind die Wehrleute nicht. Denn es hätte auch ein weitaus größeres Auto sein können. Die Emotionen kochten hoch. 16 Feuerwehrleute
auf den Zuhörerplätzen – da ging es heiß her im VG-Rat
Kyllburg. Das Thema: Ein neues Fahrzeug für die Feuerwehr Badem.
Einigkeit und Freude also? Nicht ganz: Die Bademer Wehrleute waren mit Wut im Bauch gekommen. Denn bis vor drei Monaten hieß es, dass ein Spezialfahrzeug, Typenbezeichnung HLF-W 24/16, bei ihnen stationiert werde, um im Notfall auf Schienen in den Wilsecker Tunnel einzufahren. Doch die Bahn schickte das letzte der 14 verfügbaren Autos nicht nach Kyllburg, sondern an den Calberlahr-Tunnel an der Strecke Hannover-Berlin. Warum, das teilte das Unternehmen der VG am 10. Mai noch einmal mit: Zum einen sei das Unfall-Risiko im Wilsecker Tunnel nicht so hoch, zum anderen könne es auch nicht sein, dass zusätzliche Forderungen gestellt werden. Denn die VG hatte angefragt, ob die Bahn die Kosten für den Umbau des Bademer Gerätehauses übernimmt – geschätzte 40 000 Mark. "Wir haben darauf nie eine Antwort bekommen", sagte Bürgermeister Bernd Spindler. Hauptgrund sei aber, dass das Risiko neu beurteilt wurde, sagte gestern Bahn-Sprecher Gelfo Kröger: Durch den Wilsecker Tunnel fahre bei einem Gleis einmal pro Stunde ein Regionalexpress mit Tempo 80, am neuen Standort des Spezialfahrzeugs gebe es eine zweigleisige, fast ebenso lange Röhre, durch die Güterverkehr und ICEs mit bis zu Tempo 160 rollen. Die Enttäuschung in der Bademer Wehr sitzt dennoch tief. Hans Lichter verlas ihren offenen Brief. Und der hatte es in sich: Die Verwaltung habe die Bremsen angezogen, obwohl sie genau wusste, dass das Gebäude ohnehin umgebaut werden musste, auch für ein TSF-W. Informationen und Unterlagen seien nicht zur Verfügung gestellt worden, und als sich die Wehr in Cochem solch ein Fahrzeug anschaute, habe es statt dessen einen Rüffel vom Bürgermeister gegeben. "Wir haben auf die VG vertraut und sind enttäuscht worden", sagte Lichter. Neben einem neuen Fahrzeug braucht die Bademer Wehr aber auch noch einen neuen Wehrführer. Der bisherige, Günther Franzen, hat sein Amt Mitte April zur Verfügung gestellt. "Bei dem Misstrauen, dass die Verwaltung mir und der Wehr entgegenbrachte, wollte ich nicht im Amt bleiben", sagte er gestern auf Anfrage des TV . Dabei ging es vor allem um die interne Vereinbarung zwischen Wehr und VG, dass 20 000 der 40 000 Mark Umbaukosten von den Bademern übernommen werden sollten. Das war in der vorhergehenden Ratssitzung Ende März zur Sprache gekommen – mit der Folge, dass Spindler der Wehr Vertrauensbruch vorwarf. Ein Nachfolger für Franzen steht noch nicht fest. "Es ist schwierig, überhaupt noch jemanden zu finden, der das Amt übernehmen möchte", sagte Lichter. Dennoch wolle die Wehr wieder mit der VG zusammenarbeiten. Auch die CDU übte Kritik am Bürgermeister. Es sei zu hoch gepokert worden, der Informationsfluss sei eher spärlich gewesen, hieß es. "Ich habe ein reines Gewissen", wehrte sich Spindler. "Es stimmt nicht, dass wir das Fahrzeug nicht wollten; es gab eben eine neue Risikobewertung." Das habe die Bahn erstmals im Oktober mitgeteilt. Die VG habe noch gehofft, das Unternehmen umstimmen zu können. Quelle: Trierischer Volksfreund vom 15.06.2001 (Internet).
