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Presse
Presseecho / Presseinfos 11.03.2003 Presseinfo 2/04:Umfangreiches Fahrtenprogramm 2004 steht 30.12.2003 Erfolgreiche
Jahresabschlussfahrt nach Daun
31.12.2002 Petry bleibt
Lokführer - "Eifelbahn"-Verein blickt zurück und voraus
28.08.2001 Sprudel-
und Dampflokfest: Gäste stöhnen, Loks schnauben, Macher jubeln
21.09.2000 Lokschuppenfest 2000 Umfangreiches Fahrtenprogramm 2004 steht Der Verein „Eifelbahn e.V.“ hat sich wieder ein umfangreiches Fahrtenprogramm für die kommenden Monate vorgenommen. Neben den schon jetzt im vierten Jahr gemeinsam mit der Vulkan-Eifel-Bahn angebotenen Freizeitverkehren an Wochenenden und Feiertagen zwischen Gerolstein und Kaisersesch gibt es wieder eine Menge weiterer Fahrgelegenheiten. Eröffnet wird die Saison mit einer Vereinsfahrt zum befreundeten Eisenbahnverein der „Merzig-Büschfelder Eisenbahn (MBE)“ im Saarland. Per Schienenbus geht es am 12. April von Gerolstein aus nach Merzig, dort wird in den Dampfzug der MBE umgestiegen und nach Losheim gefahren. Eine Besichtigung des dortigen Bahnbetriebswerks und der Fahrzeuge ist möglich. Knapp zwei Wochen später steht – ebenfalls im Schienenbus – das Befahren von Zweigstrecken in der Eifel an. Samstags (24.4.) wird von Gerolstein aus nach Schleiden gefahren, von dort zurück über Kall und Euskirchen nach Düren. Die Zweigstrecken nach Schleiden und Düren haben keinen regulären SPNV mehr, so dass hier eine Besonderheit angeboten wird. Am darauf folgenden Sontag findet speziell für Eisenbahnfreunde eine Sonderfahrt nach Kaisersesch stat mit zahlreichen Fotohalten an attraktiven Stellen. Wieder im Programm sind die gerade bei Urlaubern so sehr geliebten Sonderfahrten nach Monreal, die ab dem 7. Juli wieder bis zum Ende der Sommerferien mittwochs erfolgen werden. Die gemütliche Fahrt wird kombiniert mit einer Stadtführung in einem der romantischsten Orte der Eifel. Der Verein hofft, dass dieses Angebot in der Region auf eine gute Nachfrage trifft. Nähere Einzelheiten werden jeweils rechtzeitig vor den Fahrten mitgeteilt oder können unter www.eifelbahn.de im Internet ersehen werden. Mit freundlichen Grüßen gez. Hans-Peter Kuhl
PROGRAMM-VORSCHAU 2004 12.4.2004
24.4.2004
25.4.2004
20.5.2004
22./23.5.04
20.5.2004
7.7.2004
Weitere Informationen: www.eifelbahn.de
Mit einer erfolgreichen Dampflokfahrt nach
Daun konnte der Verein Eifelbahn e.V. sein Jahresprogramm 2003 beenden.
Am vergangenen Sonntag nutzten fast 500 Fahrgäste die Gelegenheit,
mit einem Sonderzug von Gerolstein nach Daun und zurück zu fahren.
Trotz rutschiger Schienen schaffte es die Dampflok 5519 des gleichnamigen
luxemburgischen Eisenbahnvereins, auch die großen Steigungen bei
Dockweiler und Hohenfels ohne Schub den Zug ins Ziel zu bringen. Ein Besuch
des Gerolsteiner Weihnachtsmarkts bildete dann für viele Fahrgäste
den Abschluss eines erlebnisreichen Sonntags.
Der Dampfsonderzug mit der Luxemburger 5519. Foto: (C) Andreas Kurth Eifel-Zeitung, Dezember 2003 Leider haben einige frühere Landräte in der Eifel dabei mitgeholfen, die Bahn zu verscheuchen und mehr noch, wertvolle Gleisanlagen abbauen zu lassen. Dieser Frevel rächt sich jetzt. Wie selbstverständlich haben sich aber alle an LKW-Schlangen – auch in der Eifel – gewöhnt. Dabei gibt es gerade beim LKW-Verkehr und beim Autoverkehr insgesamt in der nördlichen Eifel des Landes Rheinland-Pfalz große Probleme. Die Straßen wuchsen nicht mit dem Verkehrsaufkommen mit. Mehr noch, nach drei Jahrzehnten Ankündigung lässt der Lückenschluss der Autobahn A1 zwischen Daun und der NRW-Grenze immer noch auf sich warten. Das ist ein Skandal, denn vor über 25 Jahren wurden nachweisliche mehrere Firmen aus Nordrhein-Westfalen in die Eifel gelockt mit dem Versprechen, dass in wenigen Jahren lückenlos die A1 befahrbar sein würde. A1 und die Bahn werden gebraucht Wenn heute einige Zeitgenossen hier in der Eifel so tun, als würde es hier auch eine prosperierende Wirtschaft ohne A1 geben, dann verkennen sie alleine schon die Tatsache, dass eben eine nicht uninteressante Anzahl von Firmen vor etwa 25 Jahren hier ihre neuen Betriebsstätten eröffnet haben, weil sie den damaligen Aussagen geglaubt hatten, dass bald die A1 kommen wird. Jetzt kann man natürlich sagen, dass tausend Arbeitsplätze und wahrscheinlich mehr in der Eifel nur deshalb entstanden sind, weil seinerzeit „clevere“ Landräte wie zum Beispiel der aus Wittlich nach Daun kommende Dauner Landrat Orth etwas versprochen hat, woran er möglicherweise gar nicht glaubte oder aber