|
ZEUKE
Zeuke
1945 gründet der Feinmechaniker Werner
Zeuke in Berlin-Köpenick die Firma Feinschlosserei und Gerätebau
Werner Zeuke und produziert Spielzeugeisenbahnen.
Firmengeschichte Zeuke & Wegwerth KG In Berlin-Köpenick gründete der
Feinmechaniker Werner Zeuke 1945 eine Firma Feinschlosserei und Gerätebau
Werner Zeuke. Produziert wurden handwerklich gefertige Spielzeugeisenbahnen.
Die Betriebsspannung betrug 20V ~. Das Sortiment der Fa. Zeuke & Wegwerth KG war weitgehend standardisiert und technologisch durchdacht. Aus nur wenigen Grundkomponenten wurde das gesamte Sortiment entwickelt. Die automatische Zeuke-Kupplung ist nach meiner Überzeugung die beste, die es in der Spur 0 gab. Sie hatte nur den einen Nachteil, daß sie bei uneben verlegtem Gleis zum spontanen Entkuppeln neigte. Bilder: Werner Zeuke / Helmut Wegwerth / Die Fabrik in Berlin-Köpenick Die Fa. Zeuke & Wegwerth hat bis 1962 Modelleisenbahnen in der Spurweite 0 hergestellt. Übrigens hat Zeuke stets darauf hingewiesen, daß es sich um Spielwaren handelt. Das Sortiment war im Vergleich zu Liebmann oder gar Märklin gering, aber es dürfte wenige Sammler geben, die über alle Stücke verfügen. Es ist bemerkenswert, daß es nach 1949 keine nennenswerten Änderungen am System gab. Die beiden charaktristischen Merkmale der Zeuke-Bahnen sind die automatische Kupplung und das Dreileiter-Wechselstromsystem mit doppelter Motor-Feldspule. Über Die Erzeugnisse zwischen 1945 und 1949 ist recht wenig bekannt. Sämtliche Veröffentlichungen, die es überhaupt zu diesem Thema gibt, nennen zwei bis drei Lokomotiven mit Metallguß-Gehäusen, die noch nicht für das Zeuke-System ausgelegt sind. Über die Kupplung geben die mir vorliegenden Fotos keine Auskunft, aber der in meiner Rubrik "Spezialgüterwagen" abgebildete Wagen mit Feldbahnloren deutet darauf hin, daß die ersten Zeuke-Kupplungen zu den Liebmann-Kupplungen paßten. Damit wäre ein Hinweis gefunden, daß die bereits vor dem Krieg etablierte Firma Liebmann, wie Zeuke in der damaligen Sowjetischen Besatzungszone angesiedelt, Anregungen für Sortiment und Gestaltung lieferte. Es könnte anfangs sogar eine Zusammenarbeit gegeben haben, denn die Tenderlok T 48 hatten beide Firmen. Ihr Bakelit-Gehäuse ist für Liebmann eine Ausnahme. Liebmann ist bis zum Schluß bei Aluminiumplatten bzw. Weißblech geblieben. Wie Herr Dr. Dirk Hertel in einem Aufsatz, veröffentlicht auf einer britischen Homepage (www.traincollectors.org.uk ) berichtet, hat Zeuke 1955 die Liebmann-Produktionsstrecke erworben. Insbesondere die T 64 von Liebmann sei von beiden Firmen in unterschiedlicher Ausführung produziert worden. Wie sich allerdings bald zeigte, führte die konsequente Modellstandardisierung und -vereinfachung bei den Uhrwerks- und Batteriebahnen in die Sackgasse der Billigprodukte, die letztlich ihre Daseinsberechtigung verloren haben. Auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1957 stellte die Zeuke & Wegwerth KG ihre ersten TT-Modelle vor. Erstaunen rief nicht nur die damals noch unübliche hohe Detaillierung hervor. Zeuke präsentierte vor allem ein erstes Komplettangebot von Schienenmaterial über Zubehör bis zur einem ersten Dampflokmodell. 1972 wurde die Zeuke & Wegwerth KG verstaatlicht, wie übrigens auch alle damals noch existierenden Privatbetriebe der damaligen DDR. Das Firmenlogo mit dem Namenszug "Zeuke" verschwand schrittweise von neu produzierten Modellen. Der Betrieb firmierte nunmehr unter VEB Berliner TT-Bahnen. Nachtrag:
Heute führt die Fa. Tillig in Sachsen die TT-Produktion weiter. Eine kleine Schauanlage in der Spurweite 0 erinnert an die Modelleisenbahnen in der Spurweite 0, mit denen Werner Zeuke nach 1945 sein Lebenswerk begann. Quellenangaben: Dieter Kleine-Möllhoff, Forst:
Peter Wieland:
www.mdr.de:
Quelle: Internet
|