GEROLSTEIN. (ib) "Eifel" heißt ein Zug der Baureihe VT 644, besser bekannt als Talent, nun auch offiziell. Stadtbürgermeister Georg Linnerth taufte den Zug im Gerolsteiner Bahnhof. Auch SWR 4 und ein Kamerateam von Rheinland-Pfalz-Aktuell waren mit dabei. Bei einer Zugtaufe dabei zu sein, war wohl für die meisten im Gerolsteiner Bahnhof etwas Neues. Auch für Stadtbürgermeister Georg Linnerth, der als Taufpate fungierte. Helmut Jäger von SWR 4 moderierte die Veranstaltung, und so konnten auch diejenigen, die nicht in der ersten Reihe standen miterleben, was am und um den Zug herum abging. Zunächst hieß es noch warten, denn der Schienenbus war unterwegs auf seiner Jungfernfahrt von Trier nach Gerolstein, voll besetzt mit Touristen, die sich den Spaß nicht entgehen lassen wollten. Während ein Teil des Zuges seine Fahrt Richtung Köln gleich fortsetzte, blieb der Rest in Gerolstein. Dort prangt zukünftig das Eifel-Logo an beiden Seiten, denn künftig soll die Bahn auch als Werbeträger für die Region unterwegs sein. "Mit dem Namen Eifel dokumentiert die Region, dass sie sich mit unserem Produkt, dem Talent, identifiziert", freute sich Betriebsleiter Gerd Koßmann von der DB Regio, über die Akzeptanz des Nachfolgers vom mit wenig Glück behafteten Pendolino. Entwickelt und gebaut hat den Zug die Firma Talbot-Bombardier aus Aachen. Mit seinen 52 Metern Länge bietet er 161 Sitzplätze, davon 145 in der zweiten und 16 in der ersten Klasse. Das Gesamtgewicht des Zuges bei voller Auslastung beträgt 100 Tonnen. Zwei Dieselmotoren mit je 680 PS schaffen eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde. "Neu ist, dass alle Funktionen, wie Bremssteuerung oder Motorfunktion elektronisch überwacht und an den Triebzugführer gemeldete werden", erläutere Koßmann. Zudem sei der Zug klimatisiert, habe sechs Einstiege pro Seite und große Panoramafenster zum Betrachten der schönen Eifel-Landschaft. Die Kosten für den Zug liegen bei 4,5 Millionen Mark, erklärte der DB-Betriebsleiter. "Wir hoffen auf steigende Fahrgastzahlen." An Stadtbürgermeister Georg Linnerth überreichte Koßmann eine Gedenktafel mit einer Abbildung des Zuges. Er taufte den Zug mit einer Magnum-Flasche Sekt und meinte nach getaner Arbeit: "Das hätte ich auch mit einer Flasche Gerolsteiner Wasser machen können". Nicht wenige ringsum hatten Sektspritzer abbekommen. So auch der kleine Michele Krämer aus Pelm: "Ich wäre am liebsten gleich mit gefahren", meinte er. Quelle: Trierischer Volksfreund vom 26.05.2001 (Internet).