er naiverweise dachte, dass seine politischen Freunde ihm südöstlich entfernten Mainz das schon richten würden. Viele Nebenstrecken abgebaut Güter, die über eine längere Strecke transportiert werden, müssen auf die Bahn, auch wenn die Bahn-Organisation derzeit immer noch nicht so toll läuft, wie es bei einer marktwirtschaftlichen orientierten kundenfreundlichen Privatfirma der Fall wäre. Leider wurden viele Nebenstrecken im Laufe der letzten Jahrzehnte frevelhaft abgebaut. Es mag sein, dass auf einigen ehemaligen Bahnstrecken heute wunderschöne Radwanderwege entstanden sind. Eine funktionierende Bahn wäre den meisten lieber – gerade in Winterzeiten. Manch ein Verantwortlicher in der Eifel, oder diejenigen, die sich als kompetent fühlen, sagen häufig, dass die Straßen hier nahezu immer gut befahrbar seien und der Winterdienst funktionieren würde. Und im übrigen sei es ja auch so, dass Winterfahrprobleme eine Ausnahme seien. Aber wenn diese Ausnahme auftritt, ist es tückisch, gefährlich und wirtschaftsschädigend und auch für alle Bürger, die sich bewegen müssen, mehr als nur unangenehm. Im Raum Hillesheim ging nichts mehr Am Montag vor Weihnachten hatte das Schneewetter wieder einmal in weiten Bereichen der Eifel zugeschlagen. Die Qualität der Winterdienste in den verschiedenen Gebieten war unterschiedlich. Im Bereich Daun klappte es ganz gut, während im Raum Hillesheim am Nachmittag des besagten Montag nichts mehr lief. Es war bekanntlich nicht nachts, sondern ein belebter Montag Nachmittag. Ab dem Hillesheimer Higis ging gar nichts mehr. Zwischen Hillesheim und Gerolstein und Hillesheim und Daun blockierten dutzende querstehender LKWs die Fahrbahnen. Wer von Köln bis Daun normalerweise mit dem PKW 1.1/2 Stunden braucht, brauchte diesmal 4.1/2 Stunden und das auch nur dann, wenn man sich auskannte und teilweise alternative Strecken befuhr. Ohne Allradantrieb ging häufig gar nichts. Die Dutzenden von LKWs, die quer standen, beweisen das hohe LKW-Aufkommen in weiten Bereichen der Eifel. Es handelte sich zum großen Teil um Getränkefahrzeuge, die noch rechtzeitig vor dem Heiligabend in der Eifel-Region Sprudelwasser und Co. bei den Eifel-Sprudelfirmen abholen wollten. Wann gehen diese Sendungen endlich auf die Bahn? Da gibt es den Güterbahnhof Köln-Eifeltor und der heißt nicht umsonst Eifeltor, denn in früheren Jahrzehnten kamen hier unter anderem die mit der Bahn transportierten Güter der Eifel ebenso an wie die für in die Eifel bestimmten Produkte. Bahn-mäßig haben Politik und die Bahn selbst in den letzten Jahrzehnten völlig versagt. Die damalige 16 Jahre amtierende Bundesregierung unter Ex-Kanzler Dr.Helmut Kohl hat die Bahn ausmergeln und verarmen lassen zugunsten der Straßenlobby. „Tote Hose“ Dass Verkehrsstrukturen in der Eifel größtenteils
nicht adäquat und gut sind, muss man leider den Eifel-Politikern der
letzten Jahrzehnte negativ anheften. Sie haben sich nicht in Mainz durchgesetzt
– gleichgültig welche Farbenkomposition die dortige Regierung jeweils
hatte. Mainz ist quasi eifel-mäßig weit von hier weg und Mainz
ist Mainz und bleibt Mainz, und Mainz kümmert sich wenig um die Eifel.
Wenn es schon einmal Menschen aus der Eifel gibt wie der Ex-Wirtschaftsminister
Holkenbrink, dann lässt sich auch eine A60 von Wittlich an die belgische
Grenze realisieren. Aber ansonsten konnten unsere CDU-, SPD- und FDP-Landtagsabgeordneten
der letzten Jahrzehnten für die Eifel in Mainz fast nichts bewegen.
Die Eifel liegt für Mainz weit weg – sozusagen am Rande des Landes
– und wird dort immer noch als ein zu vernachlässigendes Gebiet angesehen.
Kaum vorhandene Verkehrsinfrastruktur Dutzende querstehender LKW bei etwas geringem
Schneefall zeigen, wie verletzlich die kaum vorhandene Verkehrsinfrastruktur
im hiesigen Raum ist. Da brauchen wir die Bahn. Wir brauchen die Güterbahn
und die Personenbahn. Das muss natürlich alles so gestaltet werden,
dass die Kunden das auch annehmen, d.h. dass die Frachtzeiten ebenso vernünftig
sein müssen wie die Fahrzeiten im Personenverkehr. Dass an dem besagten
Montag Nachmittag fast nur Blechschäden entstanden, ist mehr eine
Glückssache. Wie gesagt, viele LKWs hingen quer und manch ein LKW
musste an manch einer ansteigenden Straße zurückrollen lassen.
Ein gefährliches Unterfangen! Wir leben im Winter in der Eifel also
gefährlicher als im Flachland und den Ballungsgebieten. Dass dies
so ist, hätte aber eigentlich schon jedem Politiker seit einigen Jahrzehnten
bewusst sein müssen. Die Gefahr im Winter auf den Straßen ist
hier riesengroß.