JÜNKERATH. Auch der Protest der Bürger
hat dazu beigetragen, dass Bahnkunden
Förderung durch Land und Bahn Die Firma will die ehemaligen Fahrkartenausgaben der Bahn zu modernen Dienstleistungszentren weiterentwickeln. Gefördert wird die Einrichtung in Jünkerath durch das Land, die DB Reise und Touristik AG und die Bundesanstalt für Arbeit. Der Vertreter der Bahn betonte, dass die Unterschriftenaktion gegen die Schließung des Fahrkartenschalters, die die Ortsgemeinde zusammen mit der Interessengemeinschaft Jünkerath und den Eisenbahnfreunden Jünkerath initiiert hatte, für die Bahn AG mit ausschlaggebend dafür gewesen sei, bei der Wiedereröffnung der Fahrscheinausgabe mitzuarbeiten. Bei der Aktion kamen mehr als 4000 Unterschriften aus Jünkerath und aus den Gemeinden der Region zusammen. VG-Bürgermeister Werner Arenz würdigte die Wiedereröffnung der Fahrscheinverkaufstelle als wichtiger Schritt für die Infrastruktur, vor allem für den Tourismus in der Region. Nun liege es auch an den Bürgern, diese Einrichtung durch möglichst intensive Nutzung zu stützen und zu erhalten. Arenz sagte, er hoffe, dass sich das Engagement der Bahn nicht nur auf die Einrichtung des Fahrscheinverkaufs beschränke, sondern künftig auch modernere Wagen auf der Eifelstrecke eingesetzt würden. Weiterer Wunsch des Bürgermeisters Ein weiterer Wunsch des Bürgermeisters: Das Erscheinungsbild des Jünkerather Bahnhofs solle vor allem durch eine Sanierung der Unterführung aufgewertet werden. Der Jünkerather Ortsbürgermeister Rainer Helfen wünschte der neuen Einrichtung und den dort Beschäftigten für die Zukunft ein erfolgreiches Arbeiten zum Nutzen der Bürger der Gemeinde und der Region und überreichte den Mitarbeitern zur Erinnerung an die Einweihungsfeier ein Geschenk. Dechant Mallmann segnete die neue Einrichtung ein. Für die musikalischeUmrahmung der Neueröffnung war der Musikverein Jünkerath zuständig. Für die Eisenbahnfreunde Jünkerath war es Ehrensache, die Bewirtung bei der Einweihungsfeier zu übernehmen, da die Wiedereröffnung der Fahrscheinausgabe auch für sie ein besonderer Tag der Freude war Quelle: Trierischer Volksfreund vom 23.05.2001 (Internet).
Wussten Sie eigentlich, dass Züge in einer offiziellen Zeremonie ihren Namen erhalten? SWR4-"Radio mit Zug" lädt Sie zu einer solchen Tauffeier ein. Am 24. Mai wird der VT 6,44 feierlich getauft und fortan unter dem Namen "Eifel" Reisende auf der Strecke Trier-Köln durch eben jenes Gebirge transportieren. Der Bahnhof in Gerolstein ist an Christi Himmelfahrt Ort des Ereignisses, zu dem SWR4 alle Eisenbahnfreunde einlädt. Wer möchte, kann übrigens die Jungfernfahrt unmittelbar vor der Taufe mitmachen (Abfahrt in Trier um 10.24 Uhr) und sich dabei gleich ein Bild vom VT 6,44 machen, einem der modern-sten Züge der Deutschen Bahn. Zudem hat die Reise von Trier nach Gerolstein einiges zu bieten: Neben landschaftlichen Hochgenüssen wie die gelb-orange schillernden Felsen der Trierer Bucht oder der 509 Meter hohe Vulkan Kalem bei Birresborn sind es vor allem historische Sehenswürdigkeiten wie die Bertrada-Burg, mutmaßlicher Geburtsort Karls des Großen, die an den Passagieren vorbeifliegen. Im Schatten der Löwenburg rollt der "Eifel" im Bahnhof von Gerolstein ein, wo um 11.45 Uhr die Taufe stattfindet. Das eigentliche Fest feiern SWR4 und die Gerolsteiner auf dem Kirmesplatz. Ab 11 Uhr gibt es einen Frühschoppen, bis 18 Uhr sorgen die Gerolsteiner Jugend-Big-Band, das Jugendorchester Schönecken, der Musikverein Berndorf und als Stargäste die Saragossa-Band für musikalische Untermalung. SWR4-Moderator Helmut Jaeger hat aber nicht nur Musik zu bieten: Stadtspaziergänge, Bauernmarkt und verschiedene kulinarische Leckereien runden die SWR4-Zugtaufe ab. Quelle: 22.05.2001 (Internet).