„Bitte entschuldigen Sie, dass Sie heute auf Ihre Zeitung verzichten müssen.“ Hat man die Tageszeitung „Die Welt“ abonniert, bekommt man sie in einigen Gebieten der Eifel durch Boten zugestellt. Aber am Dienstag nach dem beschriebenen Montag fand man nicht „Die Welt“ im Briefkasten, sondern einen Zettel mit dem Text: “Bitte entschuldigen Sie, dass Sie heute auf Ihre Zeitung verzichten müssen“. Ja, die aus dem Norden der Republik kommende „Welt“ kam einfach nicht an, weil bei bestimmten Witterungsbedingungen die Eifel eben quasi größtenteils vom Rest der Welt abgehängt ist. Auch hier lässt die fehlende Bahn-Struktur grüßen, wobei natürlich auch die Bahn Organisation insgesamt immer noch antimarktwirtschaftliche Probleme hat. Überregionale deutsche Tageszeitungen zu abonnieren mit Postzeitungsdienst klappt, wie wir bereits ausführen mussten, auch nicht. Besonders wenn sie aus dem Norden kommen, kann man sie nicht am gleichen Tage hier haben. Infrastrukturmäßig dramatisch abwärts Aber manch ein Zeitgenosse in Daun, Wittlich und Co. sagt dann, dass man ja immerhin noch viele Informationen über das Internet hier in der Eifel nutzen kann. Diese Aussage ist teilweise richtig. Aber eben nur teilweise. Schnelles Internet bietet die Deutsche Telekom AG nicht flächendeckend in der Eifel an. In weiten Gebieten in den Landkreisen Daun und Wittlich gibt es kein T-DSL, also keinen schnellen Internet-Anschluss. Da wird sich wahrscheinlich auch in den nächsten Jahren nichts ändern, denn auch hier hat die Eifel eine enorm schlechte Infrastruktur. Jahrzehnte lang ging es infrastrukturmäßig in der Eifel aufwärts. Seit etwa acht Jahren geht es aber wieder dramatisch abwärts. Zum Thema schnelles Internet mag es eine
etwas teurere Alternative bald geben, denn der europäisch-luxemburgische
Satellitenbetreiber SES Astra und auch Eutelsat bauen die schnelle Internet-Nutzung
über Satellit aus, um auch der ländliche Bevölkerung endlich
einen schnellen Internet Zugang anzubieten. Mehr zu diesem Thema finden
Sie in einer der nächsten Ausgaben dieser EAZ Eifel-Zeitung und auch
im Medien- und Digital-Magazin INFOSAT.
Eifel-Zeitung, 30.12.2003
Vor dem Start der alljährlchen Triebwagen-Fahrten auf der Eifelquerbahn zwischen Gerolstein und Kaisersesch bietet der Verein „Eifelbahn e.V.“ allen Bahnfreunden zum Auftakt ein besonderes „Schmankerl“ an: die Dampflok 94 1538 wird am Samstag, 24. Mai zwischen Gerolstein und Daun und am Sonntag, 25. Mai zwischen Daun und Kaisersesch Pendelzugfahrten durchführen. Alle zwei Stunden besteht so die Möglichkeit, die Eifel von ihrer schönsten Seite zu erleben. Die Samstagszüge werden jeweils zur vollen Stunde in Gerolstein (10 / 12 / 14 / 16 Uhr) bzw. in Daun (11 / 13 / 15 / 17) abfahren. Unterwegshalte in Pelm, Dockweiler-Dreis und Rengen sind vorgesehen. Am Sonntag wird nach langer Zeit auch der Streckenabschnitt Daun – Kaisersesch wieder Dampfzüge sehen. Hier werden wegen der etwas längeren Strecke nur drei Zugpaare angeboten werden können. Jeweils im Abstand von drei Stunden fahren die Züge in Daun erstmals um 9.30 Uhr, in Kaisersesch um 11.17 Uhr ab. Unterwegshalte sind hier in den Gemeinden Darscheid, Utzerath, Berenbach, Ulmen und Laubach-Müllenbach eingeplant. Die Fahrpreise sind besonders günstig angesetzt: Erwachsene zahlen für die Hin- und Rückfahrt nur 6 Euro, Kinder die Hälfte. Der Preis gilt sowohl samstags wie sonntags. Komplette Presseinfo mit Fahrplänen > [ Download DOC ]
DAUN/GEROLSTEIN. (red) Eine positive Bilanz der vergangenen 18 Monate hat der Verein "Eifelbahn" gezogen. Jörg Petry wurde im Amt des Vorsitzenden bestätigt. Fast 50 Mitglieder interessierten sich in der Jahreshauptversammlung, wie es um den Verein "Eifelbahn" steht. Vorsitzender Jörg Petry lobte vor allem das Engagement für die touristischen Wochenendfahrten auf der Eifelquerbahn zwischen Gerolstein und Kaisersesch. "Es ist eine stolze Leistung, an so vielen Wochenenden hintereinander immer wieder bis zu zwölf Mitglieder zu finden, die halbtägig in den Triebwagen Fahrkarten, Getränke und Souvenirs verkaufen oder Bahnübergänge sichern." Anfangsschwierigkeiten durch den kurzfristigen Start im Jahr 2001 hätten mit der Erfahrung einer Saison im zweiten Jahr vermieden werden können. Weitere Sonderfahrten im Sommer nach Monreal, zum 1. Mai oder zum Vatertag waren gut besucht und wurden mit den vereinseigenen Fahrzeugen der Dampflok 94 15 38 und dem Schienenbus VT 795 organisiert. Hinter den Kulissen wurden die Fahrzeuge von einem Team regelmäßig fit gemacht, unterstützt von einer fünfköpfigen ABM-Gruppe, die sich auch um die anderen, noch nicht betriebsfähigen Fahrzeuge, kümmert und diese aufarbeitet. Zur Erledigung des "Bürokrams" ist eine weitere ABM-Kraft im Bahnhof Gerolstein eingesetzt. Kassierer Ralf Neuendorf sprach von einer insgesamt positiven Entwicklung. Doch das Bahngeschäft kann schnell ins Geld gehen. Die Behebung eines Lagerschadens der Dampflok schlug zum Beispiel mit 30 000 Euro zu Buche. Zu den Vorstandswahlen traten zwei der Führungsriege nicht mehr an: Sowohl der zweite Vorsitzende Uwe Schaller als auch der Schriftführer Dieter Thoma hatten aus privaten Gründen ihre Ämter niedergelegt. Während Jörg Petry als erster Vorsitzender und Ralf Neuendorf als Kassierer wiedergewählt wurden, komplettieren künftig Jochen Neuhaus (Polcherholz) als zweiter Vorsitzender sowie Hans-Peter Kuhl (Gerolstein) als Schriftführer das Führungsgremium. Im kommenden Jahr sollen laut Petry neben den bewährten Fahrten und Festen zusätzliche Veranstaltungen vor allem auch für die rund 280 Vereinsmitglieder angeboten werden. TV vom 31.12.2002 Erfolgreiches Jahr und neuer Vorstand Im vergangenen Monat hat der Verein „Eifelbahn e.V.“ in seiner Jahreshauptversammlung Bilanz der letzten 18 Monate gezogen. Zudem fanden Vorstandswahlen statt, so dass seither wieder ein komplett besetzter Vorstand die Geschicke des Vereins lenken kann. Fazit: auch große Aufgaben sind mit Bravour bewältigt worden, der Zusammenhalt im Verein ist nach wie vor groß. Der erste Vorsitzende Jörg Petry konnte fast 50 Mitglieder in der Gaststätte „Zur Bahnhofswirtin“ begrüßen, die sich dafür interessierten, wie es um den Verein steht. In den Jahren 2001 und 2002 wurden zahlreiche große Aufgaben angegangen und mit viel Einsatz gelöst. Herausragend hierbei waren die Zugbegleitdienste bei den touristischen Wochenendfahrten auf der Eifelquerbahn zwischen Gerolstein und Kaisersesch. Petry hob hervor, dass es eine stolze Leistung sei, an so vielen Wochenenden hintereinander immer wieder 8-12 Mitglieder zu finden, die halbtägig in den eingesetzten Triebwagen Fahrkarten, Getränke und Souvenirs verkauften, die Postensicherungen an Bahnübergängen durchführten und den Reisenden mit Rat und Tat zur Seite ständen. Anfangsschwierigkeiten durch den kurzfristigen Start im Jahr 2001 konnten mit der Erfahrung einer Saison im zweiten Jahr vermieden werden. Auch das Mitausrichten des Sprudelfestes im August und die Beteiligung an der Gerolsteiner Annakirmes in den letzten beiden Jahren sind vielen Besuchern der Feste in bester Erinnerung. Hier halfen dem Verein auch viele „Symphatisanten“, da gerade während der Zeltveranstaltungen je Abend bis zu 60 Personen benötigt wurden. Zahlreiche weitere Sonderfahrten im Sommer mittwochs nach Monreal, zum 1. Mai oder zum Vatertag waren gut besucht und wurden mit den vereinseigenen Fahrzeugen - der Dampflok 94 15 38 und dem Schienenbus VT 795 - durchgeführt. Hinter den Kulissen wurden die Fahrzeuge von einem eingespielten Team regelmäßig fit gemacht, unterstützt von einer fünfköpfigen ABM-Gruppe, die sich auch um die anderen, noch nicht betriebsfähigen Fahrzeuge kümmert und diese aufarbeitet (gesonderter Bericht folgt). Um diese ganzen Arbeiten auch „büromäßig“ begleiten zu können, ist eine weitere ABM-Kraft in den Räumen im Bahnhof Gerolstein als Unterstützung tätig. Eingeschränkt ist das Arbeiten an den Loks und Waggons lediglich dadurch, dass immer noch keine dauerhafte Regelung zum Bahnbetriebswerk Gerolstein als möglichem Mittelpunkt gefunden werden konnte. Im Kassenbericht konnte Ralf Neuendorf als Kassierer gleichfalls eine positive Entwicklung vorstellen, die nicht zuletzt auch durch die oben genannten Aktivitäten ausgelöst wurde. Wie schnell jedoch Geld auch ausgegeben werden muss, wurde bei einem Lagerschaden der Dampflok deutlich, dessen Behebung die stolze Summe von 60.000 DM gekostet hatte! Die Kassenprüfer konnten Ralf Neuendorf eine absolut korrekte Kassenführung bescheinigen. Als weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt standen Ergänzungswahlen für den Vorstand an, da sowohl der 2. Vorsitzende Uwe Schaller wie auch der Schriftführer Dieter Thoma aus privaten Gründen ihre Ämter niedergelegt hatten. Während Jörg Petry als 1. Vorsitzender und Ralf Neuendorf als Kassierer wiedergewählt wurden, wurden Jochen Neuhaus aus Polcherholz als 2. Vorsitzender sowie Hans-Peter Kuhl aus Gerolstein als Schriftführer neu in den Vorstand gewählt - alle Kandidaten übrigens eindrucksvoll ohne Gegenstimme. Mit diesem Votum im Rücken konnte Jörg Petry Ausblicke auf das kommende Jahr geben, wo neben den bewährten Fahrten und Festen auch zusätzliche Veranstaltungen besonders auch für die ca. 280 Mitglieder angeboten werden sollen. Hans-Peter Kuhl