Jünkerath - Es war zwar kein "großer Bahnhof" am Bahnhof in Jünkerath. Aber einige Bürger waren doch erschienen, um die offizielle Eröffnung der Fahrkartenausgabe im Bahnhof mitzuerleben. Scharfe Proteste hatte es aus allen Teilen
der Bevölkerung gegeben, als die Deutsche Bahn AG sämtliche Dienstleistungen
im Bahnhof rigoros strich und die Fahrkartenausgabe im November 1999 schloss.
Rund 4000 Protest-Unterschriften waren danach von der Gemeinde, den "Eisenbahnfreunden"
und der Interessengemeinschaft (IG) Jünkerath gesammelt worden.
Gleicher Meinung war auch Ortsbürgermeister Rainer Helfen, der anlässlich der offiziellen Eröffnung ein Erinnerungsgeschenk und ein Zuglaufschild vom Jubiläum "125 Jahre Bahnhof Jünkerath" an den Manager der neuen Fahrkartenausgabe, Claus Schlemmer, überreichte. Die "Entrada", die den Bahnhof wieder zum Leben erweckte, hatte zu der Eröffnung eingeladen. Hinter der "Entrada" verbirgt sich die "Richtung Arbeit GmbH" aus Koblenz, die ein neues Konzept entwickelt hat. Das Projekt der Firma heißt "Re-Station - Dienstleistungen in Bahnhöfen" und wird als arbeitsmarkt- und verkehrspolitisches Novum sowohl vom Verkehrs- als auch vom Sozialministerium und vom Arbeitsamt gefördert, wie Schlemmer erläuterte. Der für viele Kunden sehr wichtige persönliche Ansprechpartner bietet Beratung, Verkauf und mehr Service vor Ort. Dadurch schafft die "Entrada" auch eine ganze Reihe neuer Arbeitsplätze für Menschen, die wegen einer Behinderung im erlernten Beruf nicht mehr vermittelt werden können. Insgesamt elf Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz werden so betrieben. Die Mitarbeiter werden vom Arbeitsamt ausgesucht und gefördert. Für die musikalische Umrahmung des kleinen Festaktes sorgte der Musikverein Jünkerath-Glaadt. Die Fahrkartenagentur ist montags bis freitags von 6 bis 15 Uhr geöffnet und unter [TEL] 0 65 97/ 90 02 46 zu erreichen. Quelle: Kölner Stadt Anzeiger vom 22.05.2001 (Internet).
ml Mechernich - "Gefährden Sie mit
solchem Firlefanz nicht den Durchstich
Außerdem hatte der UWV-Chef gefordert,
sein Heimatort Strempt solle
Stilles Übereinkommen Die Pläne für dieses Projekt
liegen nämlich momentan zur Genehmigung im
Winfried Simons (UWV) zeigte sich über
die "Verzögerungstaktik" von Bahn und
"Bahn-AG bremst" Diese Pläne wurden schließlich
vom Stadtrat beschlossen und vom
Während Simons die Schuld für
die Verzögerung bei der Stadtverwaltung und
Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 10.05.2001 (Internet).