Alte Dame hatte Kinderkrankheiten Gerolstein (le). „80 Jahre Dampflok 941538, eine Alte Dame feiert Geburtstag“, so lautete der Titel eines Plakats, mit dem der Verein „Eifelbahn“ für Pendelfahrten zwischen Gerolstein und Daun am letzten Sonntag warb. Die Fahrpreise waren zivil. Sie kosteten für Hin- und Rückfahrt nur 5 Euro, und alle zwei Stunden war Abfahrt ab Gerolstein. Wenn, ja: Wenn alles reibungslos verlaufen wäre. Leider musste der Zug um 13.05 Uhr ausfallen, denn da stand er mitten auf der Strecke in Höhe von Betteldorf. Grund: Die alte Dame hatte Kinderkrankheiten, und so mussten die Fahrgäste dreiviertel Stunden im Zug ausharren. Nach Auskunft des Veranstalters „Eifelbahn e.V.“ hatte eine nicht ausreichend konsistente Kohle dafür gesorgt, dass die Schlacke sich verflüssigte und dadurch keine Luft mehr durchließ, so daß Unterdruck entstand. „Das kann mal passieren“, sagte ein Gerolsteiner Arzt als Fahrgast, der seinen kleinen Kindern mal zeigen wollte, wie eine alte Lokomo-Puff-Puff durch die Eifellandschaft fahren kann. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal. Die hunderte anderer Fahrgäste, die mit den anderen Zügen gefahren waren, zeigten sich jedenfalls hoch zufrieden! EAZ, Woche 47 Geburtstagsfahrt mit Volldampf Der Verein „Eifelbahn e.V.“ feierte vergangenen Sonntag den achtzigsten Geburtstag seiner Vereins-Dampflok 94 1538 zusammen mit den zahlreich erschienen Gästen. Rund 700 Fahrgäste in den sechs Fahrten haben es genossen, für einen geringen Obulus nochmals zwischen Gerolstein und Daun Dampfzug-Atmosphäre zu schnuppern. Mächtig mußte sich die reich geschmückte Tenderlok der Baureihe 94 an ihrem Geburtstag ins Zeug legen, um von Gerolstein aus die Steigung vor Hohenfels und auf der Rückfahrt die Steigung zwischen Rengen und Dockweiler zu schaffen. Laub und nasse Schienen verbunden mit der doch beachtlichen Anhängelast des Zuges stellten höchste Anforderungen an die Maschine und die Fahrkünste von Lokführer und Heizer. Die mächtigen Rauchwolken während der teils gemächlichen Fahrt faszinierten alle die, die einen Fensterplatz ergattern konnten oder dem Spektakel von außen zuschauten. Pro Fahrt konnte der Verein „Eifelbahn e.V.“ 100-120 Einstieger in Daun bzw. in Gerolstein begrüßen, die es sich nicht nehmen lassen wollten, den Sonntag auf der Schiene zu verbringen. Um dem Wetter anständig trotzen zu können, wurde vormittags heiße Brühe und Glühwein, nachmittags dann Kaffee und die obligatorischen Flaschengetränke angeboten und von vielen auch genutzt. Für die kleinen Fahrgäste gab es 200 Weckmänner als Begrüßungsgeschenk. Bei der zweiten Fahrt ab Gerolstein kam es jedoch leider zu einer technischen Störung, deren Behbung einige Zeit benötigte. Hierdurch mußte die Rückfahrt nach Gerolstein sowie die um 13.00 Uhr vorgesehene Fahrt von Gerolstein entfallen. Der Verein möchte sich hier bei den verhinderten Fahrgästen dieser Züge entschuldigen und bittet um Verständnis für das bisher einmalige Mißgeschick in der Vereinsgeschichte. Die Fahrgäste im Zug selbst nahmen die dicke Verspätung gelassen hin, da zumindest die Verpflegung der Reisenden keine Probleme bereitete. Die Lok selbst wird jetzt den Winter über zumeist abgestellt sein, es werden Wartungsarbeiten vorgenommen und die neuen Fahrten im kommenden Jahr geplant. Mit Beginn der Saison im Frühjahr wird dann auch wieder Gelegenheit bestehen, eine Dampfzugfahrt durch die Eifel zu unternehmen. Eifelbahn-Festzelt lockt zum Sprudelfest mit tollem Programm Vom 22. - 25. August findet in der Brunnenstadt das traditionsreiche Sprudelfest statt. Mit der Unterstützung vom Gerolsteiner Brunnen, der KSK Daun und der TW Gerolsteiner Land, ist es dem Gerolsteiner Verein "Eifelbahn" gelungen, ein attraktives Musik-Programm zusammenzustellen: Donnerstag, 22. August - KÖLSCHER ABEND Gleich drei Größen des Kölner
Karnevals gastieren in Gerolstein. Für eine Riesen-Stimmung garantieren
King
Size Dick, Blom und Blömcher
und die Räuber.
Einlass um 19:30 Uhr - Beginn 20:00
Uhr - Vorverkauf 14 Euro, Abendkasse 17 Euro
Freitag, 23. August - SWR3 Dance Night Tanzfans in Partylaune, rasante Beats und gutgelaunte SWR3 DJs. Eine heiße Party verspricht der Freitag zu werden. Erstmals besucht der SWR3-Elch die Vulkaneifel und lädt zum abrocken und tanzen ein. Die SWR3- DJs spielen von der Dance-Night-Konsole aus die besten Pop-Songs, die aktuellen Charts und die schönsten Balladen. Einlass um 20:00 Uhr - Beginn 21:00 Uhr
- Abendkasse 4 Euro
Samstag, 24. August - Partyrock bis zum Abwinken Mit MEX und SIDEWALK gastieren die wohl
angesagtesten Cover-Rock Bands der Region erstmals zusammen in Gerolstein.
Einlass um 20:00 Uhr - Beginn 21:00 Uhr
- Abendkasse 8 Euro
Der Vorverkauf hat begonnen! Für die Veranstaltungen am Freitag und Samstag wird ein besonders günstiges Kombi-Ticket für nur 10 Euro angeboten ! Vorverkaufsstellen: Zweigstellen der KSK Daun in Gerolstein, Daun, Hillesheim, Jünkerath und Kelberg. Touristinfo Gerolstein, Bahnhofsgaststätte Gerolstein, Wochenspiegel Daun, Eifeljournal Prüm. Live-Musik auf der Gerolsteiner Kirmes
vom 27. – 30. Juli
Zur traditionsreichen St. Anna-Kirmes hat
sich der Gerolsteiner Verein Eifelbahn, in Zusammenarbeit mit der TW Gerolsteiner
Land, ein ganz besonderes Bonbon ausgedacht:
An allen Abenden ist somit für gute Stimmung und Unterhaltung am Eifelbahn-Stand gesorgt – lediglich gutes Wetter wünschen sich die Veranstalter noch.