hs Jünkerath - Große Freude herrscht in der Verbandsgemeinde Obere Kyll und besonders in Jünkerath, denn der Fahrkartenschalter im Jünkerather Bahnhof ist wieder geöffnet. Nachdem die Deutsche Bahn diese Service-Leistung im vergangenen Jahr rigoros gestrichen hatte - trotz zahlreicher Eingaben von Verwaltungen, Politikern und Kunden -, können die Bürger den Fahrkarten- und Auskunfts-Service ab dem 2. April im Bahnhof wieder nutzen. Die "Entrada - Richtung Arbeit GmbH" aus Koblenz hat mit dem Projekt "Re-Station - Dienstleistungen in Bahnhöfen" die Betreuung der Bahn- und Buskunden im Jünkerather Bahnhof übernommen. Hinter diesem Projekt stecken, neben der "Entrada", die Bundesanstalt für Arbeit, die rheinland-pfälzischen Ministerien für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau sowie für Arbeit, Soziales und Gesundheit und die "Reise und Touristik AG" der Deutsche-Bahn-Gruppe. Sinn und Zweck von "Re-Station" ist der Betrieb von stillgelegten oder von der Stilllegung bedrohten Fahrkartenverkaufsstellen der Deutschen Bahn sowie die Weiterentwicklung dieser Verkaufsstellen zu modernen Dienstleistungszentren in kleinen und mittleren Bahnhöfen. Ein weiterer Grundsatz dieses Projektes ist die Aus- und Weiterbildung von arbeitslosen Behinderten und beruflichen Rehabilitanden in den Bereichen Reiseverkehr und Einzelhandel. Die "Verkaufsstelle" im Bahnhof Jünkerath wurde nach einer längeren Umbauphase zum 2. April von der "Entrada" übernommen. Seitdem stehen die neuen Mitarbeiter den Bürgern im weiten Umkreis der oberen Kyll und darüber hinaus mit ihren Dienstleistungen zur Verfügung. Der Bahnhofsschalter ([TEL] 0 65 97/90 02 46) in Jünkerath ist montags bis freitags von 6 bis 15 Uhr geöffnet, allerdings an Wochenenden und an Feiertagen geschlossen. Die offizielle Eröffnung des Schalters erfolgt am Samstag, 12. Mai, gegen 10 Uhr. Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 03.05.2001 (Internet).
Von Jürgen Gräper Kreis Euskirchen. "Sie haben doch schon alle noch verfügbaren alten Karren auf die Schiene zurückgeholt, wo soll da noch eine Aufstockung herkommen?" machte Dr. Elisabeth Danninger (Grüne) als regelmäßige Bahnnutzerin zwischen Euskirchen und Köln ihrem Ärger Luft. Bernd Kolvenbach von der CDU schloss sich an mit seinen täglichen Erfahrungen, wonach acht von zehn Haltepunkten auf der Eifelstrecke im Kreis Euskirchen mit Verspätungen angefahren würden. Hans Schmitz (SPD) berichtete sogar, dass er für seine jüngste Reise nach Duisburg in Mechernich extra einen Zug 30 Minuten früher genommen habe, um den Anschluss in Köln nicht zu verpassen. Pünktliche Züge brauchen mehr Zeit Einen schweren Stand hatte am Mittwoch im Ausschuss für Planung, Umwelt und ÖPNV im Kreishaus Euskirchen der Leiter der Angebotsplanung und Marktforschung der DB Regionalbahn Rheinland GmbH, Thorsten Siggelkow. Der Bahner räumte "katastrophale Zustände während der Pannenserie der Neigetechnikzüge" ein, doch das sei alles besser geworden mit dem neuen Fahrplan seit dem 18. Februar. Zwar brauchten die lokbespannten Züge zwischen Köln und Trier jetzt 20 bis 30 Minuten länger, dafür werde aber eine Punktlichkeitsquote nach dem neuen Fahrplan von 100 Prozent erreicht. Nach dem alten Fahrplan war die Pünktlichkeit auf bis zu 60 Prozent abgesackt, weil die 20 bis 30 Jahre alten Züge mit dem Tempo der Neigezüge nicht mithalten konnten. Bei angeblich 100 Prozent Pünktlichkeit wähnten sich die Kreistagsabgeordneten auf dem falschen Bahnsteig. Vielleicht seien da zehn Minuten Toleranz eingebaut, vermutete Rainer Liebmann (SPD). Nein, nur im Rahmen von fünf Minuten zähle noch die Pünktlichkeit. Siggelkow machte schließlich deutlich, wie so die Bahnstatistik und die Wirklichkeit zwischen Köln und den Eifelbahnhöfen so weit auseinanderklaffen können. Per Signal