GEROLSTEIN. (mh) 1000 Euro Belohnung setzt
der Verein Eifelbahn, dessen
Auf rund 5000 Euro hat die Polizei den
Schaden beziffert, der durch
Hinweise erbittet die Polizei in Daun (Telefon
06592/96260) oder in
Trierischer Volksfreund vom 11.06.2002
(dj) Bislang unbekannte Täter haben in der Nacht von Freitag auf Samstag im Bahnbetriebswerk der Eifel-Bahn in Gerolstein großen Sachschaden angerichtet. In den Vereinsräumen wurden fast alle Fensterscheiben zertrümmert und ein großer Teil des Inventars mutwillig zerstört. Außerdem wurden Feuerlöscher ausgeleert sowie Porzellan und andere Einrichtungsgegenstände zerschlagen. An einer Lokomotive haben die Täter Hakenkreuz-Schmierereien hinterlassen. Der angerichtete Sachschaden wird auf 5000 Euro geschätzt. Zeugenhinweise in dieser Sache werden an die Polizei in Daun, Telefon 06592/96260, oder in Gerolstein, Telefon 06591/95260 erbeten. TV vom 08.06.2002
Von unserem Redakteur STEPHAN SARTORIS DAUN/GEROLSTEIN. Am Pfingstwochenende starten
wieder die Zugfahrten zwischen
Die Schienenbusse der Baureihe VT 96 fahren
in dieser Saison wie bereits im
Mehr Platz im Zug als im vergangenen Jahr Und die Saison 2002 hat schon vor dem offiziellen
Start sehr positiv
Zum Start am Samstag wird auch der Rastplatz
"Zum Stellwerk" eröffnet. Der
Angesichts der positiven Bilanz des Premierenjahrs
gab es seitens der VEB
Monreal profitiert von der Reaktivierung Als Beispiel führt Petry die Gemeinde
Monreal an, das bekannteste
TV 16.5.02 Mit Papa auf der Dampflok: 900 nutzten bei herrlichem Wetter am Vatertag die Chance mit der Dampflok der Gerolsteiner Eisenbahnfreunde zu fahren. Mit viel Getöse und ordentlich Dampf auf dem Kessel ging es von Bitburg über Erdorf und Hüttingen nach Phillipsheim. Mit dem Fahrrad ging es über Stock und Stein und auch die Wanderer kamen nicht zu kurz.
palu/Foto: Patrick Lux Quelle: Trierischer Volksfreund vom 12.05.2002.
GEROLSTEIN. (vog) Die Ankündigung "in Gerolstein dampft's und zischt's" zum 32. Sprudelfest in Kombination mit dem Dampflokfest war kein leeres Versprechen. Die tropischen Temperaturen, die stimmungsgeladene Musik und die schnaubenden Dampfloks brachten rund 20 000 Gäste mächtig ins Schwitzen. Rundum zufriedene Gesichter. Bei der 32.
Auflage des Traditionsfestes wurde unbemerkt von den Gästen der Grundstein
für eine neue Generation des Sprudelfestes gelegt. TW-Chefin Irmgard
Dunkel: "Die Kombination mit dem Dampflokfest war eine gute Geschichte.
Für die Zukunft werden wir versuchen, das Sprudelfest immer mit Partnern
gemeinsam auszurichten."
Auch der zweitägige Markt verlief
positiv. TW-Chefin Dunkel versicherte: "Dabei bleibt es auf jeden Fall.
Außerdem hat es sich bewährt, dass der Markt bis zum Altstadtparkplatz
geht."
Dunkel fordert: Lücken müssen geschlossen werden Irmgard Dunkel, die Mudrig gute Arbeit bescheinigt, gab ihm Recht: "Die Lücken müssen geschlossen werden. Dafür müssen Gespräche sowohl mit der Stadt als auch mit den Gewerbetreibenden geführt werden." Hintergrund: Die Geschäftsfronten im Flecken durften nicht oder nur teilweise mit Ständen zugestellt werden. Als die Geschäfte am Samstagmittag schlossen, verwaisten die Flächen vor den Läden, obwohl der Markt bis Sonntagabend weiterging. "Die meisten Händler kommen aber nur für zwei Tage. Händler nur für sonntags finden sich kaum", erklärte Dunkel. Einige ortsansässige Geschäftsleute lösten das Problem auf ihre Weise. Sie stellten an beiden Tagen einen Marktstand auf. Irmgard Möller, Inhaberin des Ladens Life-Style, war eine von ihnen. Die Präsenz spürt sie, laut eigenem Bekunden, noch wochenlang. "Die Leute kommen Tage später ins Geschäft und fragen nach Sachen, die sie am Stand gesehen haben." Außerdem erfuhr Dunkel im Gespräch mit vielen Marktbesuchern: "Die Gäste wünschen sich offene Geschäfte." Für die Geschäftsleute, die sich eh' schon mit einem Marktstand am Sprudelfest beteiligten, ist dies kein Thema. Hans-Peter Schildgen, Chef des Gerolsteiner Gewerbevereins: "Die Kombination von Markt und verkaufsoffenem Sonntag bringt uns nichts." Bereits beim Dampflokfest vor zwei Jahren wurde diese Kombination ausprobiert und wegen mangelnden Erfolgs rasch abgehakt. Zusage: Auch künftig Musik vorm Rondell Abhaken will "Pitti" Hens von der Veranstaltungs- und Bewirtungsgemeinschaft im Rondell das Sprudelfest auf keinen Fall. Die Gemeinschaft sorgte auf dem Rondellvorplatz am Wochenende für Live-Musik, einen Zauberer für die Kinder, einen Getränkepavillon sowie eine Kuchentheke. Allerdings war Hens nur mit der Resonanz am Sonntag zufrieden: "Der Samstag war zu mager, aber am Sonntag hatten wir durchgehend guten Betrieb." Fürs nächste Sprudelfest versprach er: "Wir werden es weiter so durchziehen, damit das Angebot erhalten bleibt." Auch Gäste aus der französischen Partnerstadt Digoin waren mit einem Stand vertreten. Als "insgesamt guter Durchschnitt" beschrieb Erhard Schaffer, Vorsitzender des Gerolsteiner Sportvereins, das Ergebnis der traditionellen Tombola: "Wegen der Hitze kamen weniger Leute. Wir haben etwa 1000 Lose weniger als in den Vorjahren verkauft." Der SV finanziert mit der Tombola die Jugendarbeit im Verein. An den Getränke-Pavillons kam derweil das Gerücht auf, dass der Gerolsteiner Brunnen eine Umbenennung von Sprudel- zu Stadtfest wünsche. Dies dementierte Unternehmenssprecher Stefan Göbel aber auf TV -Nachfrage: "Nichts dergleichen wird in unserem Haus diskutiert." In welcher Art und Weise eine zukünftige Unterstützung aussehen könnte, darauf wollte sich der Sprecher nicht festlegen. Aus Sicht der Polizei verlief das Festwochenende "normal", wie Polizeioberkommissar Alfred Brück erklärte. Lediglich zwei Pkw-Aufbrüche, eine Sachbeschädigung und eine Rangelei unter Jugendlichen stehen auf der Meldeliste. Bei der Sachbeschädigung handelte es sich um den Brand eines Marktstandes, der nur Dank des raschen Eingreifens Brücks kaum Schaden verursachte. Der Polizist passierte rein zufällig am Samstagabend den Stand vor der Kreissparkasse, als er züngelnde Flammen an der Rückwand des Standes bemerkte. Mit einem Feuerlöscher, herbeigeholt aus einem nahegelegenen Restaurant, löschte Brück das Feuer, das vermutlich gelegt worden war. Quelle: Trierischer Volksfreund vom 28.08.2001.
DAUN/KAISERSESCH. (HG) Nach zwei Verschiebungen und viel Vorbereitung rollt sie wieder: die Eifelquerbahn von Gerolstein nach Kaisersesch. Am Bahnhof Kaisersesch wurde nun offiziell die Eröffnung gefeiert. Im April dieses Jahres wurden bei der Zweckverbandsversammlung in Daun die Weichen für die Reaktivierung der Eifelquerbahn gestellt. Nachdem der Starttermin zwei Mal verschoben wurde, ist die "schönste Nebenstrecke im gesamten nördlichen Rheinland-Pfalz", wie sie Stephan Pauly vom Zweckverband Schienennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord nannte, nun seit vier Wochen in Betrieb. Als dreijähriger Versuch startet das neue touristische Angebot der zwei Verbandsgemeinden Cochem-Zell und Daun in die raue Wirklichkeit und soll sich nun bewähren. Nostalgische Emotionen zu vermarkten, das ist das Ziel des Arbeitskreises Eifelquerbahn und den Verbandsgemeinden. Nur an den Wochenenden und an Feiertagen kann das neue touristische Highlight in der dreijährigen Testphase im Zwei-Stunden-Takt genutzt werden und bietet damit Gästen und Einheimischen die Möglichkeit, an der Strecke liegende Regionen und Ausflugsziele ohne Auto zu erreichen. Mit Dampflok- und Führerstandsfahrten und sowie musikalischer Umrahmung wurde der Bevölkerung am Bahnhof Kaisersesch das neue Konzept vorgestellt. Mit dem Schienenbus aus Gerolstein kamen neben VG-Bürgermeister Ewald Mattes (Kaisersesch) auch Landrat Heinz Onnertz und der Ulmener Verkehrsamtsleiter Achim Nehrenberg angereist. Angenehm überrascht war Jörg Petry, 1. Vorsitzender des Vereins Eifelquerbahn und Betreiber der Eifelbahn über die bereits nach vier Wochen große Resonanz auf das Angebot: "Wir haben mit 150 bis 200 Gästen pro Fahrtag gerechnet. Zur Zeit liegen wir aber bei 300 bis 400 Fahrgästen, was uns natürlich freut." Um die Strecke überhaupt wieder zu realisieren war es auch nötig, dass die beiden Landkreise Cochem-Zell und Daun "an einem Strang gezogen haben", wie Bürgermeister Ewald Mattes meinte. In der Reaktivierung der Eifelquerbahn sieht Mattes auch "einen wichtigen Schritt der touristischen Entwicklung unserer Region und aus unserer Sicht eine Anbindung an die Vulkaneifel." Mit einem jährlichen Betrag von 200 000 Mark wird der Zweckverband Schienennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord die Eifelbahn drei Jahre finanziell unterstützen und dabei das Verkehrsaufkommen auf der Strecke beobachten. Dass eine schlechte Auslastung der Eifelbahn für die Zukunft negative Folgen hat, verdeutlichte der gute Ratschlag von Stephan Pauly an die Bürger. "Nutzen Sie die Eifelbahn, denn von ihrer Inanspruchnahme wird auch unser Engagement in Zukunft für eine mögliche Reaktivierung dieser Bahn abhängen." Für die Fremdenverkehrsämter der Region und die Eifelagentur (ET) heißt dieser Ratschlag auch, Hinweise auf und Aktivitäten für die Freizeiteinrichtung Eifelbahn zu verstärken und die Feriengäste auf die neue Attraktion aufmerksam zu machen. Quelle: Trierischer Volksfreund vom 24.07.2001 (Internet).