gemessen und gezählt werden ausschließlich die Zugankünfte und die Abfahrten in Köln. Ersatz für Neigetechnik vorläufig nicht in Sicht Mit dem Ersatz für die Neigetechnik sehe es vorläufig gar nicht gut aus. Auch eine neue Baureihe der Neigetechnikzüge zeige Macken, da wolle die DB kein neues Risiko eingehen. Moderne Dieselloks und eine Komfortaufrüstung der alten Waggons sollen zusammen mit einem vermehrten Zugangebot zum Fahrplanwechsel am 10. Juni 2001 einen Ausgleich bringen. Die Eröffnung der ICE-Strecke, die die Fahrzeiten von Köln nach Frankfurt von 2,5 auf eine Stunde verkürzen wird, zieht einen neuen Taktfahrplan in ganz NRW nach sich. Um einige Minuten werden sich auch die Abfahrtzeiten im Kreis Euskirchen ändern. Zukunftsmusik stimmte Edgar Klein mit dem Antrag der CDU auf ein elektronisches (unbemanntes) Stellwerk in Euskirchen oder eine Fernsteuerung aller Signale und Weichen auf der Eifelstrecke an. Sobald die Fernsteuerung den Stellwerkern zwischen Kalscheuren und Jünkerath die Arbeit abnimmt, können sich Spätzüge bis Kall und Jünkerath rechnen. Der Zugkilometer wird schätzungsweise zehn Mark preiswerter, sobald die Fernsteuerung die Personalkosten reduziert. Damit Land und Bund sich an der Modernisierung der Bahnlinie beteiligen, sollen Gutachter die Einrichtungskosten und die Minderung der Betriebskosten ermitteln. Ein Handlungskonzept kann im günstigsten Fall bis Ende 2001 vorliegen. Wie gut die Fernsteuerung funktioniert, kann im weiteren Verlauf der Eifelstrecke zwischen Jünkerath und Trier abgelesen werden. In Rheinland-Pfalz hat die neue Stellwerktechnik schrittweise seit 1990 schon Einzug gehalten. Quelle: Kölnische Rundschau vom 27.04.2001 (Internet).
Von Manfred Lang Kreis Euskirchen - "Sie haben auf der Eifelstrecke moderne Neigezüge aus dem Verkehr gezogen und durch sämtlichen verfügbaren Schrott ersetzt. Und jetzt sprechen Sie trotz gigantischer Verspätungen dieser Bummelzüge auch noch von einer Angebotsverbesserung", wetterte der SPD-Politiker Hans Schmitz am Mittwoch im Planungsausschuss des Kreistages. Adressat dieser und anderer Schimpfkanonaden
war Thorsten Siggelkow von der "DB Regionalbahn Rheinland GmbH", der eigentlich
ins Kreishaus gekommen war, um über "Kompensationsmaßnahmen"
angesichts des Neigezug-Wegfalls zu referieren.
"Wann haben Sie denn zuletzt auf dieser Strecke einen Zug benutzt?", fragte Bernd Kolvenbach (CDU) daraufhin. Zu den zusätzlichen 30 Minuten, so Bahnkunde Kolvenbach, müsse man nochmals fünf bis zehn Minuten "regelmäßige Verspätung" addieren. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Dr. Elisabeth Danninger, die ebenfalls fast täglich mit der Bahn fährt, berichtete, dass ihr Zug zwischen Weilerswist und Köln-Deutz erst am Morgen vor der Sitzung 20 Minuten Verspätung "eingefahren" habe: "Sie haben doch schon jeden alten Karren für die Eifelstrecke reaktiviert. Wo soll das rollende Material für Ihre versprochenen Mehrangebote denn herkommen?" Auch CDU-Fraktionsgeschäftsführer Edgar Klein zog Siggelkows Zusicherung in Zweifel, wonach die Fahrgäste auf der Eifelstrecke durch die "neue Pünktlichkeit" wieder zufrieden gestellt seien: "Wie erklären Sie sich denn, dass der Fahrkartenverkauf im Bahnhof Gerolstein bereits um 50 Prozent zurückgegangen ist?" "Katastrophale Zustände" Siggelkow, bei der Regionalbahn Rheinland für Angebotsplanung und Marktforschung zuständig, ließ sich von dem geharnischten Donnerwetter der Politiker nicht aus der Ruhe bringen. Die Zustände auf der Eifelstrecke
zu Zeiten der Neigezüge seien "katastrophal" gewesen. Daraufhin habe
man sich im Dezember entschlossen, die modernen Einheiten aus dem Verkehr
zu ziehen. Im Februar habe man dann den Fahrgästen einen, wenn auch
mit langsameren Verbindungen, so doch zuverlässigen Fahrplan an die
Hand gegeben.