Von unserem Mitarbeiter HANS JÜRGEN SITTIG GEROLSTEIN. Großer Bahnhof in der Brunnenstadt: Trotz schlechten Wetters kamen zahlreiche Eisenbahnfreunde, um eine Legende zu bewundern. Nur wenige "Damen" mit einem Gewicht von 135 Tonnen können die Männerwelt in pures Entzücken versetzen. Wenn die Betreffende jedoch aus 135 Tonnen Stahl besteht und der angesehenen Dynastie der Dampf-Lokomotiven entstammt, dann kann sie sich – auch wenn sie als Jahrgang 1918 schon etwas in die Jahre gekommen ist – größter Aufmerksamkeit und Wertschätzung sicher sein. Die "Bayerische S 3/6" des Nördlinger Eisenbahnmuseums war jedenfalls der Star beim Lokschuppenfest des Vereins Eifelbahn. Ehemals, als sie noch in Diensten der Bayerischen Staatsbahnen schnaufte, hatte sie ein grünes Kleid getragen. Mottenfraß war's nicht, aber der Zahn der Zeit nagte auch. Die Eisenbahn-Kenner wussten schon, dass sie inzwischen im blauen Kostüm auftritt, für ein Jahr von Märklin gesponsort. Und so stand sie da, schick und mit der gleichen guten Figur wie anno dunnemals. Wer ist schon 82 Jahre lang in beinah gleich guter Verfassung geblieben? Und sie lockte tatsächlich trotz unangenehmsten Nieselregens immerzu Neugierige auf das Bahnbetriebsgelände. Um die 1500 bis 2000 Menschen kamen insgesamt, manche eben auch auf inoffiziellen Pfaden. Der im Pendeldienst vom Bahnhof dorthin eingesetzte Schienenbus spuckte ständig neue Besucher aus. Und viele buchten gleich eine Führerstandsmitfahrt mit der "Blauen", mit der vereinseigenen Dampflok "94/1538" beziehungsweise mit der Gast-Güterlok 44/1616. Auch die Drehscheibe wurde zum Umsetzen benutzt. Es ging fast her wie in den guten alten Tagen, da das Gelände noch im Bahnvollbetrieb war. Nur liefen damals nicht so viele "Unbefugte" auf Entdeckungsreise kreuz und quer herum. Die schwelgten in Nostalgie, wurden gut versorgt an Getränke-, Imbiss- und Kuchenständen und ließen sich den Tag auch durch die freundlichen Zugaben des Himmels nicht verdrießen. Nur Foto- und Videofreunde waren mit einem Wischlappen gut beraten. An diesem Tag haben sicher wieder einige ihr Herz an Stahl und Dampf verloren oder ihre alte Liebe aufgefrischt. Jetzt macht die blau-schwarze "Bayerische S 3/6" erst einmal wieder Station in Köln. Um bis zu 120 Stundenkilometer schnell zu werden ist die 21-Meter-Dame mit bis zu acht Tonnen Kohle unterwegs und löscht ihren Durst aus 26 000 Liter Wasser. Quelle: Trierischer
Volksfreund vom 21.09.2000 (Internet).
GEROLSTEIN. (sh) Der Verein Eifelbahn lässt ab Mai wieder Dampf ab. Dann wird unter anderem die rüstige alte Dampflok 94 1538 erneut durch die Eifel donnern. Eine touristische Attraktion im Gerolsteiner Land sind die Dampflokfahrten des Vereins Eifelbahn. In den Sommermonaten geht's los. »Für viele Touristen zählen die ,Dampffahrten' zum Urlaub in der Eifel dazu«, weiß Jörg Petry, Vorsitzender des Vereins Eifelbahn. Das neue Programm, das der Verein jetzt vorstellte, sieht jeden Monat eine Dampflokfahrt vor. Am Sonntag, 7. Mai geht es von Gerolstein über Prüm nach Pronsfeld. Am Vatertag, 1. Juni wird eine gesellige Sonderfahrt von Mayen über Daun-Gerolstein-Jünkerath nach Losheim angeboten. Die Dampflok 52 8095 des Eisenbahnmuseums Dieringhausen kommt zum Einsatz. Zur Modellbahn- und Krippenausstellung nach Losheim bringt die Lok ihre Gäste am Sonntag, 2. Juli. Über Erdorf nach Bitburg startet die Bahn auf der Hauptstrecke Köln-Trier am Sonntag, 6. August. Der historische Wochenmarkt in Monreal ist das Ziel am Sonntag, 3. September. Es geht von Gerolstein über Daun nach Kaisersesch und schließlich Monreal. Saisonhöhepunkt ist die Fahrt zum Lukasmarkt nach Mayen am Sonntag, 15. und 22. Oktober. Die Dampflok startet in Gerolstein und fährt über Daun - Ulmen - Kaisersesch nach Mayen zum größten Jahrmarkt der Eifel. Auch der nostalgische Schienenbus VT 795 fährt wieder. Jeden Mittwoch im Monat Juli führen die Panorama-Fahrten in die Fachwerkidylle nach Monreal. Bei den Fahrten mit den »Foto-Sonderzügen« Mitte Mai haben die Reisenden ausreichend Möglichkeiten zum Fotografieren, denn der Zug hält an ausgesuchten Stellen. Termine sind am Samstag, 13. Mai von Gerolstein über Prüm nach Pronsfeld und zurück sowie von Gerolstein über Jünkerath nach Losheim und zurück. Sonntag, 14. Mai geht's von Gerolstein nach Bitburg und zurück sowie von Gerolstein über Daun nach Kaisersesch und zurück. Zur geselligen Sonderfahrt ins thüringische Oberhof lädt der Eifelbahn-Verein Reiselustige vom 28. April bis 1. Mai ein. Die Wiederinbetriebnahme
der Strecke Mayen-Kaisersesch ist zum 1. August geplant. Der 1995 gegründete
Verein Eifelbahn will deshalb an jedem Samstag und Sonntag Fahrten mit
dem Schienenbus VT 98 zwischen Kaisersesch und Gerolstein anbieten.
Infos, Anmeldungen und Reservierungen beim Verein Eifelbahn unter Telefon 06593/989073 oder per e-Mail: eifelbahn@t-online.de Quelle: Trierischer
Volksfreund vom 29.03.2000 (Internet).
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