Eine weitere Stufe der "Kompensationsmaßnahmen" sagte Siggelkow für September 2002 voraus, wenn die Neubaustrecke Köln-Frankfurt mit einer Reduzierung der Fahrzeit von zweieinhalb auf eine Stunde in Betrieb gehe: "Das erfordert eine Neuanpassung des Gesamtfahrplans NRW, also auch auf der Eifelstrecke." Die Zugverbindungen sollen neu überplant werden, damit die Fahrgäste überregionale Anschlusszüge in Köln und Trier zuverlässig und pünktlich erreichen. Die Wiederinbetriebnahme der Neigezüge sei hingegen für die Eifelstrecke nicht vorgesehen. Weiter sagte Siggelkow, dass eine ferngesteuerte Weichenstellung auf der Eifelstrecke vom Bahnhof Euskirchen aus untersucht werden soll. Damit würde der Zugverkehr auch spätabends oder nachts möglich, was zurzeit an den Personalkosten scheitert, die durch manuell betriebenen Stellwerke entstehen. Der Planungsausschuss will darauf hinwirken, dass die elektronische Weichenstellung nicht nur im Computer durchgespielt, sondern versuchsweise auf der Strecke Euskirchen-Bonn in der Praxis ausprobiert wird. Auf dieser Strecke, so Siggelkow, sollen vom 10. Juni an moderne Fahrkartenautomaten in den Zügen in Betrieb gehen. Sogar Kunden, die im Tarifdschungel völlig ungeübt sind, sollen mit diesen "intelligenten" Apparaten klarkommen: "Man muss nur noch den Zielbahnhof eintippen." Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger vom 27.04.2001 (Internet).
Der RE 22666 von Trier nach Köln-Deutz war heute wegen Personalschulungsfahrten mit 218 372-1 und 218 216-0 (blau-beige) bespannt. Siehe auch FOTOS/03-04/2001. Peter Weber
Ab Planwechsel kommen Loks der Baureihe 218 vor denn RE's in der Eifel zum Einsatz. Details dazu kenne ich noch nicht; ich weiß nicht ob Köln eigene 218er zugeteilt bekommt oder ob auf Hagener Maschinen zurückgegriffen werden soll. Auch kann ich nicht sagen, inwieweit Trierer 215-Leistungen der Relation Gerolstein - Trier davon betroffen sind. Vielleicht kann ja ein Leser dieser Seite dazu etwas sagen... Christian Meyer
Die Deutsche Bahn hat am 13.04.2001 den Sommerfahrplan im Internet veröffentlicht. Die Änderungen für die Eifel: - alle RE 20 Köln-Trier werden neu mit der BR 218 bespannt. Außerdem halten diese Züge alle neu in Nettersheim (Richtung Trier Min. 27 / Richtung Köln Min 33). Dadurch gegen sich auf dem weiteren Streckenverlauf kleinere Fahrzeitveränderungen. So kommen die RE aus Trier neu erst Min 58 in Euskirchen an, weiter geht´s wie bisher Min 01. In Gerolstein kommen die RE aus Köln neu Min 00 an, weiter geht´s Min 02. Desweiteren halten die Züge zwischen Gerolstein und Trier auch wieder in Kyllburg, Speicher und Kordel, jedoch ist dort keine Einigkeit zu erkennen, denn der eine hält in Kordel, der nächste in Speicher, ein dritter in Kyllburg und ein anderer auf allen drei Stationen. Abfahrt in Trier ist neu grundsätzlich Min 53 (Ausnahme Mo-Fr RE 22674 Trier (13.34 ...bis Kyllburg alle Bhf....Köln 16.39)) - ein neuer Halt für alle RE/RB Gerolstein - Trier ist Trier Mäusheckerweg zwischen Ehrang und Pfalzel. Auch hierdurch geringfügige Fahrzeitveränderungen. Neue Ankunft Gerolstein aus Richtung Trier Min. 45, neue Abfahrt Min 17 (RB). - RB 11400 Euskirchen 04.59 (Mo-Fr) verkehrt neu über Köln hinaus bis Overath 06.21. Samstags wie bisher bis Köln-Deutz. Die RB 11600 Euskirchen 05.29 (Mo-Fr) - Köln Hbf (06.11) verkehrt aber nicht mehr bis Rösrath, sondern nur bis Deutz. - RE 11404 Gerolstein 05.33 (Mo-Fr) - Köln Hbf 07.18 verkehrt neu weiter bis Köln-Dellbrück 07.46. - RE 11437 Köln 18.03 (Mo-Do) - Kall 19.00 - Gerolstein 19.49 verkehrt laut DB-Auskunft nur noch bis Kall. Wobei hier aber auch ein Fehler vorliegen könnte, da ich nicht glaube, dass der VRS diesen immer sehr gut (auch bis Gerolstein) besetzten Zug abbestellt hat, zumal Freitags wie bisher in annähernd gleicher Zeitlage die RB 11621 Köln 17.47 - Gerolstein 19.41 weiterhin aufgeführt ist. Vielleicht weiß da jemand näheres. Christoph Michels 28.03.2001 Unsere schlaflosen Nächte wegen des Stopfexpress zwischen Satzvey und Mechernich sind wohl bald vorbei, jedenfalls schien man heute Nacht mit Schweissarbeiten beschäftigt. Wenn ich recht gesehen habe, fuhr heute gegen 08:30 ein einteiliger 612 Richtung Trier. Naht der Abschied von den Silberlingen doch schon früher als vorgesehen, oder will uns die DB AG nur mal zeigen, was sein könnte? LP - Seit Montag letzter Woche kurvt ein VT 612 (901) zwecks Testfahrten zwischen Euskirchen und Saarbrücken. Hab den Zug heute morgen mit -4 kurz vor Gerolstein gesehen. Weiß aber nicht, ob der Zug auch in den nächsten Tagen noch fahren soll. - Rund um Gerolstein kommt zur Zeit ein Zug mit Stopfwagen und zwei Privatbahndieselloks zum Einsatz. Er stand heute 13.11 in Lissendorf und wartete die Kreuzung mit dem RE aus Trier ab. - Ab Fahrplanwechsel werden alle RE 20 Köln - Trier mit der BR 218 bespannt. Die Loks werden voraussichtlich ab nächster Woche nach und nach zu Personalschulungen eintreffen. C. Michels
r Kall. Über eine Sachbeschädigung am Bahnhofsgebäude in Kall wurde die Polizei am Samstag gegen 14 Uhr informiert. Beim Eintreffen des Streifenwagens waren die von Zeugen beschriebenen zwei 27 und 16 Jahre alten Tatverdächtigen aus Oberhausen (Ruhrgebiet) bereits in den eingefahrenen Zug in Richtung Gerolstein eingestiegen. Die Beamten holten die zwei aus dem Abteil und erhielten noch am Bahnsteig ein umfassendes Geständnis. Die beiden hatten die Gebäudefassade mit Schriftzügen beschmiert. Ermittlungen nach zwei weiteren Beteiligten Personen laufen. Die Rechnung wird wohl von der Deutschen Bahn AG nachgereicht. Quelle: Kölnische
Rundschau vom 03.04.2001 (Internet).
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